Es gibt nicht viele Darsteller, die im Laufe ihrer Karriere in etlichen der erfolgreichsten Serien ihrer Zeit mitspielen. Der US-amerikanische Schauspieler James Sloyan war so einer. Doch schon vor seiner Film- und Serien-Laufbahn hatte er ein bewegtes Leben.
Der 1941 in Indianapolis geborene Sloyan verbrachte seine Kindheit und Jugend u.a. auf der Insel Capri, in Rom, in Irland und in der Schweiz. Nach der Rückkehr in die USA leitete er, keine 20 Jahre alt, sein eigenes Theater. Die künstlerische Laufbahn endete fürs Erste mit dem Kriegseinsatz in Vietnam, doch nach seiner Rückkehr 1966 konnte er sich endlich vollumfänglich seiner Schauspielkarriere widmen. In den 80er- und 90er-Jahren zählte er zu den meistbeschäftigten Serien-Nebendarstellern der USA. Nun ist James Sloyan gestorben. Er wurde 85 Jahre alt.
Sloyan sei bereits am 22. Juli 2026 im Haus seiner Familie in Los Angeles verstorben, wie seine Angehörigen nach Angaben des Hollywood Reporter am zurückliegenden Wochenende öffentlich bekannt gaben. Über eine konkrete Todesursache oder eventuelle Krankheiten informierte die Familie bisher nicht.
Die bekanntesten Rollen von James Sloyan
Sloyan drehte von 1970 bis 1980 lediglich vier Filme fürs Kino, darunter jedoch zwei absolute Klassiker: So sah man ihn 1973 in der Oscar-prämierten Ganovenkomödie „Der Clou“ von George Roy Hill, sieben Jahre später ergatterte eine Nebenrolle im Musical-Fantasy-Film „Xanadu“ an der Seite von Olivia Newton-John. Seine größten Erfolge feierte Sloyan allerdings auf der Mattscheibe: In seiner über vier Jahrzehnte währenden TV-Karriere wirkte er in rund 90 (!) Serien mit.
Der Großteil der Engagements waren kleine Nebenrollen und Gastauftritte, meist nur für ein bis zwei Episoden. Doch die Liste jener Produktionen, in denen der zweifache Familienvater mitspielte, liest sich wie das Best Of der populärsten US-Serien der 80er- und 90er-Jahre, darunter „Ein Colt für alle Fälle“, „Wer ist hier der Boss?“, „Mord ist ihr Hobby“, „McGyver“, „Beverly Hills, 90210“ und „Baywatch“.
Seine bekanntesten Auftritte hatte er im „Star Trek“-Universum. Das Besondere: Sloyan spielte vier verschiedene Rollen in drei „Star Trek“-Spin Off-Serien. Zu sehen war er in „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert“ (dort verkörperte er zwei unterschiedliche Figuren), „Deep Space Nine“ und „Star Trek: Raumschiff Voyager“. Bei Trekkies besonders beliebt ist Sloyans Figur des romulanischen Admirals Alidar Jarok in „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert“. Er war 59 Jahre alt, als er mit einem Auftritt in der Krankenhaus-Serie „Chicago Hope“ seine TV-Karriere 1999 beendete.
Vor einigen Wochen verstarb bereits Synchronsprecher Peter Cullen, wie Sloyan ebenfalls mit 85 Jahren. Die kanadische Sprecher-Legende arbeitete bei einigen der größten 80er-Kultfilmen mit:
Er hat Hollywood jahrzehntelang geprägt: "Transformers"- und "Predator"-Star Peter Cullen ist tot