Nach "Spider-Noir"-Aus hat Nicolas Cage genug von Amazon: Das ist der wahre Grund
von Björn Becher
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Nicolas Cage hat offenbar keine große Lust mehr, mit Amazon zusammenzuarbeiten. Das hat aber weniger mit dem Ende seiner Marvel-Serie „Spider-Noir“ zu tun als vielmehr mit einem anderen Umstand, wie der Hollywood-Star nun erklärte.

Amazon

Die Zusammenarbeit von Nicolas Cage und Amazon Prime Video bescherte uns mit „Spider-Noir“ ein echtes Serien-Juwel. Der viel beachtete Ausflug des Stars ins Superhelden-Genre wurde zwar nach nur einer Staffel abgesetzt, begeisterte aber die Fans und heimste immerhin elf Emmy-Nominierungen ein. Doch auf weitere gemeinsame Projekte solltet ihr nicht hoffen.

Bei einem Auftritt auf der New York Comic Con machte Cage nun deutlich, dass er wahrscheinlich nicht mehr mit Amazon zusammenarbeiten wird. Der Grund dafür ist allerdings nicht die Absetzung von „Spider-Noir“, sondern ein Thema, das die gesamte Filmindustrie zunehmend beschäftigt: der Einsatz von künstlicher Intelligenz.

Nicolas Cage verweigerte bei "Spider-Noir" seine Zustimmung zu KI

Wie unter anderem Variety berichtet, erklärte Cage am Wochenende auf der Comic Con, dass er sich bei der Produktion von „Spider-Noir“ geweigert habe, eine entsprechende Einverständniserklärung zum Einsatz von KI zu unterschreiben. Dabei verwies der Schauspieler auch auf die umfangreichen Investitionen von Amazon in künstliche Intelligenz.

So sei Amazon ein „sehr KI-freundliches Unternehmen“, während er selbst „kein KI-freundlicher Schauspieler“ sei. Er bezog sich dabei darauf, dass Amazon erst im Sommer 2026 seine Investitionen in OpenAI auf 50 Milliarden US-Dollar aufgestockt hat. Daraus zog er die bereits erwähnte, ziemlich deutliche Konsequenz: „Ich werde wahrscheinlich nicht mehr mit diesem Studio zusammenarbeiten, aber das ist völlig in Ordnung.“ Ein gemeinsames Projekt wird es aber noch geben, denn das Sport-Drama „Madden“ ist bereits abgedreht und erscheint noch in diesem Jahr. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:

Nicolas Cage im Fat-Suit und auch Christian Bale ist völlig verwandelt: Endlich ist der lange Trailer zu "Madden" da

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass sich Cage gegen den zunehmenden Einsatz künstlicher Intelligenz in Hollywood positioniert. Bereits in der Vergangenheit hatte er davor gewarnt, dass Schauspieler durch digitale Technologien die Kontrolle über ihre eigene Darstellung verlieren könnten. „Wie überlebt man KI?“, leitete er auch dieses Mal die Diskussion ein.

Nach "Spider-Noir": So könnte es für Nicolas Cage weitergehen

Über die Amazon-Absage hinaus müssen sich Fans aber keine Sorgen machen, dass Nicolas Cage künftig selten vor der Kamera stehen wird. Denn bei seinem Auftritt auf der Comic Con bestätigte er auch ein lange kursierendes, äußerst spannendes Serienprojekt. Demnach wird der Oscarpreisträger in der fünften Staffel der gefeierten HBO-Krimiserie „True Detective“ eine Hauptrolle übernehmen. Eine entsprechende Meldung machte bereits 2025 die Runde, wurde aber nie bestätigt. Auch jetzt steht eine offizielle Bestätigung von HBO noch aus, doch Cage kündigte seine Rolle auf dem Panel kurzerhand selbst an und witzelte sogar etwas darüber, dass er dem Pay-TV-Anbieter damit zuvorkommt.

Daneben betonte Cage, dass er auch weiterhin Interesse an ungewöhnlichen Projekten hat. Auf dem Panel erklärte er so unter anderem, dass er gerne mit jungen Filmemacher*innen der Gen Z zusammenarbeiten würde, die „ihr ganz eigenes Ding machen, sei es über die YouTube-Kultur oder wie auch immer. Sie machen das von Grund auf selbst und in Handarbeit. Darauf habe ich Bock.“ Er dürfte damit auf die Erfolge von Regisseuren wie Curry Barker („Obsession“) und Kane Parsons („Backrooms“) anspielen.

Zu einem anderen Projekt, das schon lange durch die Gerüchteküche geistert, äußerte sich Cage dagegen skeptisch. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:

Nicolas Cage hat schlechte Neuigkeiten für "Das Vermächtnis der Tempelritter 3" - und schießt kräftig gegen den Regisseur der Reihe

Björn Becher
Björn Becher
-Mitglied der Chefredaktion
Seit mehr als 25 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" und alles, was gerade im Kino läuft.
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