Regisseur Gilles de Maistre hat sich auf Familienabenteuer spezialisiert, die von einer tiefen Verbindung zwischen Mensch, Flora und Fauna erzählen. Und zu diesem Zweck fängt er Freundschaften zwischen jungen, menschlichen Hauptfiguren und nicht-domestizierten Tieren ein, die vor Drehbeginn in einem langwierigen Prozess ermöglicht wurden.
Mit dieser Methodik brachte er zum Beispiel „Mia und der weiße Löwe“ sowie „Ella und der schwarze Jaguar“ in die Kinos. In seinem neusten Streich führt er das Publikum in die weitläufige, imposante Wüstenkulisse der Sahara und erweckt so alte Legenden der Nomadenvölker zum filmischen Leben. Und ab sofort ist „Die Legende des Wüstenkindes“ im Heimkino erhältlich.
Darum geht es in "Die Legende des Wüstenkindes"
Sun (Neige De Maistre) ist 14 Jahre alt und hat bereits ein erfolgreiches Buch veröffentlicht. Es basiert auf einer Geschichte, die ihr verstorbener Großvater ihr einst als Gutenachtgeschichte erzählte. Es ist die Legende eines Jungen namens Hadara (Nahel Tran), der im Zuge eines verheerenden Sandsturms von seiner Karawane getrennt wurde, woraufhin ihn Strauße gerettet haben.
In der unwirtlichen Weite der Sahara wächst er anschließend nur von seinem treusten Gefährten begleitet auf, einem jungen Wüstenfuchs. Als Sun selbst in die Wüste reist und dort die gleichaltrige Kharouba (Moun Ghazali) kennenlernt, merkt sie bald, dass hinter der Legende rund um Hadara mehr steckt, als ihr Großvater es sich hat anmerken lassen...
Für die unverkrampfte, zutrauliche Interaktion zwischen Mensch und Tier, die es in „Die Legende des Wüstenkindes“ zu bestaunen gibt, war die mittlerweile verstorbene Tiertrainerin Muriel Bec verantwortlich. Wie bei den Filmen von Gilles de Maistre üblich, wurde im Vorfeld viel Zeit investiert, um die Tiere an die Dreh-Umstände zu gewöhnen und mit dem menschlichen Cast vertraut zu machen.
„Achtsamkeit wurde also großgeschrieben. Das ist zu begrüßen, schützt den Film allerdings nicht vor einigen arg pathetischen Anwandlungen und anderen Ausrutschern“, urteilt FILMSTARTS-Autor Jörg Brandes in seiner 2,5-Sterne-Kritik des Familienfilms. Er führt fort: „Die Wüstenkulisse ist höchst eindrucksvoll. Gleichwohl kippen einige Bilder von Kameramann Vincent van Gelder schon hart in Richtung Kitsch. Eine Grenze, vor deren Überschreiten der Score von Armand Amar ebenfalls nur selten Halt macht.“
Im Fazit fasst er zusammen: „Bildstarke, am Ende durchaus anrührende Coming-of-Age-Story mit sehenswerten Tier-Mensch-Interaktionen. Allerdings hat 'Die Legende des Wüstenkindes'“ auch mit Pathos, Kitsch und Klischees zu kämpfen.“
Und wenn ihr euch nach einem Mensch-und-Tier-Abenteuer vor einer kühleren Naturkulisse sehnt, befolgt doch auch diesen Streaming-Tipp:
Heute Abend streamen: Ein aufregendes, schönes Abenteuer vor starker Naturkulisse*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.