Schon in 7 Tagen ist es so weit: Der wohl (größen-)wahnsinnigste deutsche Film 2025 wird zur Serie
von Markus Trutt
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In den Kinos lief das faszinierende Leinwand-Comeback von „Lola rennt“- und „Babylon Berlin“-Macher Tom Tykwer eher unter dem Radar. In Kürze bekommt „Das Licht“ aber in einer neuen Serien-Version die Gelegenheit, ein größeres Publikum zu finden.

Mit „Lola rennt“ hat er einen Kultfilm für die Ewigkeit geschaffen, mit internationalen Produktionen wie „Das Parfum“ oder „Cloud Atlas“ für große Bilder auf der Leinwand gesorgt. Doch nach der Tragikomödie „Ein Hologramm für den König“ aus dem Jahr 2016 legte Tom Tykwer eine längere Kino-Auszeit ein, um sich ganz auf sein Mammut-Projekt „Babylon Berlin“ zu fokussieren.

Allerdings hat Tykwer die vierjährige Pause zwischen der vierten und der jüngst erschienenen finalen fünften Staffel des Serien-Hits genutzt, um endlich auch wieder für das Kino zu drehen. Das Ergebnis ist das bildgewaltige Drama „Das Licht“, in dem Tykwer in epischen 162 Minuten am Beispiel einer dysfunktionalen Familie und ihrer aus Syrien geflüchteten Haushälterin nichts weniger als den Zustand unserer Welt verhandelt – und dabei auch inszenatorisch allerlei Wagnisse eingeht.

Das Licht
Das Licht
Starttermin 20. März 2025 | 2 Std. 42 Min.
Von Tom Tykwer
Mit Tala Al Deen, Lars Eidinger, Nicolette Krebitz
User-Wertung
3,1
Filmstarts
4,0

Die Besucherströme blieben für das ebenso eigensinnige wie starke Werk jedoch leider aus. Nur rund 61.000 Zuschauer und Zuschauerinnen lösten 2025 ein Ticket für „Das Licht“, wodurch der Film nicht mal den Sprung in die Top-100 der hiesigen Jahrescharts geschafft hat. Jetzt aber bekommt er eine zweite Chance, und zwar in neuer Form: Bereits am 30. Oktober 2026 erscheint „Das Licht“ als vierteilige Miniserie im Streamingportal des ZDF (bevor am 6. November um 22.15 Uhr dann die Kinofassung ihre Free-TV-Premiere bei 3sat feiert). Das wurde nun in einer offiziellen Pressemitteilung verkündet.

Wie unterscheiden sich die beiden Fassungen von "Das Licht"?

Doch worin unterscheiden sich die Serienfassung von „Das Licht“ und die Kinoversion? Dazu halten sich sowohl das ZDF als auch Tom Tykwer aktuell noch sehr bedeckt. So ließ der Filmemacher in einem Statement bislang lediglich verlauten: „Der Film war für seine TV-Ausstrahlung im ZDF immer auch als Mini-Serie konzipiert. Die vier Episoden haben ein schönes, klares Eigenleben als Kapitel und schenken der Erzählung einen neuen Rhythmus.“

Ob damit nur eine neue Struktur und Anordnung der Szenen gemeint ist oder ob damit auch komplett neue Szenen einhergehen, die es damals nicht ins Kinos geschafft haben, ist noch unklar. Letzteres wäre bei einer voraussichtlichen Länge der vier Folgen zwischen 45 und 60 Minuten aber durchaus denkbar, sodass die stolze Gesamtlaufzeit am Ende hier noch üppiger ausfallen könnte. Ob so auch ein größeres Publikum als damals bei der Kinoauswertung angezogen kann, bleibt nun abzuwarten.

Darum geht's in "Das Licht"

Die Berliner Familie Engels steht vor dem Zerfall: Während die Eltern Tim (Lars Eidinger) und Milena (Nicolette Krebitz) nach außen ihr engagiertes, weltverbesserndes Image pflegen, leben ihre Kinder Jon (Julius Gause), Frieda (Elke Biesendorfer) und Dio (Elyas Eldridge) isoliert aneinander vorbei. Als nach dem plötzlichen Tod der Haushälterin die syrische Geflüchtete Farrah (Tala Al-Deen) ihre Stelle antritt, bricht das fragile Gefüge auf: Mithilfe eines mysteriösen, flackernden Lichts konfrontiert sie jedes Familienmitglied schonungslos mit den eigenen verdrängten Traumata.

Wir haben zum Kinostart von „Das Licht“ damals in unserem Podcast Leinwandliebe ausführlich mit Tom Tykwer über sein (größen-)wahnsinniges Projekt gesprochen. Reinhören lohnt sich:

Markus Trutt
Markus Trutt
-Redakteur
Filme, Serien, Videospiele. Markus brennt schon seit Kindertagen für so ziemlich alles, was über Bildschirme und Leinwände flimmert.
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