Er bescherte uns einen der grausamsten Filme der letzten Jahre – im Trailer zu seinem neuen Werk legt der "The Painted Bird"-Macher nun nach
von Daniel Fabian
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Mit seinem gefeierten „The Painted Bird“ stieß er sein Publikum gehörig vor den Kopf. Mit „Confession“ kehrt Regisseur Václav Marhoul nun zurück. Und es geht erneut durchaus kompromisslos zur Sache.

„Starker Tobak“, „Der grausamste Film des Jahres“ und „Ein Film, der einem den Glauben an die Menschheit nicht nur austreibt, sondern ihn in den allerschönsten Schwarz-Weiß-Bildern, die man sich überhaupt nur vorstellen kann, regelrecht zertrümmert, zerhackt, zerfickt und dann auch noch die Überreste verbrennt“: Mit diesen Worten versuchte FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen „The Painted Bird“ in seiner Kritik gerecht zu werden, der nicht nur mit reihenweise internationalen Preisen überhäuft wurde, sondern am Ende vor allem wirklich niemanden kalt gelassen haben dürfte. Sieben Jahre nach der Weltpremiere bei den Filmfestspielen von Venedig kehrt der tschechische Filmemacher Václav Marhoul nun mit seinem neuen Film zurück.

„Confession“ feiert am 15. Oktober 2026 seine Weltpremiere auf dem Internationalen Filmfestival Warschau und wird am 11. November für einen Tag (!) in die US-Kinos sowie parallel auch auf der Streaming-Plattform The Daily Wire landen. Und hier wird es dann auch schon spannend. Oder besser gesagt: kontrovers.

Denn dabei handelt es sich um einen Service des namensgleichen rechtskonservativen Medienkonzerns von Donald-Trump-Unterstützer Ben Shapiro (von dem jetzt auch das Drehbuch zu „Confession“ stammt). Das Unternehmen hat sich mit Dokumentationen wie „Am I Racist?“ und „What Is A Woman?“ den titelgebenden Fragen von weit rechts aus nähert – und wird immer wieder dafür kritisiert, unbestätigte Behauptungen als Fakten darzulegen, Tatsachen zu verzerren und eine klar parteiische Ausrichtung zu verfolgen.

Erst jüngst wurde außerdem bekannt, dass etwa Kult-Mime Danny Trejo an ein Projekt von The Daily Wire „gefesselt“ sei („Pawn Shop“) und dafür von seinen Fans bereits an den Pranger gestellt wird. Denn der „From Dusk Till Dawn“-Star mit mexikanischen Wurzeln wirkt an einem ICE-Thriller mit fragwürdigem Narrativ mit. Mehr dazu erfahrt ihr hier:

"An dieses dämliche Projekt gefesselt": "Machete"-Star Danny Trejo steht wegen seines neuen Films unter Beschuss

Was den nun veröffentlichten Trailer zu „Confession“ interessant macht: Das auf 35mm-Film gedrehte Verhör-Drama kommt mit einem eigenwilligen Look irgendwo zwischen glatt gebügelter, moderner Low-Budget-Optik und Old-School-Bildern inklusive sattem Filmkorn daher – und mit einem Star-Ensemble, das sich gewaschen hat.

All diese Stars erwarten euch in "Confession"

Die Hauptrolle des ehemaligen russischen Literaturprofessors Alexi, der sich mit einem Priester verschworen haben soll und sich schließlich im Moskau des Jahres 1938 im berüchtigten Lubjanka-Gefängnis wiederfindet, spielt der unter anderem aus Kultfilmen wie „Die Outsider“ und „Wayne's World“ bekannte Rob Lowe. Leiter des Verhörs, dem er sich hinter Gittern konfrontiert sieht, ist der vom einst im Zuge der Me-Too-Bewegung gecancelten James Franco („The Disaster Artist“) gespielte Vladimir.

Außerdem Teil des namhaften Ensembles sind Jennifer Jason Leigh („The Hateful 8“), Hollywood-Urgestein Nick Nolte („Nur 48 Stunden“), Emile Hirsch („Into The Wild“), Kodi Smit-McPhee („Slow West“), der aus „Doom“ und „Kingsman“ bekannte Richard Brake sowie Brad Dourif, den wir aus so unterschiedlichen Filmen wie „Einer flog über das Kuckucksnest“, „Chucky“ und „Der Herr der Ringe“ kennen.

Den wohl größten Trailer der Woche hat übrigens Netflix gestern Abend veröffentlicht – und zwar zum 200 Millionen Dollar teuren „Das Wunder von Narnia“ von „Barbie“-Macherin Greta Gerwig:

Der erste Trailer zu "Das Wunder von Narnia" ist da: Für dieses Fantasy-Epos hat Netflix mehr als 200 Millionen Dollar ausgegeben!

Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Kino aus aller Welt ist wie reisen, ohne vom Sofa aufzustehen. Fremde Kulturen und neue Sichtweisen – davon kann man nie genug haben.
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