Keanu Reeves zählt dank Klassikern wie „Speed“, „Matrix“ und der „John Wick“-Reihe nicht nur zu den beliebtesten Schauspielern der Traumfabrik – immer wieder betonen Fans und Kolleg*innen auch, wie angenehm, bodenständig und sympathisch der heute 62-Jährige ist. Wenn man einen beliebigen Artikel über die nettesten Hollywood-Stars öffnet, ist die Wahrscheinlichkeit äußerst hoch, dass einem direkt das Gesicht des „Bill & Ted“-Mimen entgegenlächelt (ich habe es ausprobiert!).
Es gibt also äußerst wenige Gründe, Keanu Reeves nicht zu mögen. Und so gibt es nur äußerst wenige Regisseure, die sich bisher öffentlich negativ über Keanu Reeves geäußert hätten. Am heftigsten teilte ein Filmemacher gegen den Kanadier aus, der vielsagenderweise noch nie einen Film mit Reeves gedreht hat: Troy Duffy!
Duffy kennt man vor allem durch seinen im Fahrwasser von Quentin Tarantino schwimmenden Gangster-Thriller „Der blutige Pfad Gottes“, der Ende der 1990er-Jahre (meiner Meinung nach zu Recht) im Kino floppte und mit Verrissen überzogen wurde – später aber (meiner Meinung nach zu Unrecht) zu einer Art Kultfilm avancierte. Mehr über das Werk und seine schwierige Produktionsgeschichte lest ihr im folgenden Artikel:
Vor 26 Jahren wollten nur 5 (!) Kinos diesen Thriller zeigen – heute ist er ein absoluter Kultfilm!Troy Duffy hasst Keanu Reeves – und eine Reihe weiterer Hollywood-Stars
2003 stand Duffy dann im Mittelpunkt der von ihm selbst initiierten Doku „Overnight“, in der es um seinen Aufstieg in Hollwood und den ebenso rasanten Absturz ging. In diesem Rahmen teilte der Filmemacher gegen zahlreiche Größen der Branche aus – darunter auch Keanu Reeves:
„Ich hasse Keanu Reeves“, wird Duffy von unserer brasilianischen Schwesternseite AdoroCinema zitiert. „Ich finde, er ist ein Idiot.“ Woher seine extreme Abneigung rührt, behielt er jedoch für sich – ebenso wie im Falle von Ethan Hawke („Before Sunrise“), den er ebenfalls für einen „Idioten“ hält. Kenneth Branagh („Mord im Orient Express“) wurde von Duffy sogar mit noch heftigeren Beschimpfungen bedacht.
Erst kürzlich kam Duffy übrigens wieder auf die heute berüchtigte Dokumentation, die aus einem Making-of über „Der blutige Pfad Gottes“ entstanden ist, zu sprechen. In einem von ihm selbst veröffentlichten Podcast beschuldigte er die beiden Regisseure Tony Montana und Mark Brian Smith zum einen, absichtlich Informationen zurückgehalten zu haben, um ihn in einem schlechteren Licht zu zeigen. Zum anderen räumte er aber ein, sich für einige Passagen darin sehr zu schämen – vielleicht auch für seine Rants über Reeves, Hawke und Branagh?
Um einen kaum bekannten Keanu-Reeves-Film mit zahlreichen weiteren Superstars dreht sich der nachfolgende Artikel:
Dieser viel zu unbekannte Endzeit-Horrorfilm zeigt Jim Carrey, Keanu Reeves und Jason Momoa in ihren ungewöhnlichsten RollenEin ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer brasilianischen Schwesternseite AdoroCinema erschienen.