Vor 19 Jahren feierte Marion Cotillard mit dem Biopic „La vie en rose“ ihren großen internationalen Durchbruch. Ihre Darstellung der legendären Sängerin Édith Piaf brachte ihr neben reichlich Kritikerlob auch eine Vielzahl von Preisen ein – darunter einen Oscar und einen Golden Globe.
Bald gelang der gebürtigen Pariserin der Sprung nach Hollywood – so war sie unter anderem in Ridley Scotts RomCom „Ein gutes Jahr“ (2006), dem Gangsterfilm „Public Enemies“ (2009), der Musical-Adaption „Nine“ (2009) sowie dem Pandemie-Thriller „Contagion“ (2011) zu sehen. Gleich zwei Mal arbeitete Cotillard zudem mit Star-Regisseur Christopher Nolan zusammen: Im Traum-im-Traum-Blockbuster „Inception“ (2010) spielte sie Mal, die verstorbene Ehefrau des Protagonisten Dominick „Dom“ Cobb (Leonardo DiCaprio), nur zwei Jahre darauf wurde sie als Miranda Tate bzw. Talia al Ghul in „The Dark Knight Rises“ gecastet.
Besonders die Arbeit an „Inception“ hat dabei große Spuren bei der Schauspielerin hinterlassen, die bis heute mühelos zwischen der Traumfabrik und ihrer französischen Heimat pendelt. Erst kürzlich hat Cotillard in der Sendung „Clique“ des französischen Fernsehsenders Canal+ über ihre Erfahrungen gesprochen – und kam dabei so richtig ins Schwärmen (via AlloCiné).
Für Marion Cotillard fühlt sich "Inception" bis heute wie ein Traum an
„‚Inception‘ ist das Drehbuch, das ich am häufigsten gelesen habe“, so die 51-Jährige. „Ich muss es bestimmt 20 Mal gelesen haben. Das kommt sonst nie vor. Man liest Drehbücher mehrmals, aber nicht 20 Mal. Ich liebe diesen Film. Ich liebe es, Teil dieses Films zu sein. Es fühlt sich bis heute wie ein Traum an. […]
Leonardo DiCaprio ist für mich einer der größten Schauspieler der Welt. Und ja, vielleicht hatte ich diesen verrückten, nicht ganz eingestandenen Wunsch, eines Tages mit ihm zu drehen. Das war für mich das Unglaublichste. Wir teilen dieselbe Vorliebe für die Vorbereitung, dafür, tief zu graben, zu recherchieren und sich auf die Suche nach einer Figur zu machen. […] Unsere beiden Herangehensweisen zusammenzubringen und diese Arbeit zu zweit fortzusetzen – das war ein wahres Geschenk.“
Doch auch die Zusammenarbeit mit „Die Odyssee“-Schöpfer Christopher Nolan beeindruckte Cotillard nachhaltig: „[Er] hat auf alles eine Antwort, und das ist außergewöhnlich. Er hat den ganzen Film bereits im Kopf. Außerdem glaube ich, dass er ‚Inception‘ schon zehn Jahre lang mit sich herumgetragen hatte. Zehn Jahre lang wollte er diesen Film drehen. […] Manchmal haben wir ihn gefragt: ‚Moment mal, wie soll das denn funktionieren?‘ Und manchmal waren wir mit den Antworten nicht einmal ganz zufrieden. Aber wenn man den Film am Ende sieht, funktioniert alles. Dann stellt man sich diese Fragen gar nicht mehr – diese teilweise übermäßig intellektuellen Fragen, die DiCaprio und ich uns gestellt hatten. […] Nolan ist ein wirklich großer Regisseur.“
„Inception“ war nicht nur ein Meilenstein in Cotillards Karriere, sondern mit einem weltweiten Einspielergebnis von rund 825 Millionen US-Dollar auch ein gewaltiger Box-Office-Hit – der auch die Kritik zu begeistern wusste: In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik gab es beispielsweise die seltene Maximalwertung von fünf Sternen für die „virtuose Symbiose aus Kunst und Kommerz in bombastischen Dimensionen, die den Zuschauer mit purer handwerklicher Perfektion attackiert“!
Wenn ihr übrigens wissen wollt, bei welchem Meisterwerk es sich um Cotillards absoluten Lieblingsfilm handelt, dann lest auch den nachfolgenden Artikel:
"Es ist das Meisterwerk unter den Meisterwerken": Marion Cotillard schwärmt über den besten Film aller ZeitenEin ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer französischen Schwesternseite AlloCiné erschienen.