Viele Hollywood-Stars engagieren sich längst nicht nur für die Qualität ihrer Filme – sondern setzen sich abseits des Rampenlichts auch für humanitäre Zwecke ein. Ein besonders prominentes Beispiel dafür ist etwa Angelina Jolie, die nach den Dreharbeiten zu „Lara Croft: Tomb Raider“ (2001) damit begann, sich intensiv der Unterstützung notleidender Menschen in Kambodscha zu widmen. Etwas weniger bekannt ist, dass auch „Die Odyssee“-Hauptdarsteller Matt Damon eine gemeinnützige Organisation gegründet hat – und das bereits vor zwei Jahrzehnten!
So tief berührte Matt Damon das Leid der Menschen in Sambia
Im Jahr 2006 kam Damon erstmals mit der schwierigen Lebensrealität ländlicher Gemeinden in Sambia in Kontakt. Dies geschah im Zuge einer von Bonos Hilfsorganisation DATA organisierten Reise durch das südliche Afrika, bei der sich der Schauspieler vor Ort über die Ursachen und Folgen extremer Armut informierte. Diese Erfahrung hinterließ einen gewaltigen Eindruck bei dem 55-Jährigen – und veranlasste ihn dazu, sich intensiver mit der humanitären Krise auseinanderzusetzen, die den desolaten Zuständen zugrundelag.
In einem Interview mit Infobae erinnerte sich Damon mit folgenden Worten an diese Zeit: „Als ich in verschiedene afrikanische Länder reiste, um mehr über die Probleme zu erfahren, die durch extreme Armut verursacht werden, hat mich die Trinkwasserkrise besonders stark getroffen. Es hat mich sehr bewegt, zu erkennen, wie gewaltig dieses Problem ist und dass es die Ursache für so viele weitere Probleme darstellt.
Das Wasser in unseren Toiletten ist sauberer als das Wasser, zu dem 660 Millionen Menschen Zugang haben. Das hat mich dazu inspiriert, etwas dagegen zu unternehmen. In den Industrieländern denken wir kaum darüber nach – zumindest bei mir war das so –, weil wir jederzeit einen so selbstverständlichen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben.“
Der Schauspieler, der gemeinsam mit Ben Affleck das oscarprämierte Drehbuch zu „Good Will Hunting“ verfasste, fährt fort: „Zugang zu Wasser bedeutet Zugang zu Bildung, Zugang zu Arbeit und vor allem Zugang zu der Art von Zukunft, die wir uns für unsere eigenen Familien und für alle Mitglieder unserer menschlichen Familie wünschen.“
Damon gründete eine Hilfsorganisation – und half so bereits 92 Millionen Menschen!
Aus dieser Erkenntnis heraus gründete er noch im selben Jahr die Initiative H2O Africa Foundation. Zwei Jahre später wiederum schloss er sich mit dem Bauingenieur Gary White zusammen, der sich bereits seit Jahrzehnten für eine bessere Wasser- und Sanitärversorgung im globalen Süden starkgemacht hatte – unter anderem mit der 1990 gegründeten Hilfsorganisation WaterPartners.
Damon und White fassten den Entschluss, ihre Kräfte zu bündeln: 2009 vereinigten sie H2O Africa und WaterPartners zur gemeinnützigen Organisation Water.org. Während Damon seine weltweite Popularität nutzte, um öffentliche Aufmerksamkeit und finanzielle Unterstützung für die Wasserkrise zu mobilisieren, brachte White seine langjährige Erfahrung bei der Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Wasser- und Sanitärprojekte ein.
Schon bald konnten sie erste Erfolge vorweisen – bis 2012 hatte die Organisation bereits mehr als einer Million Menschen den Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen ermöglicht. Mittlerweile hat Water.org nach eigenen Angaben das Leben von 92 Millionen Menschen in benachteiligten Regionen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas verbessert.
Leonardo DiCaprio setzt sich vor allem für das Überleben unseres Planeten ein. Warum er für 1,75 Millionen US-Dollar eine Insel kaufte (und was er damit vorhat), erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
Leonardo DiCaprio (51) kaufte für 1,75 Millionen Dollar eine Insel und beschloss, sie für den Umweltschutz zu nutzen: Sein Plan ist visionär, doch es gibt auch Kritik!Ein ähnlicher Artikel ist bereits auf unserer spanischen Schwesternseite Xataka.com erschienen.