Kaum ist neues Material zur kommenden „Harry Potter“-Serie da, beginnt wieder der große Vergleich mit den Filmen. Sieht Hogwarts richtig aus? Passen die neuen Darsteller*innen zu den Figuren? Ist das alles zu bunt, zu glatt oder vielleicht sogar zu ähnlich zu dem, was wir schon kennen? Auch der zweite Trailer zur HBO-Serie hat genau solche Diskussionen wieder angefacht. Dabei könnte ausgerechnet in den ersten rund 30 Sekunden etwas stecken, das für die Qualität der Neuverfilmung langfristig sehr viel entscheidender ist.
Denn wer genau hinsieht, kann erkennen, dass die Serienmacher*innen offenbar bereit sind, eine der wichtigsten erzählerischen Regeln der Buchvorlage zu brechen.
Die "Harry Potter"-Serie kann etwas, was die Bücher nicht konnten
J.K. Rowling erzählt ihre sieben „Harry Potter“-Romane bekanntlich aus einer sehr klar begrenzten Perspektive. Harry steht fast immer im Zentrum, und als Leser*innen erfahren wir in der Regel nur, was auch er erlebt, sieht oder später erzählt bekommt. Eine Serie muss sich daran allerdings nicht zwangsläufig halten. Und der neue Trailer deutet bereits an, dass HBO genau diese Freiheit nutzen könnte. Gerade die Abweichung von deren Erzählperspektive könnte sich als einer der größten Vorteile des Serienformats entpuppen.
Welche Szene im Trailer das besonders deutlich macht, welche Möglichkeiten sich daraus für Figuren und Handlungsstränge ergeben und warum darin vielleicht sogar eine der größten Chancen der gesamten Neuverfilmung steckt, erklärt euch unser neuer Video-Redakteur Alexander Gehlsdorf auf YouTube: