"Das kann ich beim besten Willen nicht unterstützen": Jim Carrey (64) bereute diese Comic-Verfilmung schon, bevor sie überhaupt ins Kino kam!
von Chantal Neumann
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Wie fast alle Filmschaffenden hat auch Jim Carrey ein Werk in seiner Filmografie, das er im Nachhinein lieber nicht gedreht hätte. Die Beweggründe des „Die Maske“-Stars sind dabei durchaus verständlich.

Jim Carrey hat im Laufe seiner Karriere immer wieder bewiesen, dass er auch tiefgründige und dramatische Figuren überzeugend verkörpern kann. Filme wie „Die Truman Show“ oder „Vergiss mein nicht!“ sind dafür die besten Beispiele. Trotzdem haben wir den heute 64-Jährigen wohl vor allem durch seine zum Teil herrlich verrückten Rollen in Komödien kennen und lieben gelernt. Neunziger-Kultfilme wie „Ace Ventura“, „Die Maske“ und „Dumm und Dümmer“ und auch spätere Erfolge wie „Der Grinch“, „Bruce Allmächtig“ oder „Der Ja-Sager“ gehören zu den bekanntesten Titeln seiner Filmografie.

Dass Schauspielerinnen und Schauspieler im Laufe ihrer Karriere an Projekten beteiligt sind, die sie später bereuen, kommt immer wieder vor. Auch Jim Carrey kennt dieses Gefühl. Bei einem Film des Hollywood-Stars setzten die Gewissensbisse allerdings bereits ein, bevor dieser überhaupt in die Kinos kam. Der Grund dafür ist durchaus nachvollziehbar.

Eine Tragödie veränderte Jim Carreys Blick auf "Kick-Ass 2"

Die Rede ist von „Kick-Ass 2“. Das auf den gleichnamigen Comics basierende Franchise verbindet zwar Komödie und Superhelden-Action, ist aber zugleich für seine brutale und blutige Gewalt bekannt. Im zweiten Teil übernahm Carrey die Rolle von Colonel Stars And Stripes, einem ehemaligen Gangster, der sich als selbst ernannter Verbrechensbekämpfer auf die Seite der Guten schlägt. Doch nur wenige Wochen nach Abschluss der Dreharbeiten ereignete sich in den USA eine Tragödie, die Carreys Einstellung zu dem Film grundlegend verändern sollte.

Am 14. Dezember 2012 erschoss der 20-jährige Adam Lanza an der Sandy Hook Elementary School im US-Bundesstaat Connecticut 26 Menschen, darunter 20 Kinder, bevor er sich selbst das Leben nahm. Das Massaker erschütterte die Vereinigten Staaten und entfachte erneut eine landesweite Debatte über Waffengewalt und strengere Waffengesetze. Trotz zahlreicher Forderungen nach Konsequenzen scheiterten auf Bundesebene jedoch wichtige Vorstöße für eine Verschärfung der Waffenkontrolle.

Für Carrey war diese Entwicklung offenbar ein Wendepunkt. Die Ereignisse ließen ihn zunehmend an der extremen Gewaltdarstellung in „Kick-Ass 2“ zweifeln. Im Juni 2013, noch vor dem Kinostart des Films, machte er seine veränderte Haltung auf X, das damals noch Twitter hieß, öffentlich: „Ich habe ‚Kick-Ass 2‘ einen Monat vor Sandy Hook gedreht, und jetzt kann ich ein solches Ausmaß an Gewalt beim besten Willen nicht mehr unterstützen.“

Kick-Ass 2
Kick-Ass 2
Starttermin 15. August 2013 | 1 Std. 43 Min.
Von Jeff Wadlow
Mit Aaron Taylor-Johnson, Chloë Grace Moretz, Christopher Mintz-Plasse
Pressekritiken
2,8
User-Wertung
3,6
Filmstarts
3,5
Im Stream

Dabei stellte der Schauspieler ausdrücklich klar, dass er weder den Verantwortlichen des Films noch seinen Kolleginnen und Kollegen Vorwürfe machen wollte. Er habe durchaus Freude an dem Projekt gehabt und sei sich bewusst, dass ein Teil der problematischen Aspekte gar nicht unbedingt beabsichtigt gewesen sei. „Ich schäme mich nicht dafür, aber die jüngsten Ereignisse haben eine Veränderung in meinem Herzen bewirkt“, erklärte Carrey.

Übrigens: Bei den Dreharbeiten zu „Der Grinch“ war der Schauspieler offenbar kurz davor, alles hinzuschmeißen. Warum er damals um ein Haar das Handtuch geworfen hätte, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

Jim Carrey wollte 20 Millionen bezahlen, um bei "Der Grinch" auszusteigen – erst ein Militärtrainer gegen Folter konnte helfen
Chantal Neumann
Chantal Neumann
-Redakteurin
Chantal liebt das große Kino genauso wie das Binge-Watching auf dem heimischen Sofa – Hauptsache der Film oder die Serie ist gut.
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