„The Dark Knight“- und „Interstellar“-Mastermind Christopher Nolan hat mit „Die Odyssee“ (Originaltitel: „The Odyssey“), seiner Neuverfilmung eines der ältesten noch erhaltenen Bücher der Menschheitsgeschichte, einen globalen Mega-Hit gelandet. Mehr als 1,35 Milliarden Dollar spülte das Action- und Fantasy-Spektakel mit Matt Damon in der Hauptrolle bisher in die Kassen der Kinobetreiber*innen.
Wo solche Erfolge gefeiert werden, gibt es natürlich Trittbrettfahrer. Bereits im Mai dieses Jahres berichteten wir euch davon, dass das berühmt-berüchtigte Indie-Studio The Asylum natürlich auch zu „Die Odyssee“ aktiv werden und einen seiner von Freund*innen der gepflegten Filmkunst gefürchteten, von Trash-Fans allerdings jeweils mit Freude erwarteten Mockbuster an den Start bringen würde.
Und da bei einem fast 3.000 Jahre alten Buch kein Copyright mehr besteht, dürfen sie den Film in den USA sogar ganz frech ebenfalls „The Odyssey“ nennen. Ob er in Deutschland dann auch als „Die Odyssee“ herauskommt, ist noch nicht klar. Um die von The Asylum natürlich gewollten Verwechslungen zu minimieren, haben wir von FILMSTARTS uns entschieden, den Film in unserer Datenbank vorerst unter dem Titel „The Asylum’s The Odyssey“ zu führen.
In Nordamerika läuft der Streifen aktuell in einigen ausgewählten Kinos, ist aber auch bereits als Video-on-Demand zu haben. Über einen wie auch immer gearteten hiesigen Erscheinungstermin von „The Asylum’s The Odyssey“ gibt es derzeit noch keine Informationen.
Die Regie von „The Asylum’s The Odyssey“ übernahm der seit einiger Zeit in Los Angeles lebende und arbeitende Nürnberger Marcel Walz, der im Mockbuster-Sujet mittlerweile ein echter Experte ist. So hat er in den letzten zwölf Monaten schon Billig-Rip-offs zu mit gigantischem Budget angefertigten Hollywood-Projekten wie „Masters Of The Universe“ und „Anaconda“ inszeniert.
Aktuell geht in Nordamerika gerade „Insidious Possession“, die Walz-Version des neuen Horrorschockers „Insidious 6: Out Of The Further“, an den Start. Bei all diesen Filmen greift der Franke offenbar ganz schamlos auf ausführliche Hilfe von mit künstlicher Intelligenz kreierten Bildern zurück. Wie mies und unecht das Ergebnis dann ausschaut, seht ihr im oben eingebundenen Trailer. Und das dürften wohl die noch am „besten“ aussehenden Momente des Streifens sein.
Auch in Bezug auf die Darstellungen wird hier anscheinend gerade einmal Amateur-Niveau geboten. Wie für The-Asylum-Produktionen üblich, gibt es keine Stars, sondern fast ausschließlich Akteur*innen, die allein in Werken wie diesem auftreten. Auf der Besetzungsliste steht nur ein einziger etwas etablierterer Name, mit dem dann auf den Postern und DVD-Covern geworben wird. Dabei handelt es sich um Dominic Keating. Der als Waffenoffizier Malcolm Reed in „Star Trek: Enterprise“ weltbekannt gewordene Brite spielt die Rolle, die bei Nolan von Robert Pattinson verkörpert wird, und ist mittlerweile regelmäßig in Marcel Walz’ Arbeiten zu sehen. Ein tiefer Fall für einen Mann, der noch vor ein paar Jahren in „Greyhound“ mit Tom Hanks arbeitete oder bei „Der Hobbit“ für Peter Jackson vor der Kamera stand.
Wer sich die Zeit bis zum Erscheinen von Christopher Nolans Mega-Blockbuster fürs Heimkino etwas sinnvoller vertreiben möchte, sollte vielleicht doch lieber die antike Vorlage lesen, anstatt auf „The Asylum’s The Odyssey“ zu warten. „Die Odyssee“ vom antiken Schriftsteller-Titan Homer ist natürlich auch in deutscher Übersetzung in verschiedenen Konfigurationen und Formaten (gedruckt, digital oder als Hörbuch) zu haben.
"The Asylum’s The Odyssey": Das ist die Story
Nach dem langen und brutalen, aber siegreich geführten Krieg um Troja will Odysseus (Myrom Kingery), der König von Ithaka, nichts anderes mehr, als heimzukehren. Denn dort warten seine ihn innig liebende Frau Penelope (Morgan Flanagan) und sein mittlerweile erwachsener Sohn Telemachus (Patrick Joseph Byrnes) händeringend auf ihn.
Doch der Heimweg gestaltet sich alles andere als einfach. Odysseus und seine Männer sehen sich auf ihrer Reise unter anderem ebenso rätselhaften wie tödlichen Naturphänomenen, lockenden Sirenen und gigantischen Monstern auf See und an Land ausgesetzt …
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Nolans „Die Odyssee“ bricht Rekorde an allen Fronten. Der neueste davon ist besonders beeindruckend:
Sogar "Deadpool" verneigt sich vor "Die Odyssee": Christopher Nolans Fantasy-Epos ist jetzt der unangefochtene Spitzenreiter*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.