Heute erstmals im TV: Ein düsterer, klaustrophobischer Sci-Fi-Thriller mit "Vikings"-Star

Der Weltraum – unendliche Weiten: Dass es da draußen bisweilen ziemlich einsam sowie richtig gefährlich werden kann, wissen wir aus zahlreichen Kino-Abenteuern. Heute Abend seht ihr im Free-TV, ob „Rubikon“ dem Sci-Fi-Genre etwas Neues beifügt.

Es müssen nicht immer hunderte von Millionen Dollar sein. Auch mit kleinem Budget lässt sich spannende, intelligente Science-Fiction realisieren – vorausgesetzt, man bringt als Filmemacher*in das nötige Geschick, großes Engagement und vor allem gute Ideen mit. Ob die zuvor als Chef-Kamerafrau tätige Österreicherin Magdalena Lauritsch all dies für ihr Regie- und Drehbuchdebüt „Rubikon“ auffahren konnte, erlebt ihr heute zur Primetime:

Rubikon“ feiert seine deutsche Free-TV-Premiere am heutigen 29. August 2026 um 20.15 Uhr auf Tele 5. Eine Wiederholung folgt am 30. August um 18.15 Uhr. Alternativ könnt ihr den Film aktuell ohne Aufpreis im Rahmen eures Flatrate-Abos bei Amazon Prime Video streamen.

Für "Star Trek"-Fans

In den meisten Action-Abenteuern mit Astronaut*innen lauert die Gefahr im Weltraum. Bei „Rubikon“ geht diese jedoch von der Erde aus. Das ist schon mal ein interessanter Ausgangspunkt für den oft in Richtung Kammerspiel tendierenden Space-Thriller. Benannt ist der Film nach dem Fluss Rubikon im Nordosten Italiens, den Julius Caesar im Jahr 49 v. Chr. überquert haben soll. Dieses historische Ereignis ist der Ursprung der Redewendung „den Rubikon überschreiten“. Sie bezeichnet einen Punkt ohne Wiederkehr – ein Dilemma, das auch die Besatzung der Raumstation betrifft, die hier als Hauptschauplatz im Mittelpunkt steht.

„Rubikon“ ist nicht auf Tempo und/oder Action angelegt. Während es durchaus auch ein paar Spannungsmomente zu erleben gibt, ist das Ganze primär ein Stück über zwischenmenschliche Konflikte, die hauptsächlich verbal ausgetragen werden. Dennoch kann die österreichische Produktion für einen mit vergleichsweise geringem Budget (drei Millionen Euro) realisierten Streifen durchaus mit gelungenen Spezialeffekten und ansprechender Kameraarbeit aufwarten. Auch die schauspielerischen Leistungen überzeugen. Speziell der in der Ukraine geborene Israeli Mark Ivanir („Schindlers Liste“) liefert eine starke Leistung ab. Aber auch Lauritschs Landsfrau Julia Franz Richter aus „Udine“ und der aus „Vikings“ bekannte Brite George Blagden überzeugen mit intensiven Darstellungen.

Rubikon
Rubikon
Starttermin 26. Januar 2023 | 1 Std. 49 Min.
Von Magdalena Lauritsch
Mit Julia Franz Richter, George Blagden, Mark Ivanir
User-Wertung
2,9
Im Stream

Wenn ihr auf die eher dialoglastigen „Star Trek“-Episoden (speziell in „The Next Generation“ und „Deep Space Nine“) steht, in denen die Crew sich vor allem mit philosophischen Problemen beziehungsweise moralischen Zwickmühlen konfrontiert sieht, dürfte „Rubikon“ euch ebenfalls ansprechen. Was das Ganze interessant macht, ist der Fakt, dass die Figuren einander nie wirklich vertrauen können. Niemand weiß, was der/die andere letztlich im Schilde führt und in wessen Interesse gehandelt wird.

Die Story von Magdalena Lauritsch und ihrer Co-Autorin Jessica Lind („Little Joe“) mag auf den ersten Blick etwas dünn erscheinen. Es sollte euch aber nicht verwundern, wenn ihr in den nächsten Tagen dennoch mehrfach über die Fragen, die sie aufwirft, nachdenkt.

Das ist die Story von "Rubikon"

2056: Die Erde liegt in den letzten Zügen. Sauerstoffkuppeln schützen diejenigen Menschen, die es sich leisten können, vor der immer giftiger werdenden Atmosphäre. Die bei der Nibra Corporation angestellten Astronaut*innen Commander Hannah Wagner (Julia Franz Richter) und Dr. Gavin Abbott (George Blagden) treffen neu auf der Raumstation Rubikon ein. Dort sollen sie einen Teil der bisherigen Crew ersetzen und Reparaturen an der Außenhülle vornehmen.

Doch kaum haben sich die Neuankömmlinge etwas eingelebt, sehen sie, wie sich unten auf der Erde eine Katastrophe ereignet: Ein brauner, offenbar giftiger Nebel beginnt, den kompletten Planeten einzuhüllen. Als sie einen Funkspruch von einer kleinen Gruppe Überlebender in einem Bunker unten auf dem Planeten empfängt, muss sich die Besatzung entscheiden: Soll sie ihr eigenes Leben riskieren, um nach diesen Menschen zu suchen, oder auf der zumindest vorläufig sicheren Station ausharren und weitere Entwicklungen abwarten?

Ein ziemlich anderes Science-Fiction-Abenteuer erwartet euch demnächst im Kino. Im folgenden Artikel erfahrt ihr mehr über einen der vielversprechendsten Genre-Beiträge des Jahres:

Sci-Fi-Monster, Zerstörungs-Action & Superstars: Neuer deutscher Trailer zu "Hope" – eine "absolute Blockbuster-Sensation"!

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Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kube taucht gern in immersive Zukunftswelten ein. Neben seiner Jugendliebe, dem "Star Trek"-Franchise, ist er u. a. von "Alien", "Solaris", "Ex Machina", "Children Of Men", "District 9", "Arrival", "Interstellar", "Sunshine" sowie natürlich "Dune" fasziniert.
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