Scarlett Johansson über Robert Redford: "Vor jeder Szene erzählte er mir die Geschichte, um mir zu helfen, meinen Platz im Film zu finden"
von Michael Bendix
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Vor 28 Jahren spielte Scarlett Johansson unter der Regie von Robert Redford in „Der Pferdeflüsterer“ mit. Noch heute schwärmt der Marvel-Star von der Zusammenarbeit mit der 2025 verstorbenen Hollywood-Legende.

Mit gerade einmal 41 Jahren kann Scarlett Johansson bereits auf eine mehr als drei Jahrzehnte umfassende Schauspiel-Karriere zurückblicken. In dieser Zeit ist sie nicht nur als Black Widow zum unverzichtbaren Teil des Marvel Cinematic Universe geworden, sondern hat auch mit zahlreichen namhaften Filmemacher*innen zusammengearbeitet. Eine Auswahl: Joel und Ethan Coen („The Man Who Wasn'at There“), Sofia Coppola („Lost In Translation“), Woody Allen („Match Point“), Brian De Palma („Die schwarze Dahlie“), Christopher Nolan („Prestige“), Wes Anderson („Asteroid City“) – und Robert Redford!

Die 2025 verstorbene Hollywood-Legende besetzte die damals zwölfjährige Johansson in seinem Melodram „Der Pferdeflüsterer“ (1998). Darin spielte die „Jurassic World“-Darstellerin die 13-jährige Grace, die mit den körperlichen und emotionalen Folgen eines schweren Reitunfalls kämpft – und zugleich mit Hilfe der von Redford gespielten Titelfigur versucht, wieder eine Verbindung zu ihrem Pferd aufzubauen.

Der Pferdeflüsterer
Der Pferdeflüsterer
Starttermin 24. September 1998 | 2 Std. 40 Min.
Von Robert Redford
Mit Robert Redford, Kristin Scott Thomas, Scarlett Johansson
Pressekritiken
3,5
User-Wertung
3,8
Filmstarts
3,5
Auf Disney+ streamen

Nach Nebenrollen in einem berüchtigten Bruce-Willis-Flop oder der Kevin-Fortsetzung „Wieder allein zu Haus“ konnte Johansson in „Der Pferdeflüsterer“ erstmals wirklich ihr Talent unter Beweis stellen – und obwohl sie damals noch sehr jung war, denkt sie bis heute gern an ihre Zusammenarbeit mit Oscar-Gewinner Redford. In einem Interview mit Deadline erinnerte sich Johansson erst vergangenes Jahr mit folgenden Worten an den Dreh zurück (via Espinof):

„Er war sehr geduldig und nahm sich die nötige Zeit, um mir verständlich zu machen, an welchem Punkt sich meine Figur gerade befand, was zuvor geschehen war und woher sie innerhalb der Geschichte kam. Vor jeder Szene erzählte er mir die Geschichte, die gesamte Geschichte, bis zu genau diesem Punkt. Das war eine große Hilfe und half mir, meinen Platz im Film zu finden. […] Es war auch sehr aufschlussreich für mich, weil ich noch eine junge Schauspielerin war. Ich arbeitete an einer großen Produktion, es passierten viele Dinge gleichzeitig, und trotzdem nahm er sich die Zeit. Mitten in diesen riesigen und überwältigenden Dreharbeiten schuf er einen intimen Raum.“

Ähnlich hatte sich Johansson bereits kurz nach der Veröffentlichung des Films über Redford geäußert. „Mit ihm zu arbeiten, war unglaublich“, erzählte sie in einem Gespräch mit Today. „Ich glaube, es hat sehr geholfen, dass er neben seiner Tätigkeit als Regisseur auch Schauspieler war, denn wir konnten sehr gut miteinander kommunizieren. Ich schätze, man kann es nicht wirklich als ‚Schauspielersprache‘ bezeichnen, das wäre nicht ganz das richtige Wort, aber zwischen uns bestand einfach eine Verbindung. […] Oft arbeitet man mit einem Regisseur zusammen, der einem nicht erklären kann, was er meint, wie er die eigene Figur empfindet, und das ist sehr frustrierend. Dieses Problem hatten wir bei den Dreharbeiten aber nicht, […] weil wir uns einfach verstanden haben.“

Seine behutsame Arbeitsweise habe Johansson sogar bei „Eleanor The Great“ inspiriert, ihrem eigenen Regiedebüt, das ihr unter anderem als kostenpflichtiges VoD bei Amazon Prime Video streamen könnt*. Übrigens ist die gebürtige New Yorkerin bei Weitem nicht die einzige Kollegin, die nur positive Worte über Redford zu verlieren hat. Auch Meryl Streep, die mit ihm für die Romanze „Jenseits von Afrika“ vor der Kamera stand, schwärmte in den höchsten Tönen von dem „Der Clou“-Star – und verliebte sich nach eigenen Aussagen sogar in ihn! Die ganze Geschichte lest ihr hier:

"Eine ungewöhnliche Qualität für einen Mann": So schwärmte Meryl Streep von Robert Redford, in den sie sich beim Dreh eines Klassikers verliebte

Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer spanischen Schwesternseite Espinof.com erschienen.

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Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.
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