In den 00er Jahren genossen Videospielverfilmungen nach wie vor nicht den besten Ruf. Für eine umso größere Überraschung sorgte daher bei vielen im Jahr 2006 dann „Silent Hill“, dem es trotz vieler Freiheiten tatsächlich gelang, die unheilvolle Stimmung und den Grusel der legendären Survival-Horror-Vorlage adäquat auf die große Leinwand zu bannen und dabei keine Gefangenen zu machen.
Die Freude war dementsprechend groß, als angekündigt wurde, dass Regisseur Christophe Gans („Pakt der Wölfe“) für einen neuen „Silent Hill“-Film zurückkehren wird, nachdem er mit dem misslungenen Sequel „Silent Hill: Revelation“ aus dem Jahr 2012 nichts zu tun hatte. Doch als „Return To Silent Hill“ Anfang 2026 dann in die Kinos kam, hagelte es Verrisse. Mit einem miserablen Score von nur 18 Prozent positiven Rezensionen gehört der Horror-Streifen zu den am schlechtesten besprochenen Kinofilmen des aktuellen Jahres (und auch der Publikums-Score fällt mit 28 Prozent nicht viel besser aus).
In seiner FILMSTARTS-Kritik war der Autor dieser Zeilen zumindest etwas gnädiger. An die Klasse und die Tiefe der direkten Vorlage, des wegweisenden Videospiel-Meilensteins „Silent Hill 2“, reicht „Return To Silent Hill“ zwar zu keiner Sekunde heran. Doch wie schon 2006 beweist Gans erneut ein Händchen dafür, das Unbehagen und die surreale Albtraum-Atmosphäre in dem nebelverhangenen Schreckensort mit effektiv-gediegener Kameraarbeit, den (un)wohlig-vertrauten Klängen von Komponist Akira Yamaoka und viel Liebe zum Detail stimmungsvoll einzufangen. Erzählerisch hapert es jedoch ausgerechnet bei der im Zentrum der Handlung stehenden Liebesgeschichte, die eigentlich das Fundament für den Höllentrip bildet.
Nachdem der Film im Sommer bereits auf Blu-ray und DVD* erschienen ist, habt ihr nun erstmals auch in einem Streaming-Abo die Gelegenheit, euch selbst ein Bild zu machen: „Return To Silent Hill“ kann ab dem heutigen 9. Oktober 2026 bei HBO Max abgerufen werden, wo auch bereits die Vorgänger „Silent Hill“ und „Silent Hill: Revelation“ abgerufen werden können.
Die Verfilmung eines Videospiel-Meisterwerks: Darum geht's in "Return To Silent Hill"
Der Maler James Sunderland (Jeremy Irvine) hat den Tod seiner großen Liebe Mary (Hannah Emily Anderson) in Folge einer rätselhaften Erkrankung noch immer nicht überwunden. Entsprechend fassungslos ist er, als er eines Tages einen mysteriösen Brief erhält, der angeblich von seiner verstorbenen Frau stammt und in dem diese ihn anfleht, in das Städtchen Silent Hill zurückzukehren, wo sich die beiden einst ineinander verliebt haben.
Sich an die verzweifelte Hoffnung klammernd, dass Mary auf wundersame Weise doch noch am Leben sein könnte, kommt James der Bitte tatsächlich nach. Doch erkennt er den Ort aus seiner Erinnerung kaum wieder. Ein seltsamer Nebel hüllt alles ein, Asche regnet vom Himmel und die Straßen sind wie leergefegt. Und damit nicht genug: Verfolgt von seltsam missgestalteten Kreaturen, landet James bald in einer noch finstereren Version der Stadt, aus der es endgültig kein Entkommen mehr zu geben scheint. Ist Mary womöglich wirklich an diesem höllischen Ort gefangen?
Obwohl „Return To Silent Hill“ an den Kinokassen passabel abschnitt (weltweites Einspiel: 48 Millionen Dollar bei Produktionskosten von 23 Millionen), gibt es nach den vernichtenden Kritiken übrigens schon jetzt Pläne für einen weiteren Reboot. Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel:
Nach dem Erfolg von "Resident Evil" soll auch die größte Survival-Horror-Konkurrenz ein Reboot bekommen – obwohl es 2026 erst eins gab!*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision.