Mehr als 18 Jahre existiert das Marvel Cinematic Universe mittlerweile – es gibt also Erwachsene, die noch nicht mal geboren waren, als „Iron Man“ im Mai 2008 die Kinos eroberte und den weltweiten Siegeszug des MCU einläutete. Angesichts dieser langen Zeitspanne ist es nicht verwunderlich, dass mittlerweile eine Art Nostalgie für die Anfangsjahre des MCU einsetzt. Auch die neue Marvel-Serie „VisionQuest“ knüpft so jetzt an frühere MCU-Zeiten an.
„VisionQuest“ ist nämlich einerseits eine Fortsetzung der Vorgängerserien „WandaVision“ und „Agatha All Along“, wobei erstere mittlerweile auch schon wieder fünf Jahre auf dem Buckel hat. Mindestens genauso wichtig ist jedoch „Avengers: Age Of Ultron“ von 2015. Der kam damals zwar nicht ganz so gut an wie der erste „Avengers“ von 2012. Doch über die Jahre hat sich die Wahrnehmung verändert – und so freuen sich in den sozialen Medien aktuell viele Fans über das Comeback von „Avengers 2“-Bösewicht Ultron in „VisionQuest“.
Marvel-Fans feiern Ultron-Comeback in "VisionQuest"
Das ist jedoch nicht allein der Nostalgie für eine vergangene MCU-Dekade zu verdanken. „VisionQuest“ ist einfach auch eine verdammt gute Serie, die dem ikonischen Marvel-Bösewicht deutlich mehr Raum gibt – und damit auch dessen Darsteller, dem Hollywood-Veteranen James Spader („The Blacklist“).
„Ich könnte mir Vision und Ultron acht Stunden lang beim Reden anschauen und würde die Serie immer noch lieben. Wir werden so viele großartige Zitate bekommen“, lautet so einer der Kommentare mit den meisten Upvotes in der Diskussion der ersten beiden Folgen im Marvel-Studios-Subreddit. Andere User zitieren hingegen einfach einige ihrer liebsten Ultron-Bonmots, etwa wie genial hier das Schiff-des-Theseus-Paradoxon aus „WandaVision“ aufgegriffen und weitergesponnen wird: „Wenn ein Monster deinen Sohn hat, dann bist du nicht das Schiff. Du bist der verdammte König.“
Genau diese Szene haben wir übrigens auch in unserer Kritik zu den ersten vier Folgen „VisionQuest“ hervorgehoben:
Lohnt sich "VisionQuest"? So gut ist die neue Marvel-Serie auf Disney+Eine weitere häufig genannte Szene ist die Einblendung, mit der Ultron in der ersten Folge einfach nur als „Arschloch“ vorgestellt wird, während bei den anderen KIs in Visions Kopf eine ausführlichere Liste ihrer Fähigkeiten eingeblendet wird. Im Interview mit dem Magazin People verriet James Spader, dass er beinahe darum gebeten hätte, diese Szene zu streichen. „Ich fand immer, dass dieses Wort eine der schlimmsten Beleidigungen ist“, so Spader. „Es ist echt übel, jemanden Arschloch zu nennen.“
Doch dann schaute er die besagte Szene mit seiner Lebensgefährtin Leslie Stefanson und ihrem gemeinsamen Sohn Nathaneal und änderte seine Meinung: „Die Szene begann und sie fingen beide laut an zu lachen“, so Spader gegenüber People. „Und darum habe ich [Showrunner Terry Matalas] dann doch nicht angerufen. Denn wenn es etwas gibt, das ich nicht bin, dann ist es ein Arschloch. Aber wenn es einen Lacher zu holen gibt, dann muss man immer den Lacher mitnehmen.“
Wie oben erwähnt, haben wir die ersten vier Episoden „VisionQuest“ bereits gesehen. Daher können wir auch schon verraten, dass sich Marvel-Fans in den kommenden Folgen auf viele weitere tolle Ultron-Momente mit James Spader freuen können. Und falls ihr in diesem Artikel zum ersten Mal von „VisionQuest“ gehört habt, findet ihr hier noch einen weiteren Trailer zur Einstimmung: