Wie gestern berichtet wurde, hat der US-Verleih Focus Features wenige Wochen vor Kinostart des von „Bourne”-Regisseur Paul Greengrass inszenierten Historien-Dramas „The Uprising” eine Kursänderung im Marketing dazu vorgenommen. In diversen Posts und Clips auf den amerikanischen Social-Media-Kanälen des Films war plötzlich von der Enstehungsgeschichte von Robin Hood die Rede, ebenso wie der neue Beititel „The Rise of Robin Hood”.
24 Stunden später ruderte Focus wieder zurück und veröffentlichte den neuen Trailer unter dem regulären Titel. Der britische Verleih Entertainment Film Distributors, der den Film im Vereinigten Königreich und Irland in die Kinos bringt, dementierte Metro News gegenüber, dass es bei „The Uprising” um Robin Hood gehen soll und betont, dass die englische Marketingkampagne keinerlei Bezug dazu herstellt.
„,The Uprising' ist ein historisches Epos über den Bauernaufstand von 1381, nicht über Robin Hood,” heißt es in deren Statement. „Marketingmaterialien aus anderen Ländern, die [...] auf Robin Hood verweisen, wurden weder von uns veröffentlicht, noch von uns genehmigt.”
Wie kommt es zu dieser Zeitungsente?
Die Bauernrevolte, die der Film behandelt, ist die größte Volkserhebung der englischen Geschichte und damit ein fester Bestandteil historischer Bildung in vielen europäischen Ländern. In den USA hingegen dürften die Ereignisse rund um die gewaltsamen Proteste gegen die Steuereintreiber des 14-jährigen Königs Richard II. deutlich weniger bekannt sein.
Da Robin Hood keine echte historische Figur, sondern ein aus der englischen Folklore hervorgegangener Sagenheld ist, lässt sich nicht eindeutig feststellen, welche realen Personen oder Ereignisse ihn inspiriert haben könnten. Dennoch greift es zu kurz, die Entstehung der Robin-Hood-Figur mit der historischen Aufarbeitung der Bauernaufstände gleichzusetzen. Zumal „The Uprising” dies auch zu keiner Zeit behauptet.
Garfields Figur hat keinen "richtigen" Namen
Andrew Garfields Figur im Film heißt Ploughman (Pflüger), er begreift sich als Landarbeiter, der um seine Familie trauert und um seine letzten verbliebenen Rechte einsteht. An Garfields Seite spielen Jamie Bell (dieses Jahr bereits mit „Rosebush Pruning” im Kino und „Half Man” im Streaming vertreten), Tom Hollander („Fluch der Karibik”) und Thomasin McKenzie („Last Night in Soho”) bedeutende Rollen.
Kaum zu glauben, aber Andrew Garfield hat dieses Jahr bereits einen Kinoauftritt hingelegt, allerdings dürften die meisten von euch diesen Film übersehen haben:
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