Heute im TV: Diese Superstar-Fortsetzung zu einem düsteren Fantasy-Märchen spielte $491 Mio. ein!

Ist sie eine Bösewichtin oder doch eine Heldin? Bei Angelina Jolies an den Kinokassen erfolgreichster Rolle kann man sich nie ganz sicher sein. Das macht natürlich einen großen Teil des Reizes der Filme um die düstere Märchengestalt Maleficent aus.

Als „Maleficent - Die dunkle Fee“ 2014 in die Kinos kam, entwickelte sich der Film zu einem wahren Superhit – was offenbar sogar die Disney-Studios selbst ein wenig überraschte. Satte 760 Millionen Dollar Einnahmen generierte die düstere Neu-Interpretation der „Dornröschen“-Story weltweit an den Kinokassen. Kein Wunder also, dass ein Sequel her musste.

2019 startete „Maleficent 2 - Mächte der Finsternis“ auf den Leinwänden. Die wieder mit Superstar Angelina Jolie („Mr. and Mrs. Smith“) in der ambivalenten Titelrolle aufwartende Fortsetzung konnte nicht ganz so viel Geld einspielen, avancierte mit 491 Millionen Dollar am Box-Office aber ebenfalls zu einem Riesenerfolg. Zur Primetime könnt ihr das Werk im Free-TV sehen:

„Maleficent 2 - Mächte der Finsternis“ läuft am heutigen 22. August 2026 um 20.15 Uhr auf ProSieben. Eine Wiederholung folgt noch in derselben Nacht um 0.40 Uhr. Alternativ könnt ihr den FSK-12-Titel aktuell ohne Aufpreis im Rahmen eures Flatrate-Abos bei Disney+ streamen. Wer kein Abo hat und bereit ist, ein paar Euro zu investieren, kann auch auf (4K-)Blu-ray und DVD* oder ein Video-on-Demand zum Kaufen und Leihen* ausweichen:

"Maleficent 2": Das ist die Story

Nachdem Aurora (Elle Fanning aus „Like A Complete Unknown“) zur Königin der Moore gekrönt wurde, scheint zunächst alles friedlich im Feenreich. Doch dann macht ihr ihr Jugendfreund Prinz Phillip (Harris Dickinson, „Babygirl“) einen Heiratsantrag – was Auroras Beschützerin Maleficent (Angelina Jolie) so gar nicht gefällt. Um ihr offenbar schwer verliebtes Patenkind nicht zu enttäuschen und den Frieden mit dem benachbarten Königreich nicht zu gefährden, ist die Fee dennoch bereit, der Beziehung zumindest eine Chance zu geben.

Etwas widerwillig begleitet sie Aurora aufs Schloss von Phillips Eltern zu einem Bankett, das die Feindschaft zwischen den Menschen von Ulstead und den Fabelwesen des Feenreichs endgültig beenden soll. Doch Auroras künftige Schwiegermutter, Königin Ingrith (Michelle Pfeiffer, „Die fabelhaften Baker Boys“), hat einen fiesen Plan. Sie will Auroras Heimat auslöschen und die Macht im eigenen Reich an sich reißen. So steht Maleficent und ihrem Schützling ein Krieg bevor, der alles zerstören könnte, was sie gemeinsam aufgebaut haben …

Maleficent 2: Mächte der Finsternis
Maleficent 2: Mächte der Finsternis
Starttermin 16. Oktober 2019 | 1 Std. 59 Min.
Von Joachim Rønning
Mit Angelina Jolie, Elle Fanning, Harris Dickinson
Pressekritiken
2,0
User-Wertung
3,8
Filmstarts
3,0
Auf Disney+ streamen

Wie gut ist "Maleficent 2"?

