„Bridgerton“, „The Buccaneers“ oder „The Gilded Age“ zeigen eindrucksvoll, dass Historien-Serien auch heute nichts von ihrer Anziehungskraft verloren haben. Der anhaltende Erfolg beruht auf einer reizvollen Mischung aus klassischem Geschichtsdrama, prachtvoller Inszenierung und opulenten Kostümen, kombiniert mit einem dichten Netz aus Intrigen, Leidenschaft und zwischenmenschlichen Konflikten, das mitunter an eine luxuriös ausgestattete Soap erinnert. Eine Serie, die dieses Erfolgsrezept bereits vor fast zwei Jahrzehnten meisterhaft nutzte, ist nun bei Amazon Prime Video verfügbar.
Die Rede ist von „Die Tudors“. Wer die Serie bei ihrer damaligen Free-TV-Premiere auf ProSieben verpasst hat, kann nun alle vier Staffeln bei Netflix nachholen. Besonders interessant ist dabei nicht nur, dass „Vikings“-Schöpfer Michael Hirst als kreativer Kopf hinter der Produktion steht. Die aufwendig inszenierte und durchaus freizügige Historien-Serie markierte zugleich den großen Durchbruch des heutigen Weltstars Henry Cavill, der darin die Rolle des Charles Brandon verkörpert.
Darum geht's in "Die Tudors"
Im Zentrum von „Die Tudors“ stehen der englische König Heinrich VIII. (Jonathan Rhys Meyers) und seine Herrschaft im England des 16. Jahrhunderts. Die Serie beleuchtet dabei sowohl die politischen Machtkämpfe seiner Regentschaft als auch seinen obsessiven Wunsch nach einem männlichen Thronfolger. Gleichzeitig rückt sie sein zunehmend konfliktreiches Verhältnis zur katholischen Kirche in den Fokus. Als der Papst die Annullierung seiner Ehe mit Katharina von Aragón (Maria Doyle Kennedy) verweigert, vollzieht Heinrich den folgenreichen Bruch mit Rom und begründet die anglikanische Staatskirche – eine Entscheidung, die die Geschichte Englands nachhaltig prägen sollte.
Darüber hinaus widmet sich die Serie intensiv dem privaten Leben des ebenso charismatischen wie unberechenbaren Herrschers. Heinrich VIII. wird als von Begierden, Machtstreben und Paranoia getriebener Monarch porträtiert, dessen zahlreiche Ehen und Affären immer wieder politische und persönliche Krisen auslösen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei seinen Beziehungen zu Anne Boleyn (Natalie Dormer) und Jane Seymour (Annabelle Wallis).
Wer also in eine historische Welt voller Leidenschaft, Machtkämpfe, Verrat und Skandale eintauchen möchte, hat nun auf Amazon Prime Video die Gelegenheit dazu. Auch wenn die Kritiken damals nicht durchweg euphorisch ausfielen, gelang es der Serie, eine große und treue Fangemeinde aufzubauen. Außerdem gilt „Die Tudors“ inzwischen als wichtiger Wegbereiter für spätere Prestigeproduktionen wie „Game Of Thrones“ oder „The Crown“, die das historische beziehungsweise höfische Drama einem breiten internationalen Publikum erneut näherbrachten.
Übrigens: Es gibt nun auch erste Bilder zur „Scooby-Doo“-Serie. Was es mit der Sache, die es noch nie in der Kult-Reihe gab, auf sich hat, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
Neue Bilder zur "Scooby-Doo"-Serie von Netflix – eine Sache gab es in über 50 Jahren der Kult-Reihe noch nieDies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.