"Ich war wirklich enttäuscht": "Die Odyssee"-Star Matt Damon bereut seit 22 Jahren, dass er dieses Historien-Epos absagen musste – obwohl es ein Mega-Flop war!

2002 hatte Matt Damon die Qual der Wahl zwischen „Die Bourne Identität“ und einem Historien-Abenteuer von einem damals schwer angesagten Regisseur. An seiner Entscheidung hat der Odysseus-Darsteller bis heute zu knabbern.

Matt Damon ist zurzeit in aller Munde. Kein Wunder: In Christopher Nolans Fantasy-Epos „Die Odyssee“ spielt der 55-Jährige womöglich die Rolle seiner Karriere. Vor diesem Hintergrund ist es nur schwer vorstellbar, dass der erfolgsverwöhnte Hollywood-Star noch immer regelmäßig an einen 24 Jahre alten Flop zurückdenkt, den er einst ablehnen musste. Und doch ist genau das der Fall!

Im Jahr 2002 wurde Damon für die Hauptrolle im Historien-Abenteuer „Die vier Federn“ angefragt. Bei dem Film handelte es sich bereits um die siebte Adaption des gleichnamigen, vor dem Hintergrund des britischen Kolonialkriegs im Sudan angesiedelten Romans von Alfred Edward Woodley Mason

Im Mittelpunkt steht der junge Offizier Harry Faversham (letztlich gespielt von Heath Ledger), der kurz vor seinem Einsatz aus der Armee ausscheidet und daraufhin von seinen Freunden sowie seiner Verlobten Ethne (Kate Hudson) als Feigling gebrandmarkt wird. Um seine Ehre zurückzugewinnen, begibt er sich schließlich doch an die Front.

Die vier Federn
Die vier Federn
Starttermin 21. November 2002 | 2 Std. 11 Min.
Von Shekhar Kapur
Mit Heath Ledger, Djimon Hounsou, Kate Hudson
User-Wertung
3,6
Filmstarts
3,0

Im Rahmen einer Pressekonferenz zu „Die Odyssee“ in Mumbai eröffnete Damon, dass er damals unbedingt einen Film mit Regisseur Shekhar Kapur drehen wollte, der mit dem Historienfilm „Elizabeth“ zuvor seinen internationalen Durchbruch gefeiert hatte (via NDTV):

„Ich erinnere mich noch daran, dass damals jeder mit Shekhar Kapur arbeiten wollte. Ich war wirklich enttäuscht, dass ich ‚Die vier Federn‘ aus irgendeinem Grund nicht machen konnte. Ich glaube, ich hatte bereits für einen Bourne-Film unterschrieben. Deshalb habe ich seit über 20 Jahren das Gefühl, bei ihm noch etwas gutmachen zu müssen.“

Da Damon im selben Jahr seinen ersten Auftritt als Jason Bourne hatte, ist es tatsächlich höchst wahrscheinlich, dass er „Die vier Federn“ damals aus diesem Grund absagen musste. Und zumindest wenn man sich die Zahlen anschaut, könnte man meinen, dass der „The Last Duel“-Star absolut nichts zu bereuen hat: Während „Die Bourne Identität“ ein Überraschungserfolg und der titelgebende CIA-Agent zu Damons absoluter Paraderolle wurde, soff „Die vier Federn“ mit einem weltweiten Einspielergebnis von 29,8 Millionen US-Dollar (gegenüber einem geschätzten Budget bis zu 80 Millionen) an den Kinokassen gnadenlos ab. Doch wie auch sein Schauspiel-Kollege Richard Gere wünschte sich Damon damals kaum etwas sehnlicher, als in einer Regiearbeit von Shekhar Kapur mitzuspielen.

Shekhar Kapur würde sofort mit Matt Damon drehen

Dieser Traum könnte übrigens bald in Erfüllung gehen – denn auch Kapur ist einer Zusammenarbeit alles andere als abgeneigt. Als Reaktion auf Damons Aussagen in Mumbai erklärte der Filmemacher in einem exklusiven Statement gegenüber NDTV:

„Ich glaube nicht, dass es irgendwo auf der Welt einen Regisseur gibt, der nicht seinen rechten Arm dafür geben würde, mit einem Schauspieler zusammenzuarbeiten, der so viel emotionale Tiefe besitzt wie Matt Damon. Wer könnte jemals seine berühmte Szene mit Robin Williams in ‚Good Will Hunting‘ vergessen? […] Ich muss sie weit über tausend Mal gesehen haben und jedes Mal zu Tränen gerührt gewesen sein. Ereignisse bewegen sich zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – während Zeit nur in unserer Vorstellung entsteht. Deshalb ist jetzt die Zeit gekommen, Matt, dass wir endlich zusammenarbeiten.“

Vor zehn Jahren war Damon dann übrigens in einem anderen aufwändigen Epos zu sehen, das ebenfalls zum Flop wurde – und sogar von seinen eigenen Kindern gehasst wird. Hier erfahrt ihr mehr:

Diesen Fantasy-Blockbuster bereut Matt Damon seit 10 Jahren – selbst seine Kinder hassen das 150-Millionen-Dollar-Epos!

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Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.
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