Von einer Karriere wie der von Scarlett Johansson können die meisten in Hollywood nur träumen. Schon in jungen Jahren stand sie als Kinderdarstellerin vor der Kamera. Mit Filmen wie „Lost In Translation“ und „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ gelang ihr schließlich der Übergang zu reiferen Rollen. Im Laufe der Jahre etablierte sie sich sowohl im Blockbuster-Bereich als auch als vielseitige Charakterdarstellerin.
So kennt man die inzwischen 41-Jährige etwa als Black Widow aus dem Marvel Cinematic Universe. Zuletzt bekam sie es in „Jurassic World: Die Wiedergeburt“ sogar mit Dinosauriern zu tun. Im vergangenen Jahr war Johansson zudem die Schauspielerin mit den höchsten Einnahmen am weltweiten Box-Office, ehe sie nach dem Erfolg von „Avatar 3: Fire And Ash“ von Zoe Saldana überholt wurde.
Auch bei den Oscars konnte Johansson Erfolge verbuchen. 2020 gelang ihr das Kunststück, gleich in zwei Kategorien nominiert zu werden: als Beste Hauptdarstellerin für „Marriage Story“ und als Beste Nebendarstellerin für „Jojo Rabbit“.
Doch selbst ein Hollywood-Star wie Scarlett Johansson musste in ihrer Karriere Rückschläge einstecken. So trauert sie etwa bis heute einer Rolle in einem der besten Thriller der vergangenen 15 Jahre hinterher.
David Fincher wollte Scarlett Johansson nicht für seinen Film
Als „Sieben“- und „Fight Club“-Macher David Fincher sich vor rund 16 Jahren auf die Suche nach einer Hauptdarstellerin für seinen Thriller „Verblendung“ machte, wollten mehrere bekannte Hollywood-Stars die Rolle der Hackerin Lisbeth Salander ergattern. Auch Johansson sprach für die Figur vor, konnte den Regisseur allerdings nicht von sich überzeugen.
In einem späteren Interview in der Howard Stern Show erklärte der Marvel-Star, Fincher habe ihr damals gesagt, sie müsse sich selbst gegenüber „völlig gleichgültig“ sein, um die Rolle spielen zu können. Johansson entgegnete: „Das werde ich, ich kann diese Rolle spielen.“ Finchers Antwort sei jedoch gewesen: „Nein, das kannst du nicht.“ Johansson wollte den Film nach eigener Aussage „wirklich, wirklich gerne“ machen, weil sie das Gefühl hatte, etwas zur Figur beitragen zu können.
Letztlich ging die Rolle bekanntermaßen an Rooney Mara. Johansson räumte später ein: „Ich glaube, Fincher hatte einfach eine andere Vorstellung von dieser Figur, und Rooney Mara ist, ehrlich gesagt, einfach perfekt darin.“
Darum geht es in "Verblendung"
Der Enthüllungsjournalist Mikael Blomkvist (Daniel Craig) wird von dem Großindustriellen Henrik Vanger (Christopher Plummer) damit beauftragt, das mysteriöse Verschwinden von dessen Nichte Harriet zu untersuchen. Seit 40 Jahren fehlt von ihr jede Spur. Henrik hat die Hoffnung nie aufgegeben, herauszufinden, was mit Harriet geschehen ist. Er vermutet, dass sie einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sein könnte, und hält sogar seine eigene, von ihm als eitel beschriebene Verwandtschaft für tatverdächtig.
Bei seinen Recherchen erhält Blomkvist überraschend Unterstützung von der jungen Hackerin Lisbeth Salander (Rooney Mara). Trotz ihres unorthodoxen Auftretens ist sie nicht nur eine brillante Ermittlerin, sondern weiß auch mehr über den Journalisten, als diesem lieb ist. Gemeinsam fördern Mikael und Lisbeth immer mehr persönliche Dramen, dunkle Geheimnisse und unappetitliche Details aus der Vergangenheit einzelner Mitglieder des Vanger-Clans zutage. Dabei kommen sie der schockierenden Wahrheit über Harriets Verschwinden immer näher.
Mit „Verblendung“ schuf David Fincher einen der besten Thriller der 2010er Jahre. Bei Rotten Tomatoes etwa hat der Film 86 % positive Kritiken und genauso viel Zustimmung des Publikums. Und auch in unserer offiziellen FILMSTARTS-Kritik gab es hervorragende 4,5 von 5 möglichen Sternen. Im Fazit lobt Chefkritiker Christoph Petersen: „Grandios gespielter und virtuos inszenierter Thriller für Erwachsene, mit dem David Fincher zu seinen ‚Sieben‘-Wurzeln zurückkehrt.“
Übrigens: Auch ihre Traumrolle bleibt Scarlett Johansson seit Jahren verwehrt. Welche das ist, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
"Ich bewerbe mich seit 20 Jahren für den Job, aber niemand besetzt mich": Scarlett Johansson hat ihre absolute Traumrolle bis heute nicht bekommen