Teurer als "Gladiator 2"? Ridley Scotts "Fluch der Karibik"-Konkurrent hat einen Starttermin – die Vorlage ist 143 Jahre alt!
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Regie-Legende Ridley Scott arbeitet mit 88 Jahren in einem Tempo, das einen staunen lässt: Gerade erst ist seine Romanverfilmung „Das Ende der Sterne“ gestartet, schon schmeißt er die Kameras für seinen nächsten Dreh an – für einen Kinostart 2027!

Disney und seine verbundenen Unternehmen
Von Annemarie Havran

Gerade einmal vier Monate ist es her, dass bekannt wurde, dass „Blade Runner“-Regisseur Ridley Scott an einer „Die Schatzinsel“-Verfilmung arbeitet. Zu diesem Zeitpunkt stand bereits das Drehbuch, inzwischen sind die Stars an Bord gekommen, darunter niemand Geringeres als Hugh Jackman – und nun steht auch schon der Drehstart kurz bevor. Ab 1. November 2026 rollen die Kameras für das Abenteuer-Epos, das auf dem 143 Jahre alten Romanklassiker von Louis Stevenson basiert.

Bei diesem enormen Tempo überrascht es kaum, dass jetzt auch schon der Kinostarttermin feststeht und in – für Blockbuster-Verhältnisse – gar nicht mal so weiter Ferne liegt. Am 11. November 2027 kommt „Treasure Island“, wie der Originaltitel des Abenteuerfilms lautet, in die US-Kinos – der deutsche Kinostart dürfte in Kürze für denselben Zeitraum angekündigt werden.

"Die Schatzinsel": Abenteuer mit Hugh Jackman und Hugh Grant

Hugh Jackman wird für Ridley Scott in die Rolle des ikonischen Piraten Long John Silver schlüpfen, der sich auf die Suche nach der titelgebenden Schatzinsel begibt – wie auch der junge Jim Hawkins (Owen Cooper aus dem Netflix-Hit „Adolescence“). Buchstäblich mit an Bord ist dann auch noch Hugh Grant, dessen Rolle aber noch nicht bestätigt wurde.

Das Piraten-Thema ist es auch, warum „Treasure Island“ zum „Fluch der Karibik“-Konkurrenten wurde: Disney soll es abgelehnt haben, den Ridley-Scott-Film zu machen, um neben nicht firmenintern zu sehr in eigenen Genre-Gewässern zu fischen – denn beim Maushaus plant man weiterhin eine Fortsetzung der „Fluch der Karibik“-Reihe (siehe auch unser Newsbild). Jetzt entsteht „Die Schatzinsel“ bei Sony – und soll angeblich ein sattes Sümmchen kosten…

Ridley Scotts teuerster Film?

Denn erst kürzlich machten Gerüchte die Runde, „Treasure Island“ werde Ridley Scotts teuerster Film. Scott soll es selbst in einem Interview so formuliert haben: Nach Abzug von Steuervergünstigungen und Subventionen werde das Piraten-Abenteuer „der teuerste Film seiner Karriere“ – und das wirft ganz schön viele Fragen über das Budget von „Die Schatzinsel“ auf.

Denn dann müsste das Abenteuer-Epos die Kosten des Historien-Spektakels „Gladiator 2“ überflügeln – und bei diesem kam es zu einer ungeplanten Kostenexplosion, die die Brutto-Kosten angeblich auf 310 Millionen Dollar anwachsen ließ, wobei das aber nicht das Budget ist. Denn davon wurden noch Subventionen und Steuervergünstigungen abgezogen, was das finale Budget – je nach Bericht – auf 210 bis 250 Millionen Dollar drückte. Geplant waren nur 165 Millionen Dollar.

Sollte „Die Schatzinsel“ mehr kosten als die tatsächlichen 210 bis 250 Millionen Dollar von „Gladiator 2“, wäre das eine überraschend hohe Summe, die Sony investieren würde. Wahrscheinlich ist also eher, dass sich Scott auf das ursprünglich geplante Budget von „Gladiator 2“ bezogen hat, also die 165 Millionen Dollar – was aber immer noch gewaltige Kosten für „Die Schatzinsel“ bedeuten würde. Zu diesen würde aber auch die offenbar optimistisch gestimmte Positionierung des Kinostarts in der attraktiven Thanksgiving- und Vorweihnachtszeit passen, in der viele (und vielköpfig zahlende) Familien ins Kino gelockt werden sollen. Ein Kassenschlager könnte hier durchaus drin sein, weswegen sich die Investition lohnen könnte.

Um einen ganz anderen Film mit Piraten geht es übrigens im folgenden Artikel:

Er ist nur für 47 Sekunden im Bild zu sehen: Kaum jemand hat diesen Superstar in "Hook" erkannt!

Annemarie Havran
Annemarie Havran
-Mitglied der Chefredaktion
Film- und Serien-Fan mit Leib und Seele. Immer, wenn im Kinosaal das Licht ausgeht oder der Vorspann einer starken Serie beginnt, kommt die Gänsehaut.
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