Auch Christopher Nolan holt sich gerne Inspiration – etwa in Comics („The Dark Knight“-Trilogie), in der Geschichte („Dunkirk“, „Oppenheimer“) oder in der abendländischen Literatur („Die Odyssee“). Doch wusstet ihr, dass Christopher Nolan auch schon ein astreines Remake gedreht hat? Dieses zählt zu seinen ersten und auch unbekanntesten Werken – und dürfte nicht zuletzt aufgrund seines beeindruckenden Star-Casts um Al Pacino, Robin Williams und Hilary Swank dennoch weit mehr Menschen geläufig sein als sein norwegische Vorbild.
Die Rede ist von Erik Skjoldbjærgs „Todesschlaf“ (1997), den Nolan mit „Insomnia - Schlaflos“ (2002) adaptierte – und damit immerhin über 100 Millionen Dollar in die Kinokassen spülte. Von diesen Zahlen kann das europäische Original freilich nur träumen, was aber natürlich nicht heißt, dass der Film schlechter ist. Vielleicht übertrifft er das Remake – wie es die meisten Vorbilder von späteren Neuverfilmungen tun – ja sogar? Genau davon könnt ihr euch demnächst erstmals in HD sowie sogar auch in Ultra-HD überzeugen. Der Film feiert am 24. September sein Heimkino-Comeback und erscheint dann neu auf DVD*, vor allem feiert er aber seine Premiere auf Blu-ray* und 4K-Blu-ray*:
Verleiher Filmjuwelen spendiert dem Thriller eine limitierte Sammleredition im Mediabook – und beschert dem Film damit seinen 4K-Einstand, noch bevor Nolans ungleich größeres Pendant in dem Medium ausgewertet wurde.
"Todesschlaf": Auch das "Insomnia"-Original hat Hollywood-Flair
Auch wenn „Todesschlaf“ mit vergleichsweise wenig Geld umgesetzt wurde: Zumindest ein Hauch Traumfabrik findet sich – mittlerweile – auch darin. Denn die Hauptrolle spielt kein Geringerer als Stellan Skarsgård, der sich seitdem in Hollywoods A-Liga aufschwingen konnte. Mittlerweile kennt man den Schweden nicht nur auch aus Filmen wie „Nymphomaniac“ und „Sentimental Value“, sondern auch aus großen Kino-Blockbustern („Thor“, „Dune“) und gefeierten Serien („Chernobyl“, „Andor“).
In „Todesschlaf“ geht es in die norwegische Stadt Tromsø, wo Kommissar Jonas Engström (Stellan Skarsgård) zu den Ermittlungen in einem Mordfall hinzugezogen wird. Als Experte auf dem Gebiet soll er dafür sorgen, den Mörder eines 17-jährigen Mädchens dingfest zu machen.
Tatsächlich gelingt es ihm zunächst, dem Täter eine Falle zu stellen – doch bei einer Verfolgung im dichten Nebel kommt es schließlich zu einem tragischen Unfall kommt: Er zieht die Waffe und erschießt nicht etwa den gesuchten Mörder, sondern versehentlich seinen Kollegen Vik (Sverre Anker Ousdal)...
Same same, but different
Eines sei an dieser Stelle gesagt: Christopher Nolan hat keine plumpe 1:1-Kopie inszeniert, sondern hebt sich mit seinem Remake hier und da durchaus vom Original ab – sodass es sich durchaus lohnt, beide Filme zu schauen. Welche Version man am Ende besser findet, hängt auch ein Stück weit vom persönlichen Geschmack ab.
Während Skarsgård Ermittler unnahbar und kaltblütig agiert, ist der Mörder, dem er auf der Spur ist, ein eiskalter, einfacher Mann. Die Geschichte endet hier ebenso konsequent düster wie ambivalent. Das Hollywood-Gegenüber liefert derweil nicht nur ein klassisches psychologisches Katz-und-Maus-Spiel, sondern auch einen vergleichsweise klaren Abschluss für alle Beteiligten.
Christopher Nolan entwickelte sich seitdem zu einem einzigartigen Filmemacher, der es versteht, Anspruch und Mainstream-Unterhaltung wie kaum ein anderer in Einklang zu bringen. Zuletzt stellte er das mit „Die Odyssee“ eindrucksvoll unter Beweis, der dafür an den Kinokassen belohnt wurde. Und wie:
"Die Odyssee" schreibt Kinogeschichte: Christopher Nolans Mega-Hit bricht einen Rekord, der 11 Jahre Bestand hatte*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision.