Weder Disney noch Warner haben einen Rückzieher gemacht – und so starten am 17. Dezember tatsächlich die zwei heißerwarteten Mega-Blockbuster „Avengers 5: Doomsday“ und „Dune 3“ im direkten Duell gegeneinander. Kein Wunder also, dass der Vorverkauf bei den meisten Kinos schon Monate vor dem Starttermin gestartet ist – da wollen sich Fans ihre Tickets für die frühestmöglichen Vorstellungen in den größtmöglichen Premium-Sälen natürlich rechtzeitig sichern.
Aber was man sonst nur von Spektakel-Produktionen wie Christopher Nolans „Die Odyssee“ kennt (dort begann der Vorverkauf sogar schon ein ganzes Jahr im Voraus), trifft nun plötzlich auch eine dreistündige Dokumentation, von der bis vor wenigen Wochen noch niemand wusste, dass sie überhaupt existiert: „You Can See Everything“ von Nathan Fielder und Lance Oppenheim wurde als Überraschungs-Screening beim Telluride Filmfestival gezeigt – und hat dort einen so gewaltigen Hype ausgelöst, dass der Film an den US-Kinokassen gerade auf dem besten Weg ist, zum erfolgreichsten Kino-Dokumentarfilm aller Zeiten zu avancieren.
Der Inbegriff von Hype
Dabei klingt das Thema total nischig: 34 Tage vor ihrer Inhaftierung lässt Elizabeth Holmes, die Gründerin des inzwischen gescheiterten Biotech-Unternehmens Theranos, ein skeptisches Filmteam an ihrem Leben teilhaben. Ursprünglich als persönliches Porträt angelegt, entwickelt sich das Projekt zu einer dreijährigen Beobachtung, in deren Verlauf sich Holmes’ Geschichte und der Fall Theranos immer weiter entfalten. Aber nicht nur hat sich der Trailer zum viralen Meme entwickelt – auf der Userwertungs-Plattform Letterboxd ist „You Can See Everything“ inzwischen der bestbewertete Film aller Zeiten.
Nachdem „You Can See Everything“ am ersten Wochenende in den USA unglaubliche 15 Millionen Dollar auf gerade einmal 855 Leinwänden eingespielt hat und am zweiten Wochenende dank der unfassbaren Mundpropaganda sogar noch in Richtung 20 Millionen Dollar zulegen konnte, hat inzwischen auch der deutsche Verleih Sony reagiert und kurzfristig einen offiziellen Kinostart für den 3. Dezember anberaumt. Aber selbst das ist für viele Kinofans noch viel zu lange hin – der auch jede Menge Meta-Überraschungen bereithaltende „You Can See Everything“ ist der Film der Stunde, den man genau jetzt sofort sehen will!
Jetzt gibt es endlich die ersten Tickets
So wurde auch der Berliner Kinoverbund Yorck mit Anfragen regelrecht überhäuft! Deshalb hatte man schon vor der Verkündung des offiziellen Kinostarts versprochen, so schnell wie möglich Screenings zu organisieren – und nach der Verkündung war Yorck dann auch der erste Kinobetreiber, der tatsächlich Vorführungen zur Buchung freigegeben hat. Wie bei „Avengers 5“ und „Dune 3“ schon viele Wochen vor Start. Am 19. November gibt es in gleich drei Kinos parallel eine Preview – die Vorstellungen sind schon jetzt allesamt restlos ausverkauft!
Und auch für den Startabend am 3. Dezember wurde die erste reguläre Vorstellung bereits im System freigeschaltet – und dort sieht es nach jetzigem Stand (28. Oktober, 11.30 Uhr) so aus:
Yorck
Es spricht viel dafür, dass „You Can See Everything“ der unglaublichste Film wird, den ihr dieses Jahr – wenn nicht sogar jemals – zu Gesicht bekommen werdet. Kein Wunder also, dass da so viele möglichst als Erste mit dabei sein wollen …
Und apropos Dunesday:
Einer der besten MCU-Bösewichte: Erste Reaktionen zu "Avengers: Doomsday" feiern Robert Downey Jr.!