Dass „John Wick“ dem modernen Action-Kino seinen Stempel aufgedrückt hat und das Genre bis heute prägt, steht völlig außer Frage – und kommt auch nicht von ungefähr. Bevor die Auftragskiller-Saga mit Keanu Reeves dem Empfinden des Verfassers dieses Artikels nach in den Sequels ein wenig redundant wurde, überzeugten die stark choreographierten und stylisch inszenierten Actionsequenzen einfach. Und tun es auch heute noch. Es folgten (natürlich) zahllose Trittbrettfahrer, die dem Vorbild (natürlich) nicht das Wasser reichen konnten.
2023 kam dann allerdings eine Ein-Mann-Armee um die Ecke, die sich als konkurrenzfähig erwies. „Der ultimative Action-Thrill für alle, denen John Wick einfach nicht hart genug drauf ist“, titelte so etwa FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen in seiner Kritik zu „Sisu“ – und vergab am Ende wohlverdiente 4 von 5 möglichen Sternen für einen Film, der „was Adrenalinpegel und Härtegrad angeht, da anfängt, wo die allermeisten Actionfilme aufhören“.
Zwei Jahre dauerte es, bis uns mit „Sisu: Road To Revenge“ auch schon die Fortsetzung erwartete – die dem praktisch über Nacht zum Kult erkorenen Vorgänger in nichts nachsteht (und nun weniger „John Wick“, dafür aber mehr „Mad Max: Fury Road“ bietet). Die Folge: ebenfalls starke 4 Sterne und der zementierte Status als eine der abgefahrensten, brutalsten und besten Action-Reihen der Gegenwart.
Regisseur Jalmari Helander betrachtet Teil 2 als runden Abschluss, schließt aber auch einen dritten Film nicht aus. Bis es so weit ist (oder eben auch nicht), könnt ihr ab sofort aber erst einmal beide „Sisu“-Kracher bei HBO Max streamen. Die Uncut-Versionen findet ihr seit heute auf der hauseigenen Streaming-Plattform von Warner Bros. – sowie im entsprechenden Channel auf Amazon Prime Video:
Von uns gibt es für beide eine uneingeschränkte Empfehlung – jedenfalls für all jene unter euch, die ihren Realismus-Anspruch gerne einmal für eineinhalb bzw. drei Stunden herunterschrauben, um einfach nur unbekümmert-blutigen Spaß zu haben. Genau darauf sind die beiden Over-the-Top-Spektakel ausgelegt, und genau hier liefern sie auch ab – und zwar sowas von!
Darum geht's in "Sisu" und "Sisu: Road To Revenge"
In „Sisu“ kreuzen sich gegen Ende des Zweiten Weltkrieges die Wege von Goldschürfer Aatami (Jorma Tommila) und einer Gruppe Nazis, die sich gerade auf dem Rückzug befinden – und dabei die Gelegenheit nutzen, um den Bergarbeiter ordentlich auszunehmen. Sie reißen sich sein Gold unter den Nagel und suchen das Weite. Doch das wird ihnen nicht viel helfen, denn sie haben sich mit dem Falschen angelegt – und nun eine Todesschwadron auf zwei Beinen am Hals, die erst locker lässt, wenn sie alle unter der Erde liegen.
„Sisu: Road To Revenge“ zeigt Aatamis Rückkehr an jenen Ort, an dem ihm einst seine Familie genommen wurde – sein früheres Zuhause. Um seine traumatische Vergangenheit einerseits hinter sich zu lassen, andererseits seine Familie aber auch in Zukunft stets bei sich zu wissen, beschließt er, diesen verfluchten Ort zu verlassen – und das verlassene Haus mit seinen eigenen Händen abzubauen und an einem anderen, friedlicheren Ort wieder zu errichten. Doch dann wird ausgerechnet jener Kommandant der Roten Armee (Stephen Lang) auf den Plan gerufen, der das Massaker an Aatamis Familie einläutete – und ein für alle Mal zu Ende bringen will, was er einst begonnen hat…
Jalmari Helander konnte mit seinen zügellosen Splatter-Actionern übrigens nicht nur uns von FILMSTARTS überzeugen, sondern machte auch in Hollywood auf sich aufmerksam. Zuletzt wurde er so auch mit einem ganz besonderen Projekt beauftragt, auf dessen Umsetzung wir ganz schön gespannt sind. Er drehte jüngst den neuen „John Rambo“-Film, von dem wir mittlerweile auch schon wissen, wann wir ihn zu sehen kriegen:
"John Rambo" hat einen Kinostarttermin – dann sehen wir den Nachfolger von Sylvester Stallone*Bei diesem Link handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.