Mit einem geschätzten Gesamtbudget zwischen 160 und 200 Millionen Euro für alle fünf Staffeln gilt das 2017 gestartete „Babylon Berlin“ als mit Abstand teuerste deutsche Serienproduktion aller Zeiten – und das sieht man der opulent ausgestatteten und auf Kino-Niveau gefilmten Adaption der Gereon-Rath-Romane von Volker Kutscher auch zu jeder Sekunde an.
Gestemmt wurden diese Kosten in den ersten vier Seasons durch die historische Zusammenarbeit zwischen der ARD und dem Pay-TV-Sender Sky. Da Sky nach Staffel 4 jedoch die Eigenproduktion fiktionaler deutscher Serien beendet hat, stand eine weitere Fortsetzung der auch international gefeierten Geschichte der Ermittler Gereon Rath (Volker Bruch) und Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries) zwischenzeitlich auf der Kippe.
Doch letztlich hat sich die ARD dazu entschlossen, das Projekt ohne den bisherigen Partner fortzuführen, wenn auch nur für eine weitere Staffel – und genau die steht nach fast vierjähriger (!) Pause jetzt endlich in den Startlöchern. Ab dem heutigen 10. September 2026 kann die komplette fünfte und letzte Staffel von „Babylon Berlin“ gratis in der ARD Mediathek abgerufen werden. Im Fernsehen zeigt das Erste die acht Folgen dann am 19. und am 25. September jeweils im Viererpack.
Hitlers Aufstieg zur Macht: So geht "Babylon Berlin" zu Ende
Die finale „Babylon Berlin“-Staffel basiert auf „Märzgefallene“, dem fünften Band der Romanvorlage, der abermals vom eingespielten Trio aus Tom Tykwer, Achim von Borries und Hendrik Handloegten adaptiert und inszeniert wurde. Die Handlung ist dabei mittlerweile im schicksalhaften Jahr 1933 angekommen, als Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt wird.
Vor dem Hintergrund des beginnenden Terrors der SA und der Unterwanderung des Polizeiapparats, kommt es zu einer mysteriösen Serie von Morden an Weltkriegsveteranen, der Charlotte Ritter und Gereon Rath auf den Grund gehen. Dabei spielt auch eine verschwundene, hochbrisante Krankenakte eine wichtige Rolle, die Hitlers Zeit als Soldat im Ersten Weltkrieg in ein neues Licht rückt. Während die zunehmende Macht der Nationalsozialisten bald nur noch die Wahl zwischen Unterordnung, lebensgefährlichem Widerstand und Flucht zulässt, schickt sich das Duo an, den Lauf der drohenden Geschichte vielleicht doch noch zu ändern ...
Übrigens plant Tom Tykwer nach „Babylon Berlin“ bereits das nächste große Serien-Epos. Worum es sich handelt und warum es womöglich sogar noch gewaltiger werden könnte, erfahrt ihr im folgenden Artikel:
"Babylon Berlin"-Nachfolger: Tom Tykwer und Co. planen bereits das nächste Serien-Epos – und es wird noch gewaltiger*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.