Marvel-Überraschung beim "X-Men"-Reboot: Diese Besetzung hat so wohl niemand kommen sehen

Es geht wieder bergauf mit dem MCU – und Kevin Feige scheint diesen Rückenwind direkt zu nutzen, um seinem Mega-Franchise endlich tatsächlich neue, frische Impulse zu verleihen. Mit „Black Panther 3“ sowie nun auch mit dem „X-Men“-Reboot.

Disney und seine verbundenen Unternehmen

Nachdem das MCU großen Anteil daran hatte, dass Comic-Verfilmungen in den vergangenen 20 Jahren zu den ultimativen Publikumsmagneten im Kino avancierten, machte sich nach einer Weile doch so etwas wie „Superheldenmüdigkeit“ breit. Marvel und Co. feuerten unermüdlich aus allen Rohren, bis es irgendwann – zwangsläufig – zu einer Übersättigung kam. Die Folge: Die Euphorie um Marken wie das Marvel Cinematic Universe ließ stark nach. Und das wirkte sich bald auch auf die Einspielergebnisse aus.

Man musste sich etwas einfallen lassen. Also fasste man den Entschluss, künftig verstärkt auf Qualität anstatt Quantität zu setzen. Und die Rechnung ging auf. Aktuelle Marvel-Filme wie etwa „The Fantastic Four: First Steps“ oder „Thunderbolts*“ kamen sowohl bei der Fachpresse sowie vor allem auch beim Publikum wieder besser an, mit „Deadpool & Wolverine“ und aktuell „Spider-Man: Brand New Day“ gelangen zudem wieder zu Milliarden-Hits am Box Office – die die Reihe wieder auf Kurs brachten. Und jetzt scheint Kevin Feige tatsächlich Wort halten zu wollen – und dem Kino-Kosmos rund um Iron Man und Co. neue Impulse zu versetzen, die sich auch tatsächlich frisch und anders anfühlen.

"X-Men": Arthouse-Kameramann übernimmt Marvel-Reboot

Wie kürzlich bestätigt wurde, wird „Black Panther 3“ in 70mm gedreht werden – und damit völlig neue Wege gehen. Schließlich werden die MCU-Filme wie die meisten Blockbuster digital gedreht (Ausnahmen wie Christopher Nolans „Die Odyssee“ bestätigen die Regel). Das dritte Wakanda-Abenteuer wird sich optisch damit erheblich von den bisherigen Kapiteln der Reihe abheben – und damit sicherlich einen Mehrwert bieten. Dass Regisseur Ryan Coogler das Format beherrscht, stellte dieser zuletzt ja auch schon mit seinem Horror-Hit „Blood & Sinners“ eindrucksvoll unter Beweis.

Und nun scheint es, als dürfte auch der „X-Men“-Reboot (Kinostart: 3. Mai 2028) visuell neues Terrain betreten. Denn wie Pat Scola jetzt auf seiner Homepage verriet, wird er die Kamera bei dem Mutanten-Revival führen – und das ist eine durchaus ungewöhnliche Besetzung, für die sich die Verantwortlichen aber sicher nicht ohne Grund entschieden haben.

Der größte Film, bei dem der Amerikaner bislang als Kameramann fungierte, war „A Quiet Place: Tag Eins“. Tatsächlich ist Scola eher dafür bekannt, sich im Arthouse-Sujet zu bewegen – und Filmen wie „Sing Sing“, „Lurker“ oder „The Death Of Robin Hood“ einen geerdeten (und ja, hier und da fast schon erdigen) Look aufzudrücken. Seine naturalistischen Bilder stehen im starken Kontrast zur kunterbunten Marvel-Optik, die im Laufe der Jahre zwar immer wieder etwas umgemodelt wurde, um düsterer zu erscheinen. Die Bilder, für die Pat Scola bekannt ist, sind dann aber doch noch einmal ganz andere, wie auch der Trailer zu „Pig“ deutlich macht:

Passend ist die Wahl des Kameramanns insofern, als dass auch die Besetzung vor der Kamera aus einer Reihe von Stars besteht, die vor allem mit düsterem Genre-Kino in Verbindung gebracht werden – etwa Samara Weaving („Ready Or Not“) als Emma Frost, „Obsession“-Shootingstar Indie Navarrette als Rogue oder der aus „Possessor“ und „It Comes At Night“ bekannte Christopher Abbott als Charles Xavier. Wer sonst noch Teil des namhaften Ensembles ist, könnt ihr im folgenden Artikel nachlesen:

Der Cast von Marvels "X-Men"-Reboot steht fest: Diese Stars werden zu Professor X, Rogue, Storm & Co. – und einen Starttermin gibt es auch

Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Fasziniert und berührt werden, aber auch ein stückweit über sich selbst erfahren – darin besteht für Daniel die Magie des Kinos.
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