„Star Wars“ war mal ein Franchise mit einer unglaublichen Strahlkraft. Inzwischen glänzt die Marke nicht mehr ganz so hell, dennoch zieht der intergalaktische Kampf zwischen Gut und Böse nach wie vor ein Millionenpublikum in die Kinos. In den letzten Jahren hat sich das Franchise aber vorrangig auf den kleinen Bildschirm verlagert. Serien wie „Andor“, „Ahsoka“ oder „The Bad Batch“ wurden direkt für Disney+ produziert und erweiterten die Weltraum-Saga.
Auch wenn bei den Fans nicht alle Formate gut ankamen, erwies sich „The Mandalorian“ von „Iron Man“-Regisseur Jon Favreau als absoluter Volltreffer, der Pedro Pascal quasi über Nacht zum Superstar machte. Nach drei Staffeln, die zwischen 2019 und 2023 produziert wurden, war erst einmal Schluss. Stattdessen wurde die Geschichte des charmanten Kopfgeldjägers und seines Yoda-ähnlichen Schützlings Grogu nun im Kino weitererzählt.
Herausgekommen ist ein launiges Weltraum-Abenteuer, das mit viel Liebe zu praktischen Effekten umgesetzt wurde, dabei jedoch ein wenig die Größe sonstiger „Star Wars“-Kinoausflüge vermissen lässt. Denn im Kern wirkt „The Mandalorian And Grogu“ wie drei zusammenhängende Episoden der Serie, die lediglich fürs Kino etwas größer aufgezogen wurden. Dennoch macht das Science-Fiction-Abenteuer eine ganze Menge Spaß – und ist dabei noch wahnsinnig schön anzuschauen.
LEONINE / Disney und seine verbundenenen Unternehmen
Wer „The Mandalorian And Grogu“ im Kino verpasst hat, kann sich den neuesten Eintrag ins „Star Wars“-Kino-Universum jetzt auch einfach ins Heimkino holen. Am 2. Oktober erscheint der 165-Millionen-Sci-Fi-Blockbuster auf DVD*, Blu-ray* oder in einer 4K-Fassung. Wer sich für Letztere entscheidet, hat dabei die Qual der Wahl, ob er zur limitierten „Beskar Collector's Edition“* oder zur Steelbook-Fassung greift:
Alle Fassungen kommen mit exklusiven Featurettes und einem Audiokommentar von Regisseur Jon Favreau. Wer zu den 4K-Versionen greift, bekommt den Film zusätzlich in der Blu-ray-Variante. Die „Beskar Collector's Edition“ enthält neben dem Steelbook noch zwei Metallposter. Ob diese den aktuell aufgerufenen Preis von fast 150 Euro rechtfertigen, müssen alle Sammler*innen mit sich selbst ausmachen.
Da lohnt es sich doch dann direkt auf die Steelbook-Variante von „The Mandalorian And Grogu“ zurückzugreifen, die in der „Beskar Collector's Edition“ inkludiert ist. Diese kostet mit 34,99 Euro nur einen Bruchteil davon, kommt ohne Metallschilder daher, ist aber ansonsten inhaltsgleich – und sieht zudem noch verdammt schick aus. Sowohl auf dem Steelbook als auch in der Innenauskleidung lassen sich dabei stilvolle Stills von Mando und seinem kleinen Schützling finden (siehe Bild). Wer also seine „Star Wars“-Sammlung optisch etwas aufmöbeln will, kann hier bedenkenlos zugreifen.
Darum geht es in "The Mandalorian And Grogu"
Die Zeiten, in denen Din Djarin (Pedro Pascal) als Kopfgeldjäger jeden noch so zweifelhaften Auftrag annahm, solange die Bezahlung stimmte, sind längst vorbei. Einen entscheidenden Anteil daran hat Grogu: Der kleine Machtnutzer aus derselben Spezies wie Jedi-Meister Yoda hat nicht nur das Herz des ansonsten so unnahbaren Mandalorianers erobert, sondern auch die Zuschauer im Sturm für sich gewonnen. Inzwischen ist Grogu für Din weit mehr als ein Begleiter – er wurde zu seinem Ziehsohn und schließlich sogar zu seinem Adoptivsohn.
Gemeinsam durchstreifen die beiden mittlerweile die Weiten der Galaxis und übernehmen im Auftrag der Neuen Republik Missionen, bei denen sie verbliebene Anhänger des gefallenen Imperiums aufspüren sollen. Doch ein neuer Auftrag führt sie auf eine deutlich undurchsichtigere Spur: Die ehemalige Rebellenpilotin Ward (Sigourney Weaver) bittet Din und Grogu darum, den geheimnisvollen Commander Coin aufzuspüren. Für ihre Suche müssen die beiden ausgerechnet mit einigen zwielichtigen Figuren zusammenarbeiten. Dazu gehört auch die Familie des berüchtigten Gangsterbosses Jabba the Hutt. Sie verfügt über Informationen, die Din und Grogu ihrem Ziel näherbringen könnten – verlangt dafür jedoch eine Gegenleistung: Die beiden sollen Jabbas Sohn Rotta retten.
Handgemachte Spezialeffekte
Der größte Pluspunkt von „The Mandalorian And Grogu“ ist wohl seine große Liebe zu handgemachten Spezialeffekten. Gerade die Sequenz, in der sich Grogu gemeinsam mit drei kleinen anzellanischen Droidenschmieden durch den dichten Urwald schlägt, um Din Djarin zu retten, dürfte das Herz jedes Stop-Motion-Fans höherschlagen lassen. Doch auch sonst hat das Weltraum-Abenteuer einiges zu bieten – gerade weil sich die Erzählung erstaunlich experimentierfreudig präsentiert. In einem der schönsten Momente wird beispielsweise knapp 20 Minuten lang kaum ein Wort gesprochen. Stattdessen gibt es ein fast meditatives Wohlfühlerlebnis, in dem endlich einmal Grogu zeigen darf, was in ihm steckt.
Wir vergeben in unserer offiziellen FILMSTARTS-Kritik 3,5 von 5 möglichen Sternen. Im Fazit heißt es: „Trotz der langen Kino-Abwesenheit sollte man von ‚The Mandalorian And Grogu‘ nicht das ganz große ‚Star Wars‘-Epos erwarten. Doch auch der klar abgesteckte Fokus macht die warmherzige Weltraum-Hatz der unschlagbaren Buddys zu einer durch und durch kurzweiligen Fortführung von ‚The Mandalorian‘ und damit zu einem Muss für alle Fans der Serie.“
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