9 Rückenoperationen und 3 Eingriffe am Nacken: Sylvester Stallone bereut einen großen Fehler seiner Action-Karriere
von Björn Becher
Teile diesen Artikel

Sylvester Stallone gehört zu den größten Action-Legenden der Filmgeschichte. Doch für seinen Erfolg hat der inzwischen 80-Jährige laut eigener Aussage einen hohen Preis bezahlt. Eine Entscheidung bereut der „Rocky“-Star heute ganz besonders.

Leonine

Wenn wir über die größten Action-Stars der Filmgeschichte reden, kommen wir kaum an Sylvester Stallone vorbei. Er hat zahlreiche eigene Marken erschaffen und geprägt. Als Boxer Rocky Balboa kämpfte er sich trotz zahlreicher Rückschläge immer wieder zurück, als John Rambo nahm er es mit ganzen Armeen auf und in der „Expendables“-Reihe versammelte er einige der größten Action-Stars aller Zeiten um sich. Stallones Filme waren auch so erfolgreich, weil der Star vollen Körpereinsatz zeigte. Auf der Leinwand war es meist sichtbar er selbst, der im Boxring Schläge kassierte oder im Dschungel ums Überleben kämpfte.

Doch was vor der Kamera für spektakuläre Action sorgte, hatte hinter den Kulissen für die mittlerweile 80 Jahre alte Legende schwerwiegende Konsequenzen. In einem Gespräch mit Fox News fand Stallone so jetzt ungewöhnlich deutliche Worte für seinen früheren Umgang mit gefährlichen Stunts.

9 Rückenoperationen: Sylvester Stallone zahlte hohen Preis für seine Action

„Millionen, Millionen Dinge“, bereue er mit Blick auf seine körperlichen Verletzungen, so Stallone. Er könnte eine halbe Stunde lang allein von den verschiedenen Verletzungen erzählen, die er sich im Laufe der Jahrzehnte zugezogen habe. Besonders schwerwiegend seien die Folgen seiner Arbeit an der „Expendables“-Reihe gewesen. „Ich bin viele, viele Male verletzt worden, aber nach ‚Expendables‘ hatte ich neun Rückenoperationen, drei Versteifungen im Nackenbereich. Beide Schultern waren kaputt, dazu kamen Eingriffe an den Augen [...] Es war brutal“, erinnert sich Stallone.

Schon lange ist bekannt, dass sich der Schauspieler bei den Dreharbeiten zum ersten „The Expendables“ aus dem Jahr 2010 bei einer Kampfszene mit dem ehemaligen Wrestler Steve Austin schwer verletzt hatte. Der Vorfall hatte langwierige medizinische Behandlungen zur Folge. Auch heute noch leidet Stallone unter den Konsequenzen seiner jahrzehntelangen körperlichen Belastung. Seit den zahlreichen Operationen sei er „nie wieder ganz derselbe“ gewesen, erklärt er. „Heute musst du einfach so gut wie möglich Frieden mit den Schmerzen schließen“, fasst er seine aktuelle Situation zusammen.

Heute ist Stallone der Meinung: "Überlasst das den Profis!"

Im Action-Genre gilt es nach wie vor als besonderes Ehrenzeichen, wenn man viele seiner Stunts selbst macht. Es gibt Stars wie Jackie Chan, welche die zahlreichen Verletzungen dann auch als Ausdruck dieses Einsatzes zeigen und sogar die misslungenen Drehmomente, die zu Schmerzen führten, in die Abspänne der Filme packen. Stallone denkt überhaupt nicht mehr so. Dass er unbedingt viele seiner Stunts selbst übernehmen wollte, hält er rückblickend für einen schweren Fehler.

Viele Leute fragen ihn, ob er nicht stolz auf all die Stunts sei, die er selbst gemacht habe. Seine klare Antwort: „Nein. Ich finde, ich bin ein Idiot, dass ich das gemacht habe. Bin ich stolz, dass ich mich selbst in meine Einzelteile zerlegt habe? Also bitte, natürlich nicht.“

Aufstrebenden Action-Stars empfiehlt Stallone daher nicht, ihm nachzueifern, sondern sich der Möglichkeiten zu bedienen, die Stunt-Doubles bieten: „Spiel dich nicht so als Rampensau auf – oder wie auch immer man das nennt –, als Angeber. Ich weiß, dass viele darüber nachdenken, ihre Stunts selbst zu machen … Tut es nicht. Lasst es. Überlasst das den Profis“, so der dringende Rat des „Tulsa King“-Stars.

Das Interview gab der Schauspieler auch anlässlich der vierten Staffel der gefeierten Produktion mit Stallone als Gangsterboss Dwight Manfredi. Bereits ab dem 16. Oktober 2026 könnt ihr die neuen Folgen auf Paramount+ streamen. Und trotz seiner Beschwerden will Stallone auch mit 80 Jahren der Schauspielerei nicht abschwören. So wird bereits an einer fünften Staffel von „Tulsa King“ gearbeitet. Bei dieser ändert sich aber etwas. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:

Sylvester Stallones Hit-Serie geht in die 5. Runde – hier kommt es zu einer großen Änderung!

Björn Becher
Björn Becher
-Mitglied der Chefredaktion
Seit mehr als 25 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" und alles, was gerade im Kino läuft.
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren