1993 gelang Steven Spielberg eine bis heute unübertroffene Leistung: Er revolutionierte mit „Jurassic Park“ den modernen Blockbuster – und schuf im selben Jahr „Schindlers Liste“, der als einer der bedeutendsten Filme über die Shoah gilt und mit sieben Oscars ausgezeichnet wurde, darunter für den Besten Film und die Beste Regie.
Vier Jahre später versuchte er dieses Kunststück zu wiederholen – allerdings mit durchwachsenen Resultaten. Zwar brachte erneut einen Dino-Blockbuster und ein historisches Epos in ein und demselben Jahr in die Kinos. Doch „Vergessene Welt – Jurassic Park“ reichte in den Augen vieler Kritiker und Fans nicht an das bahnbrechende Original heran, während „Amistad“ zu einer herben Enttäuschung am internationalen Box Office wurde. Auch die Fachpresse reagierte vergleichsweise verhalten auf das Drama, das vom Aufstand auf einem Sklavenschiff im Jahr 1839 erzählt – und selbst Spielbergs eigene Familie war von dem Film gelangweilt (mehr dazu hier)!
Einer war im Vorfeld allerdings absolut überzeugt davon, dass „Amistad“ in die Kinogeschichte eingehen würde: Morgan Freeman, der die Rolle des ehemaligen Sklaven Theodore Joadson spielte. „Ich glaube, ich habe schon Filme gedreht, die als wichtig angesehen wurden“, erklärte der heute 89-Jährige im Vorfeld. „‚Glory‘ zum Beispiel. Und viele Leute haben mir gesagt, dass auch ‚Der knallharte Prinzipal‘ wichtig war. Und jetzt kommt ‚Amistad‘, der für mich ein nationales Heiligtum ist. Das wird unglaublich werden.“ (via Far Out Magazine)
Man kann also davon ausgehen, dass das Ergebnis für Freeman ziemlich ernüchternd gewesen sein muss: An den weltweiten Kinokassen spielte „Amistad“ lediglich rund 65,5 Millionen US-Dollar ein – viel zu wenig bei einem geschätzten Budget von bis zu 40 Millionen. Bei den Oscars erhielt der Film vier Nominierungen, ging aber leer aus. Heute ist der Film trotz seines wichtigen Themas und seiner Starbesetzung – neben Freeman standen unter anderem Anthony Hopkins, Matthew McConaughey, Djimon Hounsou, Stellan Skarsgård und Chiwetel Ejiofor vor der Kamera – ein wenig in Vergessenheit geraten.
Das gilt auch für einen anderen Film, der Freeman nach eigenen Aussagen aber mehr bedeutet als jeder andere. Um welches vergessene Krimidrama aus den 1980er-Jahren es geht, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
"Meine Lieblingsrolle": Morgan Freeman (89) verrät, welcher seiner Filme ihm am meisten bedeutet – sogar viele seiner Fans haben ihn nicht gesehen!*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.