Mantel-und-Degen-Action in Quentin Tarantinos letztem Film? Erstes Poster zum neuen Projekt des Kult-Regisseurs enthüllt
von Björn Becher
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Quentin Tarantinos neues Projekt nimmt immer konkretere Formen an, denn jetzt gibt es das erste Poster und einen festen Premierentermin. Doch viel spannender ist die Frage, ob daraus sogar der letzte Film des Kult-Regisseurs werden könnte.

Sony Pictures

Eigentlich warten Fans von Quentin Tarantino seit inzwischen sieben Jahren auf den nächsten und dann wohl auch finalen Film des „Pulp Fiction“-Regisseurs. Schließlich hat er schon vor langer Zeit angekündigt, seine Karriere als Kinoregisseur nach zehn Werken beenden zu wollen. Sein neunter Film „Once Upon A Time... In Hollywood“ erschien bereits 2019. Doch ein Nachfolger lässt weiter auf sich warten, nachdem er die erste Idee namens „The Movie Critic“ mitten in den Vorbereitungsarbeiten wieder verwarf.

Stattdessen hat sich Tarantino erst einmal einem ganz anderen Projekt zugewandt. Wie wir bereits berichteten, bringt er mit „The Popinjay Cavalier“ sein erstes eigenes Theaterstück auf die Bühne und konnte dafür „Borat“-Star Sacha Baron Cohen als Hauptdarsteller verpflichten. Jetzt wurde nicht nur das erste Poster zum Stück veröffentlicht, sondern auch der Termin für die Premiere bekannt gegeben.

Das Poster zu Quentin Tarantinos Theater-Debüt. Sonia Friedman Productions
Das Poster zu Quentin Tarantinos Theater-Debüt.

Und selbst wenn euch Theater null interessiert, weil ihr einfach nur wollt, dass Tarantino endlich den nächsten Film macht, solltet ihr diese Nachricht und den kommenden Bühnenstart mit großem Interesse verfolgen. Denn die Aufführung könnte letztlich sogar darüber entscheiden, was Tarantino als seinen zehnten und letzten Film ins Kino bringt.

"The Popinjay Cavalier": Tarantinos Theaterstück startet im März 2027

Wie jetzt bestätigt wurde, wird „The Popinjay Cavalier“ am 18. März 2027 im Londoner Phoenix Theatre offiziell Premiere feiern. Bereits ab dem 23. Februar gibt es allerdings die Möglichkeit, das Stück in Preview-Aufführungen zu sehen. Anschließend soll das Werk bis zum 13. Juni aufgeführt werden. Falls ihr also einen London-Besuch in diesem Zeitraum plant, solltet ihr über einen Theaterabend nachdenken. Allerdings dürft ihr euch nicht zu lange Zeit lassen. Am heutigen Montag begann mit der Ankündigung auch der Ticketvorverkauf und der Saal ist für die Vorführungen in den ersten Wochen schon gut gefüllt (im April oder Mai sieht es aber schon besser aus).

Tarantino hat das Stück nicht nur selbst geschrieben, sondern wird auch persönlich Regie führen. Dabei widmet er sich erstmals einem Genre, das ihn schon als Kind begeistert hat. Denn „The Popinjay Cavalier“ ist als sogenannte „Swashbuckling Comedy“ angelegt, also als turbulente Mantel-und-Degen-Komödie im Stil klassischer Abenteuerfilme. Die Handlung spielt im Europa der 1830er-Jahre und soll sich um Täuschungen, Verkleidungen und zahlreiche Verwicklungen drehen. Dabei sind offenbar auch spektakuläre Fechtkämpfe und akrobatische Einlagen vorgesehen. Das Poster gibt in diese Richtung schon einmal einen Hinweis.

Wird "The Popinjay Cavalier" Tarantinos letzter Film?

Doch auch wer keine Gelegenheit hat, das Stück in London zu sehen, könnte irgendwann noch in den Genuss der Geschichte kommen. Denn Tarantino hat selbst bereits die Möglichkeit ins Spiel gebracht, daraus seinen letzten Kinofilm zu machen. Beim Sundance Film Festival erklärte er vor einiger Zeit, dass er eine Verfilmung vom Erfolg des Theaterstücks abhängig machen könnte. Sollte die Inszenierung beim Publikum durchfallen, würde er daraus wahrscheinlich keinen Film machen. Wird „The Popinjay Cavalier“ dagegen ein großer Erfolg, könnte die Geschichte als Grundlage für seinen zehnten und letzten Kinofilm dienen.

Dass zumindest die grundsätzlichen Voraussetzungen für eine spätere Kinoadaption vorhanden wären, zeigt die Beteiligung von Sony Pictures Entertainment. Das Studio ist gemeinsam mit Sonia Friedman Productions, einer der bedeutendsten Theatergesellschaften für das Londoner West End und u. a. bekannt für „Harry Potter und das verwunschene Kind“, für die Theaterproduktion verantwortlich. Dass das Hollywood-Studio, das mit Tarantino schon bei „Once Upon A Time... In Hollywood“ kooperierte und auch das finale Filmprojekt herausbringen soll, von Anfang an beim Theaterstück involviert ist, legt irgendeine Form der Kinoauswertung zumindest nahe.

Ob aus „The Popinjay Cavalier“ wirklich Quentin Tarantinos letzter Film wird, dürfte sich nach den ersten Vorführungen in London zeigen. Möglich wäre auch, dass Sony nur an Bord ist, um eine Live-Übertragung der Premiere oder eine Aufzeichnung des Bühnenstücks ins Kino zu bringen. Sicher ist aber: Wer wissen möchte, wie Quentin Tarantino seine Karriere als Kinoregisseur abschließen könnte, sollte sein ungewöhnliches neues Projekt weiter im Auge behalten.

Mehr von Quentin Tarantino gibt es im folgenden Artikel:

"Ich konnte mich einfach nicht überwinden": Quentin Tarantino weigert sich seit 36 Jahren, einen der größten John-Travolta-Hits zu schauen

Björn Becher
Björn Becher
-Mitglied der Chefredaktion
Seit mehr als 25 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" und alles, was gerade im Kino läuft.
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