Marvel klärt nach 15 Jahren eines der ältesten MCU-Mysterien auf – seit "Captain America" beschäftigt dieses Easter Egg die Fans!
von Julius Vietzen
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Die neue Marvel-Serie „VisionQuest“ erzählt nicht nur eine faszinierende Geschichte über KIs, Menschen und Familie, sondern geht auch bis an die Anfänge des MCU zurück. In Folge 7 wird etwa ein Easter Egg aus „Captain America“ von 2011 aufgegriffen.

In „Captain America: The First Avenger“ von 2011 ist für einen kurzen Moment noch ein anderer Marvel-Superheld zu sehen: Auf der Stark Expo im Jahr 1943, die Steve Rogers (Chris Evans) und Bucky Barnes (Sebastian Stan) besuchen, wird der Synthetic Man ausgestellt. In den Marvel-Comics ist dieser als originale Human Torch bekannt – eine der ersten Heldenfiguren überhaupt, lange bevor der Name an Johnny Storm von den Fantastic Four ging. Was hinter diesem Easter Egg steckt war 15 Jahre lang ein Rätsel – doch nun hat die neue MCU-Serie „VisionQuest“ Licht ins Dunkel gebracht.

Synthetic Man alias J.I.M. ist der Vorgänger von Vision

In „VisionQuest“ erfahren wir mehr über den Synthetic Man – oder J.I.M. (kurz für Joule Individual Machine ), wie der Synthezoid von seinem Erschaffer Phineas Horton in Gedenken an seinen verstorbenen Sohn genannt wird. Horton konnte den Verlust seines Sohnes Jim nicht verkraften und erschuf deswegen den ersten Androiden, der zum Vorgänger aller späteren Künstlichen Intelligenzen im MCU wurde.

Der Synthetic Man alias J.I.M. in Disney und seine verbundenen Unternehmen
Der Synthetic Man alias J.I.M. in "Captain America: The First Avenger" und "VisionQuest"

Doch das ist noch nicht alles: Im MCU war J.I.M. ebenfalls als Superheld aktiv, wie Horton erklärt, und er war demnach auch hier einer der ersten Helden überhaupt. Schließlich wurde J.I.M. zwischen 1939 (als Horton noch an seinem Synthetic Man arbeitet) und 1943 (als er auf der Stark Expo ausgestellt wird) vollendet – also noch bevor Steve Rogers durch das Supersoldaten-Serum zu Captain America wurde. Gleichzeitig liefert „VisionQuest“ mit Episode 7 aber auch noch die Antworten auf zwei weitere Fragen:

"VisionQuest" erklärt, warum Vision wie Paul Bettany aussieht

„VisionQuest“ erklärt in Folge 7 auch, warum Vision überhaupt die Züge seines Darstellers Paul Bettany trägt. Natürlich ist die naheliegende Antwort, dass er von Bettany gespielt wird, weil dieser bereits der KI J.A.R.V.I.S. seine Stimme lieh, die wiederum ein wichtiger Teil von Visions Entstehung ist. Doch dahinter steckt noch mehr:

Wie wir in der siebten Folge erfahren, geht das Aussehen von Vision eigentlich auf Phineas Horton zurück, der wiederum J.I.M. nach seinem eigenen Ebenbild erschuf. Beide Figuren werden ebenfalls von Paul Bettany gespielt. Wenn aber J.I.M. der Ursprung aller MCU-KIs ist, dann gibt es auch eine In-Universe-Erklärung für Visions Aussehen: J.I.M. ist ein Teil von J.A.R.V.I.S., der wiederum ein Teil von Vision ist. Das Aussehen von Visions Avatar wurde also wie eine Erinnerung von KI-Generation zu KI-Generation weitergegeben.

Wer ist der Klient – und warum sieht Ultron wie James Spader aus?

Das Cliffhanger-Finale der siebten Episode liefert außerdem die Erklärung, warum der menschliche Avatar von Ultron das Gesicht von James Spader trägt. Auch hier lautet ein Grund natürlich, dass Spader den mörderischen Androiden bereits in „Avengers 2: Age Of Ultron“ spielte und sprach. Doch schon in den vorherigen Episoden von „VisionQuest“ wurde die Frage aufgeworfen, warum sich Ultron ausgerechnet diesen Avatar ausgesucht hat.

Hier kommt nun der mysteriöse Klient ins Spiel, dessen Suche nach Vision der Auslöser für die Ereignisse der Serie ist und der ebenfalls von James Spader gespielt wird. Zwar lässt die siebte Folge offen, wer genau der Klient ist und warum er hinter Vision her ist – es gibt jedoch genügend Hinweise, die eine schlüssige Erklärung zulassen:

Eine unter Marvel-Fans verbreitete Theorie besagt, dass der von James Spader gespielte Klient der Enkelsohn von Phineas Horton ist. Hortons Tochter nimmt in der 1939 angesiedelten Rückblende wohl nicht umsonst dessen Notizbuch an sich, bevor sie mit ihrer Mutter nach New York zieht. Womöglich wurde Hortons Enkel durch dieses Notizbuch selbst zu einem KI-Experten, was auch erklärt, warum er Vision und Co. so leicht ausmanövrieren und hacken kann.

VisionQuest
VisionQuest
Starttermin 2026-10-14
Serie: VisionQuest
Mit Paul Bettany, James Spader, Ruaridh Mollica
User-Wertung
3,3

Auch eine mögliche Antwort auf die Frage nach dem Aussehen von Ultrons menschlichem Avatar lässt sich so konstruieren: Wie die Serie zeigt, gewann der Klient einst zusammen mit Partnerin Josephine Carrington (T'Nia Miller) den Stark Award. Anscheinend geht sogar Tonys berühmtes „Frieden für unsere Zeit“-Mantra aus „Age Of Ultron“ ursprünglich auf die beiden zurück. Doch während Josephine ihre Technologie nicht an Stark Industries verkaufen wollte, hatte der Klient damit offenbar kein Problem. Er ist somit ein wichtiger Teil von Ultron, der ja Iron Mans ultimative Waffe werden sollte.

Mehr erfahren wir dann in der achten Folge „VisionQuest“, die am 11. November 2026 bei Disney+ erscheint. Und noch mehr Marvel-News gibt es in diesem Artikel:

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Julius Vietzen
Julius Vietzen
-Senior-Redakteur
Seit "Iron Man" ist Julius ein riesiger Fan, der nach "Avengers: Endgame" und dem Ende der Infinity-Saga nun auch die Multiversums-Saga im MCU in vollen Zügen genießt.
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