Christopher Lloyd, 88: "Jedes Mal, wenn ich ‚Zurück in die Zukunft 3‘ sehe und diese Szene betrachte, verspüre ich einen Stich im Herzen"
von Michael Bendix
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Vor 36 Jahren kam „Zurück in die Zukunft III“ in die Kinos. Anders als viele Fans liebt Doc-Brown-Darsteller Christopher Lloyd den Abschlussfilm ganz besonders – doch eine Szene bereitet ihm bis heute Bauchschmerzen.

Unter dem Titel „In My Own Time: A Memoir“ sind gerade die Erinnerungen von Christopher Lloyd in Buchform erschienen. Der in Connecticut geborene Schauspieler steht immerhin seit über 50 Jahren vor der Kamera – und hat in einer Vielzahl von Filmen mitgespielt, von „Einer flog über das Kuckucksnest“ über „Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock“ bis hin zu „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“.

Den größten Raum in Lloyds Karriere-Rückschau nimmt aber wenig überraschend die „Zurück in die Zukunft“-Trilogie ein. Schließlich wurde der so exzentrische wie geniale Wissenschaftler Dr. „Doc“ Emmett Brown, der an der Seite von Marty McFly (Michael J. Fox) durch die Zeit reist, zur absoluten Paraderolle des heute 88-Jährigen.

Dabei war Lloyd nach eigenen Aussagen zuerst gar nicht begeistert, als er das von Bob Gale verfasste Drehbuch in den Händen hielt – zunächst warf er es sogar kurzerhand ungelesen in den Müll. Zum Glück entschied er sich anders: Auch 36 Jahre nach dem letzten Teil ist die „Zurück in die Zukunft“-Trilogie absoluter Kult – und so beliebt, dass sich bislang noch niemand an eine Neuauflage gewagt hat. Im Zeitalter der Reboots und Legacy Sequels ein kleines Wunder!

Während die meisten Fans den legendären Auftaktfilm von 1985 sowie die vier Jahre später erschienene Fortsetzung „Zurück in die Zukunft II“ bevorzugen, hat Lloyd schon immer eine ganz besondere Vorliebe für den Abschluss der Saga gehabt, in dem es „Doc“ und Marty in den Wilden Westen verschlägt. Auch in seinen Memoiren schwärmt er ausgiebig von dem Film. Zugleich enthüllt er allerdings, dass er eine ganz bestimmte Szene nur unter Schmerzen ertragen kann.

Zurück in die Zukunft III
Zurück in die Zukunft III
Starttermin 25. Mai 1990 | 1 Std. 58 Min.
Von Robert Zemeckis
Mit Michael J. Fox, Christopher Lloyd, Thomas F. Wilson
Pressekritiken
3,3
User-Wertung
4,1
Filmstarts
3,5
Auf Disney+ streamen

Unsere Kolleg*innen von Sensacine.com zitieren Lloyd wie folgt: „Im dritten Teil gibt es eine Sequenz, in der Doc auf einem Pferd mit voller Geschwindigkeit eine Dampflokomotive verfolgt, in der Hoffnung, dass sie Marty und den DeLorean zurück in die Gegenwart bringt. Ich sollte direkt neben dem hinteren Teil des Zuges herreiten, bis ich nah genug war, um mich an einem Griff am Waggon festzuhalten. Allerdings wurde mir ausdrücklich davon abgeraten. Unter keinen Umständen sollte ich versuchen, mich festzuhalten oder vom Pferd auf den Zug zu wechseln.“

Er hielt sich an die Anweisungen – und ein Stuntman kam zum Einsatz. Doch bis heute ist Lloyd der festen Überzeugung, dass er die Szene auch alleine hätte meistern können. „Ich war direkt daneben“, fährt der „Nobody“-Star fort. „Der Zug fuhr mit rasender Geschwindigkeit, und ich war ihm so nah, dass ich das Vibrieren spüren konnte, als er an mir vorbeifuhr. Ich hätte ihn mit der Hand erreichen können. Und ich dachte: ‚Ich kann das schaffen. Er ist direkt da.‘ Beinahe hätte ich alles aufs Spiel gesetzt. Aber ich habe es nicht getan. Das Ganze hätte ziemlich übel ausgehen können. Wer weiß, was danach passiert wäre? Aber jedes Mal, wenn ich den Film sehe und diese Szene betrachte, verspüre ich noch immer einen Stich im Herzen: Ich hätte es selbst machen sollen.“

Ein Teil von Lloyd glaubt also immer noch, dass er damals eine einzigartige Gelegenheit verpasst hat. Doch im Sinne seiner Gesundheit kann man eigentlich nur froh sein, dass er sich damals davon hat abbringen lassen – professionelle Stuntleute gibt es nicht umsonst! Wusstet ihr übrigens, dass der Schauspieler sogar noch ein viertes Mal als „Doc“ Brown vor die Kamera trat? Im folgenden Artikel lest ihr mehr dazu:

Ein vierter "Zurück in die Zukunft"-Film wurde 1991 veröffentlicht, aber kaum jemand weiß, dass er existiert: Er enthält den ultimativen Showdown

Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer spanischen Schwesternseite Sensacine.com erschienen.

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Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.
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