Heute im TV: Krasser Komödien-Kult aus den 1980ern – vom Macher eines legendären Horrorfilms!

Euch ist nach derbem Humor im 1980er-Stil? Dann läuft zur Primetime genau der richtige Film im Free-TV: „Flodder - Eine Familie zum Knutschen“, der zu einem der erfolgreichsten Werke in der niederländischen Kinohistorie avancierte.

Flodder - Eine Familie zum Knutschen“ war der Startschuss für ein echtes Comedy-Phänomen während der 1980er und 1990er. Der Streifen und seine beiden Sequels kamen sympathischerweise mal nicht über den großen Teich, sondern direkt von nebenan zu uns: aus den Niederlanden. Wer Vorliebe für die damalige Ära sowie prollig-krassen Spaß hat, darf gerne einschalten.

„Flodder - Eine Familie zum Knutschen“ läuft am heutigen 1. September 2026 um 20.15 Uhr auf Nitro. Alternativ gibt es alle drei „Flodder“-Filme in einem handlichen Blu-ray- oder DVD-Pack*. Oder ihr legt euch „Flodder“ für ein paar Euro als Video-on-Demand zu:

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Satire mit derbem Humor

Der 1986 in die niederländischen Kinos gekommene „Flodder - Eine Familie zum Knutschen“ war nicht nur in seiner Produktionsheimat ein Riesenhit, sondern bald darauf auch bei uns in Deutschland. Vielleicht spielte ja der Erfolg der fast zeitgleich erschienenen TV-Sitcom „Eine schrecklich nette Familie“ eine Rolle dabei? Jedenfalls schlossen sehr viele Menschen auf beiden Seiten der Grenze die sich anarchisch aufführenden und sich doch irgendwie clever durch den Alltag hangelnden Flodders in ihre Herzen.

Erfinder des mit „Flodder - Eine Familie zum Knutschen in Manhattan“ (1992) und „Flodder Forever“ (1995) zweimal fortgesetzten Kassenknüllers ist Dick Maas. Der 1951 in Heemstede bei Haarlem geborene Mann ist bis heute einer der größten Filmemacher der Niederlande. Neben der „Flodder“-Trilogie ist er unter anderem für die kultigen Horror-Thriller „Fahrstuhl des Grauens“ (1983) und „Verfluchtes Amsterdam“ (1988) verantwortlich. Letzterer wurde kürzlich mit dem auch hierzulande in den Kinos gestarteten „Amsterdamned II - Verfluchtes Amsterdam“ nach fast 40 Jahren erstaunlich erfolgreich fortgesetzt.

Flodder - Eine Familie zum Knutschen
Flodder - Eine Familie zum Knutschen
Starttermin 2. Juli 1987 | 1 Std. 51 Min.
Von Dick Maas
Mit Nelly Frijda, Huub Stapel, René van 't Hof
User-Wertung
3,0

Maas führte seine Idee, eine unterprivilegierte Familie in einem gehobenen Milieu anzusiedeln, mit Wonne und jeder Menge Klischees auf beiden Seiten durch. Dabei wird schonungslos auf Klamauk und freche Sprüche gesetzt, wie es in den 1980ern schwer angesagt war. Man kann „Flodder“ durchaus als bissige Gesellschaftssatire verstehen. Ebenso gültig ist aber auch die Interpretation in Richtung einer simplen Komödie mit derb-wüstem Humor.

Oder ihr macht euch gar keine tiefgreifenden Gedanken und genießt einfach nur den Wahnsinn mit der herrlich trocken agierenden, später als Politikerin im Amsterdamer Gemeinderat aktiven Nelly Frijda, Maas’ Lieblingsdarsteller Huub Stapel („Knockin’ On Heaven’s Door“) und der mit insgesamt 17 (!) Playboy-Covers in Deutschland und den Niederlanden zu einem der populärsten Sexsymbole der Ära avancierten Tatjana Šimić („Starke Zeiten“). Viel Freude dabei!

Das ist die Story von "Flodder - Eine Familie zu Knutschen"

Das ohnehin schon abbruchreife Haus der Familie Flodder grenzt an eine Mülldeponie, die so toxisch geworden ist, dass die Behörden den chaotischen Klan umsiedeln müssen. Da nichts Passendes gefunden wird, bekommen die Flodders von Sozialarbeiter Werner van Koten (Lou Landré) einen Luxus-Bungalow im Nobelviertel Sonnental zugewiesen. Die vornehmen Herrschaften sind von der Ankunft der sich alles andere als rücksichtsvoll benehmenden Bande natürlich wenig begeistert.

Doch das stört „Ma“ (Nelly Frijda) und ihre drei erwachsenen Kinder Johnnie (Huub Stapel), Klaus (René van 't Hof) und Kees (Tatjana Šimić) sowie die beiden jüngeren Tina (Nani Lehnhausen) und Holgie (Horace Cohen) samt dem im Rollstuhl sitzenden Opa (Jan Willem Hees) und Mischlingsköter Whisky kein Stück. Die Flodders machen schnell klar, dass es mit der Ruhe in der Nachbarschaft nun endgültig vorbei ist…

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Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kube ist seit den 1990ern als Journalist/Kritiker in Sachen Film, TV, Musik, Literatur & Technik tätig. Für FILMSTARTS schreibt er seit 2018.
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