Während viele schon dem im Dezember ins Haus stehenden „Dunesday“ (bestehend aus „Avengers: Doomsday“ und „Dune: Part Three“) entgegen sehnen, wurden uns 2026 bereits verschiedenste Blockbuster-Highlights und Indie-Überraschungen um die Ohren gehauen, die zum Jahresende wohl in zahlreichen Bestenlisten vertreten sein dürften – vom Weltraum-Abenteuer „Der Astronaut - Project Hail Mary“ mit Ryan Gosling über die Horror-Sensation „Obsession - Du sollst mich lieben“ bis hin zu Olivia Wildes beißender Beziehungskomödie „The Invite“. Und natürlich ist auch Christopher Nolans „Die Odyssee“ ein heißer Kandidat auf den Titel Bester Film des Jahres.
Mit seiner Adaption des Homer-Epos brachte der „Interstellar“-Macher nicht nur die Kinokassen ordentlich zum Klingeln, er überzeugte zudem – einmal mehr – Presse und Publikum gleichermaßen. Während es in der FILMSTARTS-Kritik hervorragende 4,5 von 5 möglichen Sternen gab, belegt „Die Odyssee“ bei Letterboxd mit durchschnittlich 4,3 Sternen aktuell Rang 113 der besten Filme aller Zeiten. Nolans jüngster Geniestreich liegt damit vor allen anderen Filmen aus dem Jahr 2026 – auch wenn er genau genommen nicht die höchste Durchschnittswertung vorzuweisen hat...
"La Bola Negra" auf dem Weg zu Platz 1
Es gibt einen Film aus diesem Jahrgang, der mit 4,4 Sternen sogar noch besser bewertet ist: „La Bola Negra“. Da die Filmbewertungsplattform allerdings nicht den üblichen arithmetischen Mittelwert nutzt, sondern auf einen gewichteten Algorithmus setzt, liegt die spanisch-französische Koproduktion zumindest aktuell noch hinter dem Ausnahme-Blockbuster mit Matt Damon. Das könnte sich allerdings schon bald ändern, wenn sich die Stimmen für das historische Drama häufen. Vorausgesetzt natürlich, diese fallen ebenso euphorisch wie die bisherigen Kritiken und Meinungen aus. Zum Vergleich: Während „Die Odyssee“ schon fast fünf Millionen Stimmen zählt, kamen für „La Bola Negra“ bis dato „nur“ 170.000 zusammen. Beachtlich ist das Zwischenergebnis dennoch.
Nicht umsonst entfachte der Film von Javier Calvo und Javier Ambrossi vor nicht allzu langer Zeit einen großen Bieterwettstreit in Hollywood, aus dem letztlich Netflix als großer Gewinner hervorging. Bevor der Streamingdienst das gefeierte 160-Minuten-Epos in ein paar Monaten aber ins Oscar-Rennen schickt, könnt ihr euch ab dem 19. November 2026 selbst ein Bild davon machen. Denn dann kommt der Film erst einmal in die deutschen Kinos. FILMSTARTS-Redakteur Björn Becher hat das Highlight bereits beim Filmfestival von Cannes gesehen und kam in seiner 4-Sterne-Kritik zu folgendem Fazit:
„La Bola Negra“ ist ein wahrhaft episches, manchmal etwas überfrachtetes, aber tief bewegendes queeres Geschichts-Melodram.
"La Bola Negra": Das ist die Story
In dem von Ausnahme-Filmer Pedro Almodóvar („Volver“) produzierten Drama finden drei Zeitebenen auf außergewöhnliche Weise zusammen:
Sebastián (Guitarricadelafuente) und sein Dorf erwarten im Jahr 1937 die sich nähernde italienische Armee – und damit die vermeintlichen faschistischen Heilsbringer. Doch diese begegnen dem naiven Empfangskomitee mit Kugelhagel. Sebastián überlebt als Einziger – und schließt sich letztlich selbst Francos Armee an. Dort erhält er schließlich den Auftrag, den schwer verwundeten Gefangenen Rafael (Miguel Bernardeau) zu bewachen und ihm wertvolle Informationen zu entlocken – bevor er sich in ihn verliebt...
Und während sich Alberto (Carlos González) im Jahr 2017 die Zeit mit One-Night-Stands vertreibt und sich schließlich auf die Spuren seines kürzlich verstorbenen Großvaters macht, tauchen wir mit Carlos (Milo Quifes) ins Jahr 1932 ab. Denn dieser will unbedingt Mitglied eines Geheimbundes werden – was ihm alles andere als leicht gemacht wird. Denn Carlos soll homosexuell sein…
Wer sich die Wartezeit bis zum Kinostart vertreiben will, darf sich derweil über zahlreiche andere Filme freuen, die in den kommenden Tagen und Wochen anlaufen – darunter etwa die Neuauflage von „Sinn und Sinnlichkeit“:
Die Neuverfilmung eines der bekanntesten Romane überhaupt: Hier ist der deutsche Trailer zu "Sinn und Sinnlichkeit"