Seit dem heutigen 12. August 2026 ist „Reacher“ mit der vierten Staffel zurück bei Amazon Prime Video. Wenig überraschend setzt Alan Ritchsons titelgebender Muskelberg einmal mehr nicht nur den Verstand ein, wenn er messerscharf Zusammenhänge erkennt und zumindest einige (wenn auch nicht alle) Lügen durchschaut. Natürlich werden auf dem Weg zur Wahrheit auch direkt eine Menge Knochen gebrochen und Bösewichte ins Jenseits befördert.
Für die neuen Prügeleien haben sich die Verantwortlichen offensichtlich vorgenommen, nicht einfach nur das Bekannte zu wiederholen. Der Kampf gegen den Hünen Paulie (Olivier Richters) in der dritten Staffel ist schließlich kaum zu toppen. Doch die ersten drei Episoden machen schon deutlich, dass man Reacher dieses Mal zahlreiche agile Gegner in den Weg stellt. Dabei schickt man ihn immer und immer wieder in stark choreografierte Nahkämpfe.
Die stark choreografierte Action ist übersichtlicher
Bereits früh wird deutlich, dass die Verantwortlichen in dieser Staffel Schießereien zurückfahren wollten. Enge Kämpfe, vor allem mit Messern, rücken dafür in den Vordergrund. Oft sind es die örtlichen Begebenheiten wie ein Kampf in einer Bibliothek in der ersten oder auf einer Bowlingbahn in der dritten Folge, die wildes Geballer erst gar nicht zulassen.
Unser erster Eindruck ist: Das geht voll auf. Die Inszenierung der Action hat sich weiter gesteigert und die Stunts sind noch einmal aufwendiger geworden. Hier scheinen durchweg Profis am Werk zu sein, die sich nicht nur bewegen, sondern Schläge auch glaubhaft einstecken können. Alles ist sehr übersichtlich und gut choreografiert. Oft wird mit längeren Einstellungen gearbeitet, wie wir sie aus guten Martial-Arts-Filmen kennen. Das Ganze wird dadurch auch eine Spur blutiger und intensiver als ein schneller Kopfschuss, der sofort vorbei ist. Zwar gibt es auch reichlich Schusswaffeneinsatz, aber im Vordergrund jeder Actionszene stehen eindeutig die Prügeleien.
Action von einem echten Experten
Großen Anteil daran hat „Reacher“-Stunt-Koordinator und Second-Unit-Regisseur Buster Reeves. Der arbeitete unter anderem an der „Dark Knight“-Trilogie von Christopher Nolan und hat laut eigener Aussage von dort einen Ansatz mitgenommen: Die Action soll möglichst geerdet wirken und tatsächlich vor der Kamera entstehen.
Interessant ist Reeves' persönlicher Hintergrund. Er lernte bereits als Kind Karate, war britischer Junior-Meister und schaffte es sogar ins Guinness-Buch der Rekorde. Niemand schaffte in einer Minute mehr Kicks auf Kopfhöhe als er. Mit 218 stellte er den Rekord auf, den er später sogar auf 256 erhöhte.
Diese Staffel steckt Reacher mächtig ein!
Es ist womöglich kein Zufall, dass einige der rücksichtslos mordenden Bösewichte deutliche Martial-Arts-Einflüsse aufweisen. Das trifft vor allem auf den Kämpfer zu, mit dem sich Reacher in der Bibliothek duelliert. Interessanterweise listet Amazon im Abspann der Folge für diese Rolle weder einen Schauspieler noch einen Stuntman. Der Autor dieser Zeilen hatte zuerst den Eindruck, dass es sich dabei um „Kickboxer“-Remake-Star Alain Moussi handelt. Dass man ihn aber für einen ungenannten Kurzauftritt bekommen hat, scheint sehr unwahrscheinlich.
Amazon
Doch egal, wer in der Szene zu sehen war: Sie zählt zu den Action-Highlights der ersten drei Episoden und teilt eine Gemeinsamkeit mit anderen Passagen, etwa dem darauffolgenden Kampf im Hotelzimmer. Reacher muss in all diesen Szenen auch viel einstecken. Wir freuen uns auf die kommenden Episoden. Nach dem Auftakt mit drei Folgen geht es nun im wöchentlichen Rhythmus weiter. Am 19. August gibt es die nächste Episode.
Bis zum 16. September folgt dann weiter reichlich „Reacher“-Action auf Amazon Prime Video. Und selbst mit dem Finale ist mit dem Universum noch nicht Schluss. Denn am Tag der letzten Episode der vierten Staffel der Hauptserie mit Alan Ritchson startet auch die eigene Spin-off-Serie rund um Frances Neagley (Maria Sten). Alle acht Folgen von „Neagley“ sollen dabei auf einen Schlag veröffentlicht werden. Nachfolgend haben wir auch einen Trailer für euch:
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