Wenn eine neue Serienstaffel erscheint, beginnt unter Fans früher oder später dieselbe Diskussion: Ist sie besser oder schlechter als die vorherige Season? Bei „Reacher“ wurden solche Gespräche bislang aber schnell im Keim erstickt. Auch die zweite und die dritte Staffel haben ihre Anhänger*innen, aber das Gros der Fangemeine war sich einig: Die Auftaktstory ist unerreichbar. Nichts kommt auch nur annähernd an die Verschwörung in Margrave samt Reachers Chemie mit Roscoe (Willa Fitzgerald) heran. Doch jetzt gibt es überraschend ernsthafte Konkurrenz.
Nachdem mittlerweile die Hälfte der vierten Staffel ausgestrahlt wurde, häufen sich im großen „Reacher“-Subreddit die Beiträge von Zuschauer*innen, die die neuen Episoden bereits auf Augenhöhe mit dem ersten Abenteuer sehen. Und nicht wenige sind der Ansicht, dass es dieses sogar übertreffen wird.
Noch ist Staffel 1 "unerreicht", doch Staffel 4 kommt bereits gefährlich nah
Ein aktueller, viel beachteter Reddit-Thread mit dutzenden Antworten trägt gleich die These im Titel, dass die vierte Staffel den Auftakt noch übertreffen könnte. Der Verfasser erklärt zwar, dass die erste Staffel „einzigartig“ war, die vierte Season sei bisher aber einfach „absolut verrückt“. Er vermutet bereits, dass die vierte Staffel in seinem Ranking am Ende vor der ersten landen wird.
Im Thread halten zwar viele andere Fans dagegen, dass Margrave einfach weiterhin einen besonderen Platz für sie habe. Doch viele teilen die Ansicht, dass die neue Geschichte sehr gute Chancen habe, dazu aufzuschließen. Dass das Thema die „Reacher“-Fans umtreibt, zeigen weitere Diskussionen dieser Art. Immer wieder heißt es, die erste Staffel bleibe unerreicht auf Platz 1. Doch gleichzeitig folgt der Hinweis, sie sei dicht gefolgt von der neuen vierten Staffel, die gefährlich nah herankomme.
Nur so kann die vierte Staffel den Auftakt erreichen
Der bereits von uns zitierte Reddit-Thread liefert auch eine Übersicht der IMDb-Bewertungen für alle Episoden, um zu zeigen, dass die neuen Folgen hier besser bewertet sind als jene der Auftaktstaffel. Allerdings müssen wir das leicht einschränken. Oft fallen erste Bewertungen euphorischer aus und sinken mit der Zeit, wenn auch diejenigen streamen, die nicht direkt am Veröffentlichungstag einschalten.
Aber vor allem zeigen die Bewertungen, was die vierte Staffel machen muss, um wirklich an die erste Season heranzureichen: ihre Qualität halten. Die zweite und dritte Staffel begannen auch mit starken Bewertungen, die gar nicht so weit unter jenen der ersten liegen. In der zweiten Hälfte fielen einige Episoden jedoch deutlich ab, während die erste Season konstant auf hohem Niveau bewertet wurde. Die zu großen Teilen in Philadelphia spielende neue Story muss also in der zweiten Hälfte so gut bleiben, wie sie in den ersten vier Folgen war.
Das bedeutet zum einen, dass die Action das bislang exzellente Niveau halten muss. Die Kämpfe sind nicht nur herausragend choreografiert, sondern Reacher ist auch keineswegs der unantastbare Zwei-Meter-Terminator, der jeden Gegner innerhalb weniger Sekunden durch eine Wand befördert. Mehrere seiner Kontrahenten sind offensichtlich trainiert und kompetent, sodass die Hauptfigur selbst regelmäßig einstecken muss. Doch gute Action allein reicht nicht, denn dann wäre die Frage nach der besten Staffel schnell geklärt. Dass die vierte Season die bislang beste Kampf-Inszenierung bietet, ist schließlich eine weit verbreitete Meinung.
Viele Fans loben aber, dass sich das Mystery-Gefühl der ersten Season wieder eingestellt hat. Wie damals in Margrave gerät Reacher diesmal in eine Situation, deren Zusammenhänge zunächst völlig unklar sind. Wer arbeitet für wen? Wem kann er vertrauen? Welche vermeintlichen Verbündeten erzählen ihm nicht die Wahrheit? Passend dazu wird auch die analytische Seite der Hauptfigur wieder stärker betont. Er beobachtet Menschen, zieht aus scheinbar nebensächlichen Details Schlüsse und versucht, ein immer komplizierter werdendes Puzzle zusammenzusetzen.
Hier ist die Halbzeit ein Wendepunkt. Nach dem großen Twist am Ende der aktuellen vierten Staffel kann man durchaus die Befürchtung haben, was jetzt noch passiert. Selbst Alan Ritchson hat sich laut eigener Aussage beim Lesen der Drehbücher gewundert: Wenn wir das jetzt schon verraten, was machen wir dann noch vier Folgen lang? Warum ihr deswegen aber keine Angst haben müsst, verraten wir euch in unserem Ende-Erklärt-Artikel zur vierten Episode:
Das Ende der neuesten "Reacher"-Episode erklärt – darum ist der große Twist gut, auch wenn er viele Fans nicht überrascht*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.