So düster sollte Ben Afflecks "Batman" wirklich werden: Eine DC-Kultfigur wäre ermordet worden
von Björn Becher
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Neben seiner Rolle in Zack Snyders „Batman V Superman“ und „Justice League“ arbeitete Ben Affleck an einem Solofilm rund um den Dunklen Ritter. Aus dem wurde nie etwas, doch jetzt wissen wir zumindest, wie düster das DC-Abenteuer geworden wäre.

Warner Bros.

Nachdem Ben Affleck in „Batman V Superman: Dawn Of Justice“ erstmals im Fledermauskostüm zu sehen war, sollte der Hollywoodstar nicht nur in weiteren DC-Filmen mitwirken, sondern auch sein eigenes Solo-Abenteuer bekommen. Dafür schrieb er selbst das Drehbuch, sollte auch die Regie übernehmen und natürlich erneut in die Rolle von Bruce Wayne schlüpfen. Doch bekanntlich wurde daraus nichts.

Stattdessen übernahm schließlich Matt Reeves („Planet der Affen: Revolution“) das Projekt, das sich schließlich zu dem eigenständigen „The Batman“ mit Robert Pattinson entwickelte. Doch was hätte uns eigentlich in Afflecks Version erwartet? Darüber hat jetzt Joe Manganiello, der als Deathstroke den großen Gegenspieler spielen sollte, einige überraschende Details verraten. Und die zeigen, dass Affleck einen ungewöhnlich düsteren Superhelden-Thriller geplant hatte.

Die DC-Version von "The Game": Commissioner Gordon sollte sterben!

In seinen neuen Memoiren „Bloodlines“ (via Entertainment Weekly) beschreibt Manganiello, wie die Geschichte des nie gedrehten „Batman“-Films aussehen sollte. Demnach hätte sich Deathstroke alias Slade Wilson an Batman rächen wollen, weil er davon überzeugt war, dass dieser seinen Sohn getötet habe. Sein Ziel wäre es allerdings nicht einfach gewesen, den Dunklen Ritter in einem Kampf zu besiegen. Stattdessen wollte Deathstroke dessen gesamtes Leben systematisch zerstören. Affleck schwebte dabei laut Manganiello eine Superheldenversion von David Finchers Psychothriller „The Game“ vor.

Zu Deathstrokes Rachefeldzug hätte dabei tatsächlich die Ermordung einer legendären DC-Figur gehört. Denn der Superschurke sollte Commissioner James Gordon töten. Der enge Verbündete Batmans wurde im damaligen DC-Universum von J.K. Simmons („Whiplash“) verkörpert. Doch damit nicht genug. Deathstroke sollte außerdem Batmans treuen Butler Alfred Pennyworth (Jeremy Irons) entführen und sogar in die geheime Bathöhle eindringen. Bruce Wayne hätte somit nicht nur gegen einen körperlich ebenbürtigen Gegner kämpfen, sondern auch mit ansehen müssen, wie dieser nach und nach alles zerstört, was ihm wichtig ist.

Auch Batgirl wäre beinahe gestorben

Manganiello beschreibt darüber hinaus eine große Actionszene, in der Deathstroke nicht nur Batman, sondern auch Batgirl (Leslie Grace) beinahe getötet hätte. Den beiden wäre erst in letzter Sekunde die Flucht mit einer Hochbahn gelungen. Im großen Finale hätten sich Batman und Deathstroke schließlich einen erbitterten Zweikampf durch die Straßen von Gotham City geliefert. Für die Inszenierung sollte unter anderem eine animierte Kampfsequenz aus dem Videospiel „Batman: Arkham Asylum“ als Inspiration dienen.

Manganiello zeigte sich von Afflecks Plänen begeistert. Allerdings machte er sich auch Sorgen darüber, dass der Schauspieler neben seiner Hauptrolle gleich mehrere weitere verantwortungsvolle Aufgaben bei einem derart aufwendigen Blockbuster übernehmen wollte. Affleck versicherte ihm jedoch, dass er sich keine Sorgen machen müsse. Bekanntlich hatte die Aufgabenmenge am Ende in Verbindung mit privaten Problemen des Autors, Regisseurs und Schauspielers am Ende einen Anteil daran, dass wir das Projekt nicht zu sehen bekommen.

Eine weitere Rolle spielt dabei auch, dass Affleck aus nächster Nähe mitansehen musste, wie die Führung bei Warner das Vertrauen in das DC verliert. Vor allem der Umgang mit Regisseur Zack Snyder beim Dreh zu „Justice League“ enttäuschte den „The Town“-Macher. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:

"Es war der Tiefpunkt meiner Karriere": Ben Affleck rechnet radikal mit einem der umstrittensten DC-Blockbuster ab

Björn Becher
Björn Becher
-Mitglied der Chefredaktion
Seit mehr als 25 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" und alles, was gerade im Kino läuft.
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