Bevor Zoe Saldaña als Gamora in „Guardians Of The Galaxy“ besetzt wurde und anschließend in zahlreichen weiteren Marvel-Produktionen auftrat, war eigentlich Amanda Seyfried die erste Wahl des Marvel-Teams um Kevin Feige. Doch die unter anderem aus „Mamma Mia!“ und „Ted 2“ bekannte Schauspielerin wollte nicht Teil des ungewöhnlichen Superhelden-Abenteuers werden. Wie sie bereits 2025 im Podcast Happy Sad Confused erzählte, war sie überzeugt, dass der Film ein gewaltiger Flop werden könnte, der sogar ihre ganze Karriere ruinieren könnte.
In einem Gespräch mit der SAG-AFTRA Foundation erinnerte sich Seyfried nun erneut an ihre damaligen Bedenken. Dass ihre Einschätzung nicht ganz richtig war, weiß sie inzwischen selbst. Trotzdem würde sie die Entscheidung heute nicht anders treffen.
"Die Wahrscheinlichkeit, dass er schlecht wird, ist ziemlich hoch"
„Für mich war es damals einfach so offensichtlich, dass ich ‚Guardians Of The Galaxy‘ ablehnen würde“, erklärte Seyfried. Das Konzept des Films habe sie schließlich alles andere als überzeugt: „Ich dachte: Das wird kein Hit. Da reden ein Baum und ein Waschbär miteinander. Und dann sind sie auch noch alle im Weltraum.“ Auch die Angst vor den möglichen Auswirkungen eines Misserfolgs thematisierte sie im neuen Gespräch: „Ich dachte nur: Das ruiniert meine Karriere, wenn der Film schlecht wird. Und die Wahrscheinlichkeit, dass er schlecht wird, ist ziemlich hoch.“
Bekanntlich kam es ganz anders: James Gunns „Guardians Of The Galaxy“ entwickelte sich 2014 mit einem weltweiten Einspielergebnis von rund 773 Millionen Dollar zu einem gewaltigen Kinoerfolg. Zwei Fortsetzungen folgten, und Gamora wurde zu einer der zentralen Figuren des MCU. Zoe Saldaña verkörperte die grünhäutige Alien-Kriegerin nicht nur in der „Guardians“-Trilogie, sondern auch in den beiden Mega-Blockbustern „Avengers: Infinity War“ und „Avengers: Endgame“.
Darum bereut Amanda Seyfried ihre Marvel-Absage nicht
„Natürlich lag ich falsch“, räumt Seyfried bezüglich ihrer ursprünglichen Einschätzung ein. Dennoch betont sie: „Ich nehme die Entscheidung trotzdem nicht zurück. Ich habe sie für mich getroffen. Ich habe sie für die Familie getroffen, von der ich wusste, dass ich sie eines Tages haben wollte.“
Neben der Sorge vor einem Karriereknick gab es nämlich noch ganz praktische Gründe für ihre Absage. Die aufwendige Produktion eines Marvel-Blockbusters entsprach schlicht nicht ihren persönlichen Vorlieben: „Ich will einfach nicht die ganze Zeit im Maskenwagen verbringen. Ich kann ohnehin nicht stillsitzen“, erklärte sie. Hinzu komme, dass sie weder Stunts noch große Höhen möge. Auch der Gedanke, ständig vor Greenscreens zu drehen und sich die gesamte Umgebung nur ausmalen zu müssen, habe sie wenig gereizt: „Ich brauche etwas, woran ich mich festhalten kann.“
Amanda Seyfried: Aktuell obenauf und überraschende Oscar-Kandidatin
Dass es doch mal zu einer Marvel-Rolle kommt, glaubt Seyfried daher nicht. Schließlich bräuchte es für sie, wie sie scherzhaft anmerkt, eine Superheldin, deren Fähigkeit sich darauf beschränkt, viel herumzulaufen.
Aber auch ohne Marvel-Rolle läuft es bei ihr aktuell bestens. 2025 war sie mit „The Housemaid“ in einem der größten Kino-Hits des Jahres zu sehen. Und aktuell gibt es sogar Spekulationen, dass sie dieses Jahr zum zweiten Mal nach ihrer Rolle in David Finchers „Mank“ für einen Oscar nominiert werden könnte.
Lionsgate
Das ist auf den ersten Blick überraschend, da es sich um ein viel diskutiertes Projekt handelt, bei dem wohl niemand mit Oscar-Schauspielrollen gerechnet hätte. Sie ist Teil der gerade in den USA in aller Munde befindlichen Dokumentation „You Can See Everything“ von Lance Oppenheim („Primetime“) und Cringe-Comedy/Sozialexperiment-Genie Nathan Fielder („Nathan For You“, „The Rehearsal“). Ganz so außergewöhnlich ist es dann vielleicht doch nicht, wenn man weiß, dass Fielder regelmäßig die Grenze zwischen Realität und Fiktion verwischt. Wie das genau bei „You Can See Everything“ passiert, können wir bald auch endlich in Deutschland im Kino entdecken. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:
Der Film, über den gerade die ganze Welt spricht, hat einen Kinostart – in 6 Wochen ist es so weit!