Wenn es heute Abend zwischen 19.00 und 20.30 Uhr in Deutschland zur ersten Sonnenfinsternis seit 1999 kommt, dürften sich viele Schaulustige im Freien tummeln, um einen Blick auf das Naturschauspiel zu werfen. Wichtig ist dabei allerdings, eine entsprechende Brille aufzusetzen, um keine bleibenden Augenschäden zu riskieren. Wer es lieber etwas vorsichtiger angehen lassen, aber dennoch in den Genuss einer eindrucksvollen Sonnenfinsternis kommen will, kann unter anderem auf einen der besten Action- und Abenteuerfilme aller Zeiten ausweichen ...
... den wir euch aus gegebenem Anlass heute empfehlen wollen: „Apocalypto“ von Mel Gibson! Das Maya-Spektakel, das komplett in der Sprache der Ureinwohner Mittelamerikas gedreht und konsequenterweise auch nie synchronisiert wurde, zählt nicht nur für den Autor dieses Artikels zu den mitreißendsten und auch bildgewaltigsten Filmen seit der Jahrtausendwende – und steht aktuell unter anderem bei Amazon Prime Video als Stream zur Verfügung:
Ihr könnt den außergewöhnlichen Blockbuster wahlweise kostenpflichtig leihen/kaufen oder einfach mit dem Channel Lionsgate+, den ihr gratis testen könnt, streamen – und so beispielsweise heute Abend nicht nur unter freiem Himmel, sondern auch auf euren Fernsehbildschirmen die demonstrative Macht eines sich verdunkelnden Himmels in ihrer vollen Pracht erleben.
"Apocalypto" und die Macht der Sonnenfinsternis
In „Apocalypto“ schildert Mel Gibson den Anfang vom Ende einer ganzen Zivilisation – und begleitet dabei den Maya Pranke des Jaguars (Rudy Youngblood), dessen Dorf eines Tages brutal überfallen wird. Während ein großer Teil seiner Mitmenschen kaltblütig ermordet wird, gelingt es Pranke des Jaguars allerdings, seine hochschwangere Frau und seinen kleinen Sohn in einem Erdloch zu verstecken – bevor er schließlich von den Angreifern gefesselt und entführt wird.
Quer durch den Dschungel verschleppt, droht ihm im besten Fall ein Sklavendasein, im schlimmsten Fall eine öffentliche Hinrichtung. Doch Pranke des Jaguars hat andere Pläne: Er will um jeden Preis die Flucht ergreifen, um seine festsitzende Familie zu befreien, die in dem Erdloch um ihr Leben bangt...
Achtung, es folgen Spoiler zu „Apocalypto“!
Tatsächlich wird Pranke des Jaguars am Ende auserkoren, um auf der Spitze einer Pyramide feierlich geopfert zu werden. Er wird markiert, auf dem Opfertisch platziert und von dem Hohepriester in die Welt der Toten entsandt. Sein Schicksal scheint besiegelt – und wird von Gibson geradezu majestätisch in Szene gesetzt. Doch dann kommt es zur Sonnenfinsternis – die alles ändert.
Das Ereignis lässt die tobende Menge in Ehrfurcht erstarren, die die Verdunkelung des Himmels als Zeichen der Götter versteht, dass nun genug Blut vergossen wurde. Zumindest fürs Erste. Also wird Pranke des Jaguars zunächst verschont, woraufhin ihm in weiterer Folge die Flucht ermöglicht wird – und seine Helden-Odyssee eine völlig neue Dynamik entwickelt.
Am Ende erwartet euch hier ein einzigartiges (und einzigartig-imposantes) Ereignis, dem ihr unbedingt eine Chance geben solltet, selbst wenn ihr ansonsten allergisch auf das Lesen von Untertiteln reagiert. „Apocalypto“ ist ein Musterbeispiel für in vielerlei Hinsicht kompromissloses und konsequentes Kino, mit dem eine gewaltige Vision ebenso gewaltig – und letztlich auch authentisch – realisiert wurde, wie man es nur ganz, ganz selten erlebt.
Welche Änderung Mel Gibson in seiner demnächst ins Haus stehenden „Die Passion Christi“-Fortsetzung für das Publikum bereithält, erfahrt ihr derweil im nachfolgenden Artikel.
"Die Leute würden es nicht mögen": Darum hat Mel Gibson in seiner Skandalfilm-Fortsetzung ein wichtiges Detail geändert*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.