Heute im TV: Dieses Fantasy-Abenteuer von Disney überzeugt auch ohne den originalen Kult-Star
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Als Disney eine Live-Action-Neuverfilmung des Animationsklassikers „Aladdin“ ankündigte, war die Skepsis groß. Wie soll das klappen? Und wer soll die übergroßen Fußstapfen von Robin Williams füllen. Wie gut es gelang, könnt ihr heute im TV sehen.

Von Björn Becher

Kabel eins zeigt am heutigen Samstag, den 30. September 2026 um 20.15 Uhr „Aladdin“. Falls ihr die Disney-Neuverfilmung mit Superstar Will Smith lieber im englischen Originalton und vor allem ohne Werbeunterbrechungen genießen wollt, empfehlen wir euch als Alternative Disney+, wo „Aladdin“ gestreamt werden kann.

Denn „Aladdin“ lohnt sich unserer Meinung nach. Nachdem Robin Williams die Rolle des Flaschengeistes Dschinni in der animierten Version legendär ausfüllte, trat Will Smith in große Fußstapfen. Doch er schafft das, was viele vorher nicht für möglich hielten: Er rockt den Part! Mit unglaublich viel Witz und Herz erweckt der Superstar den Dschinni im wahrsten Sinne des Wortes in Über-Über-Lebensgröße neu zum Leben. Smith zieht Grimassen, chargiert wild, rappt, singt, tanzt ...

... und passt damit auch perfekt zur immer wieder überbordenden Ausstattung und der kunterbunten Inszenierung von Guy Ritchie. Der „Snatch“-Kult-Regisseur war eine überraschende Wahl für den Regie-Posten. Sein typischer Stil fehlt hier fast völlig, er ordnet sich Disney unter. Das mögen Ritchie-Fans beklagen, es passt aber zum Gesamtergebnis dieses vergnüglichen Films mit starken Gesangsszenen. „Aladdin“ ist mitreißend und macht Spaß, sodass man auch einige schwächere CGI-Animationen verzeiht.

Mehr als nur die Will-Smith-Show

Dabei wäre es unfair, „Aladdin“ allein auf seinen prominenten Flaschengeist zu reduzieren. Auch Mena Massoud als sympathischer Straßendieb Aladdin und Naomi Scott als selbstbewusste Prinzessin Jasmin tragen viel dazu bei, dass das bekannte Märchen erneut funktioniert. Gerade Jasmin bekommt in der Realverfilmung mehr Raum als noch im Zeichentrickklassiker und mit „Speechless“ sogar eine eigene große Musicalnummer, die eigens für die Neuauflage geschrieben wurde.

Ohnehin spielt die 2019 erschienene Neuverfilmung ihre größten Stärken immer dann aus, wenn sie sich voll und ganz dem Spektakel hingibt. Die berühmte Einzugsszene von Prinz Ali wird zur gigantischen Tanz- und Musiknummer, der Flug auf dem magischen Teppich darf natürlich ebenfalls nicht fehlen. Wer das Original liebt, wird viele vertraute Momente wiedererkennen. Gleichzeitig verändert Guy Ritchie genug Details, damit sich seine Version nicht wie eine bloße Kopie anfühlt. Dass dabei nicht jede digitale Effektaufnahme überzeugt und Bösewicht Dschafar etwas blass bleibt, fällt angesichts des hohen Unterhaltungswerts kaum ins Gewicht.

Auch ein anderer Disney-Klassiker soll jetzt neu adaptiert werden. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:

62 Jahre nach der gefeierten Disney-Verfilmung: Legendäre Fantasy-Buchreihe wird zur Serie – die der Vorlage viel mehr gerecht werden soll

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Björn Becher
Björn Becher
-Mitglied der Chefredaktion
Seit mehr als 25 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" und alles, was gerade im Kino läuft.
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