„Josephine“ erlebte seine Weltpremiere im Januar 2026 im Rahmen des renommierten Sundance Festivals in Utah. Dabei konnte der Film sowohl den Jury- als auch den Publikumspreis für das beste Drama im Wettbewerb einheimsen. Einen Monat später kam es im Programm der Berlinale zur ersten öffentlichen Aufführung in Europa.
Die im Nachgang beider Festivals generierten Rezensionen waren in überwältigender Zahl begeistert. Auf Rotten Tomatoes, der wohl wichtigsten US-Sammelseite für professionelle Filmkritiken, kommt „Josephine“ auf einen fabelhaften Quotienten von 97 Prozent positiver Besprechungen (Stand: 27. August 2026). Die Kritiker*innen feiern dabei nahezu durch die Bank den Cast um Channing Tatum, Gemma Chan („Captain Marvel“, „Crazy Rich“) und die junge Newcomerin Mason Lily Reeves. Aber auch die Inszenierung und das Drehbuch von Beth de Araújo („Soft & Quiet“) werden immer wieder lobend hervorgehoben.
In Nordamerika sowie in Großbritannien wird der Film am 20. November 2026 regulär in den Kinos starten. Über einen deutschen Erscheinungstermin von „Josephine“ gibt es indes noch keine gesicherten Informationen.
Unser Redakteur Michael Bendix nutzte die Gelegenheit, sich im Februar in Berlin „Josephine“ anzuschauen. Dabei kam er interessanterweise zu einer ganz anderen Meinung als die allermeisten Kolleg*innen, wie ihr in der FILMSTARTS-Kritik lesen könnt.
"Josephine": Das ist die Story
San Francisco: Wie jeden Sonntagmorgen nimmt Damien (Channing Tatum) seine achtjährige Tochter Josephine (Mason Lily Reeves) mit in den Golden Gate Park zum Joggen. Doch dieses Mal wird alles ganz anders. Denn Josephine läuft ihrem Vater im Spiel davon und versteckt sich in einem etwas abgelegenen Gestrüpp. Von dort aus beobachtet sie dann eine junge Frau (Syra McCarthy), die eine öffentliche Toilette betritt. Nur wenige Sekunden später folgt ihr ein Mann (Philip Ettinger). Josephine hört Schreie, dann muss sie erleben, wie der Mann die Frau aus dem kleinen Gebäude herauszerrt und sie brutal vergewaltigt.
Zeugin dieses Verbrechens geworden zu sein, erschüttert die Kleine nachhaltig. Als Reaktion auf das Erlebte greift sie im schulischen Umfeld selbst immer häufiger zu Gewalt. Die Folgen des Traumas wirken sich aber auch auf das Familienleben aus und stellen ihre Eltern vor immense Herausforderungen. Getrieben von dem Wunsch nach Gerechtigkeit, aber auch aus Sorge um das Wohlergehen ihres Kindes, muss das Paar abwägen, was die richtigen Schritte sind, um Josephine wieder ein Gefühl von Sicherheit zu geben. Dabei verfolgen Mutter Claire (Gemma Chan) und Vater Damien zunächst allerdings komplett konträre Ansätze …
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