Wer „Maleficent“ mochte, sollte auch an der Fortsetzung viel Freude haben. Denn ebenso wie sein Vorgänger wurde „Maleficent 2 - Mächte der Finsternis“ im Rahmen seiner FILMSTARTS-Kritik mit soliden 3 von 5 möglichen Sternen bedacht. Im Fazit heißt es vielversprechend: „‚Maleficent 2‘ ist ein groß gedachtes Fantasy-Spektakel, das sich mit spannenden neuen Ideen gekonnt von seiner Märchen-Vorlage trennt.“ Und das, obwohl es einen Wechsel auf dem Regiestuhl gab. Anstelle von Robert Stromberg hatte nun Joachim Rønning („Kon-Tiki“) künstlerisch das Sagen.

Dass er Blockbusterkino kann, hatte der Norweger zuvor bereits bei der Inszenierung von „Pirates Of The Caribbean 5: Salazars Rache“ gezeigt. Und so ließ Disney ihn weiter walten, als sich abzeichnete, dass das Sequel noch einmal um einiges düsterer werden würde. Das liegt vor allem an Michelle Pfeiffers Figur, die mit ihren grausamen Plänen und rücksichtslosen Versuchen, diese umzusetzen, ziemlich sinister bis geradezu angsteinflößend daherkommt.

Mit einem Märchen für Kinder hat das Ganze tatsächlich nur wenig gemein. Wo „Maleficent“ in Deutschland noch für die Kinoauswertung um knapp eine Minute geschnitten wurde, um eine FSK-6-Freigabe zu erreichen, hätte man dafür im zweiten Teil wohl sehr viel mehr weglassen müssen. Das wäre der übergreifenden Stimmung des Werkes aber nicht gerecht geworden. Und so kam der Fantasy-Blockbuster mit krachendem Bombast-Finale ungekürzt mit einem gerade für ein Projekt aus dem Hause Disney doch eher ungewöhnlichen „Ab 12 Jahren“-Vermerk auf den Postern in die Kinos.

Obwohl die Herstellungskosten dieses Mal etwas geringer waren, schaffte es Rønning, visuell noch einmal zuzulegen. Speziell das Feenreich wurde mit all seinen Tieren, Gewächsen und Fabelwesen um einiges aufwendiger gestaltet. Das macht Spaß, weil man bei all der Farbenpracht gar nicht weiß, wo man zuerst hinschauen soll, und selbst bei wiederholter Sichtung immer neue Details entdeckt. Gleiches gilt für die wunderbar aufwendig gestalteten Kostüme und Kulissen. Wie beim ersten Teil ist auch hier alles so liebevoll gemacht, dass die Bilder und die märchenhafte Atmosphäre über manche erzählerische Schwäche hinwegtrösten.

Ein Meisterwerk solltet ihr dennoch nicht erwarten. Denn speziell zum Ende übertreiben es die Macher*innen mit den Spezialeffekten. „Maleficent 2“ fährt in seinem fulminanten Showdown die ganz großen Action-Geschütze auf und mutiert zu einer wilden Materialschlacht. Bei diesem überladenen CGI-Gewitter bekommt man als Zuschauer*in irgendwann zwangsläufig das Gefühl, in einem konfusen Computerspiel gelandet zu sein. Hier wäre definitiv weniger mehr gewesen.

Wer danach Lust haben sollte, eine der Hauptinspirationsquellen für die „Maleficent“-Saga zu sehen, wird ebenfalls im Abo auf Disney+ fündig. Der Zeichentrick „Dornröschen und der Prinz“ aus dem Jahre 1959 ist zum „Runterkommen“ nach dem eben beschriebenen Finale wirklich zu empfehlen.

Zum Abschluss haben wir hier noch ein Video mit exklusiven Interviews, die FILMSTARTS mit dem Regisseur und seinem Cast zum Kinostart geführt hat:

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Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kube ist seit den 1990ern als Journalist/Kritiker in Sachen Film, TV, Musik, Literatur & Technik tätig. Für FILMSTARTS schreibt er seit 2018.
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