„The Killer’s Game“ ist ein krachend-brutaler Actioner mit „Guardians Of The Galaxy 1-3“- und „Dune 1+2“-Star Dave Bautista als todkrankem Auftragskiller. VOX zeigt „The Killer’s Game“ am heutigen 24. September 2026 um 23.05 Uhr erstmals im deutschen Free-TV.
Dank des späten Ausstrahlungstermins darf der Sender den tatsächlich ziemlich heftig geratenen FSK-18-Titel ungeschnitten senden. Ob VOX dies dann auch wirklich macht, wird sich aber erst noch zeigen müssen. Wer ganz sicher gehen will, wirklich jeden Schlag, Stich und Schuss zu sehen, kann den Film ohne Aufpreis im Flatrate-Programm des Streaming-Abos von Amazon Prime Video und seit einer Weile nun auch bei RTL+* sehen.
"The Killer's Game": Das ist die Story
Elite-Profikiller Joe Flood (Dave Bautista) wird mit einer unheilbaren Krankheit diagnostiziert. Daraufhin beschließt er, nicht qualvoll sterben zu wollen, und engagiert eine ganze Reihe von Kolleg*innen, um einen Auftragsmord an sich selbst verüben zu lassen.
Als die gedungenen Killer dann aber auch seine Ex-Freundin Maize (Sofia Boutella) ins Visier nehmen, kann und will Joe dies nicht hinnehmen. So muss er sich gegen eine Armee von extrem unterschiedlichen Hitwomen und Hitmen behaupten, um die Liebe seines Lebens nicht nur zu retten, sondern sie vielleicht auch noch zurückzugewinnen, bevor es dafür zu spät ist …
30 Jahre bis zum Box-Office-Flop
„The Killer’s Game“ von „Afterburn“-Regisseur J.J. Perry basiert auf einem Roman. Autor des in der aktuell nur noch antiquarisch zu habenden deutschen Übersetzung „Killer-Parade“ betitelten Pulp-Werks ist Jay Bonansinga. Der Amerikaner ist primär für eine Reihe von Romanen aus dem „The Walking Dead“-Universum bekannt. „The Killer’s Game“ schrieb er aber bereits 1997 – also einige Jahre, bevor das Zombie-Phänomen als Comic beziehungsweise im TV in Serie ging.
Sehr schnell regte sich Interesse an einer Kino-Adaption des Stoffs und die spätere „Der Herr der Ringe“-Heimat New Line Cinema kaufte die Rechte. Für die Hauptrolle war damals der als Vampirjäger in den „Blade“-Reißern zum Superstar avancierte Wesley Snipes in Verhandlungen. Das Studio bot das Projekt nacheinander solch actionerprobten Regisseuren wie John Woo, Wolfgang Petersen, Alex Proyas und Renny Harlin an. Doch keiner von ihnen sagte zu.
2004 gingen die Verfilmungsrechte an Paramount („Mission: Impossible“, „Top Gun“) über. Dieses Mal sollte Michael Keaton den Protagonisten verkörpern. Als man zwei Jahre später trotz eines neuen Skripts noch immer keinen Regisseur gefunden hatte, verlief auch dieser Versuch einer Umsetzung wieder im Sande. Mehr als zehn Jahre später war dann STX Entertainment („Greenland“) an der Reihe. Das Indie-Studio verpflichtete Jason Statham als Star und D.J. Caruso für die Inszenierung.
Als dann endlich die Kameras in der Dominikanischen Republik surren sollten, stieg Statham wegen „Cash Truck“ aus. Die Produzenten nahmen an seiner Stelle Dave Bautista unter Vertrag. Für die Nebenrollen waren Ice Cube, Morena Baccarin und Kris Wu vorgesehen, als das Unterfangen aufgrund der gerade ausbrechenden globalen COVID-Pandemie einmal mehr abgesagt werden musste.
Man mag es nach all dem kaum glauben, aber 2023 ging es dann tatsächlich doch noch los. Mittlerweile hatte das „John Wick“-Studio Lionsgate die Rechte erworben und J.J. Perry nahm auf dem Regiestuhl Platz, um die Story in Budapest endlich in den Kasten zu bekommen. Neben dem als einzigem noch immer auf der Castliste stehenden Bautista waren nun Sofia Boutella („Kingsman: The Secret Service“), Terry Crews („Brooklyn Nine-Nine“), Pom Klementieff („Mission: Impossible 7+8“), Oscargewinner Ben Kingsley („Gandhi“) sowie die Martial-Arts-Experten Scott Adkins („Undisputed 2+3“), Marko Zaror („John Wick 4“) und Daniel Bernhardt („Ballerina“) dabei.
Flop aber trotzdem gut?
Nun fragt ihr euch, ob sich all der Aufwand und die Investitionen letztlich gelohnt haben? Für die Produzenten auf keinen Fall. Denn bei einem Budget von über 30 Millionen Dollar – wobei wir hier nur über das von Lionsgate in das Projekt gesteckte Geld sprechen! – konnte in Nordamerika und Russland kombiniert nicht einmal ein Fünftel davon am Box-Office eingespielt werden. Aufgrund dieses Vollflops wurde im Rest der Welt von einer Kinoveröffentlichung abgesehen und der Film an Amazon Prime Video abgegeben.
Aber ist „The Killer’s Game“ sehenswert? Kommt darauf an, was ihr erwartet. Wenn ihr einfach nur Dave Bautista und seinen körperlichen Charme beziehungsweise sein Charisma genießen wollt, dürftet ihr zufrieden sein. Der Star gibt sein Bestes, um der recht dünn geschriebenen Figur etwas metaphorisches Fleisch auf die Knochen zu zaubern. Bei den anderen Charakteren klappt das nur sehr bedingt. So erhält die ja erwiesenermaßen kampferprobte Sofia Boutella kaum eine Chance, mehr als nur die besorgte Freundin an der Seitenlinie zu geben. Die Bösewicht*innen sind sogar noch dünner gezeichnet oder werden so überdreht präsentiert, dass sie uns als Zuschauer entweder egal sind oder wir sie einfach nicht ernst nehmen können. Und wer auf eine ausführliche Reunion von Bautista mit seiner „Guardians“-Kollegin Klementieff hofft, wird ebenfalls enttäuscht. Dem Duo wurden hier nur wenige Momente gemeinsamer Screentime zugestanden.
Lionsgate Films / Amazon Prime Video
Dazu kommt, dass die Geschichte nicht wirklich originell ist. Diverse der Szenarien hat man bereits in Streifen wie „Accident Man“, „The Odd Job“, „Ohne jeden Ausweg“ und sogar „Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt“ so oder doch sehr ähnlich und vor allem besser gesehen. Die Action ist brutal und kompromisslos umgesetzt. Allerdings ist hier doch eine Menge CGI-Blut im Spiel, was mit zunehmender Laufzeit nervt. Wirklich zu empfehlen ist der Film also ausschließlich für unerschütterliche Fans von Dave Bautista.
Alles bisher Bekannte über ein sehr eigenwillig anmutendes neues Filmprojekt mit Dave Bautista erfahrt ihr im folgenden Artikel:
Sci-Fi-Sause mit Starbesetzung: Das erste Bild zum vielleicht schrägsten Alien-Film des Jahres ist da!*Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.