Marvel-Schocker: Neue Disney-Daten enthüllen unfassbare Kosten für MCU-Blockbuster – der plötzlich kein ganz so großer Hit mehr ist
von Daniel Fabian
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Mit einem weltweiten Einspielergebnis von über 1,338 Milliarden Dollar war „Deadpool & Wolverine“ zwischenzeitlich der erfolgreichste R-Rated-Film aller Zeiten. Doch jetzt wurde enthüllt: Das Budget war viel höher als bislang gedacht…

Phase 4 des Marvel Cinematic Universe brachte das Superhelden-Franchise mächtig ins Wanken. Filme wie „Ant-Man 3“, „The Marvels“ oder auch „Captain America 4“ kamen nicht nur bei Fans und Presse höchstens durchschnittlich an, sondern enttäuschten auch an den Kinokassen. Dass das MCU aber keineswegs tot ist und sogar wieder ganz schön Rückwind bekommt, ist anderen Beiträgen zu verdanken, die es ungleich besser hinbekommen haben, die Massen zunächst in die Filmtheater zu locken und schließlich auch zu begeistern.

„Deadpool & Wolverine“ entfachte einen regelrechten Hype, versetzte das Publikum in Euphorie und spülte letztlich über 1,338 Milliarden Dollar in die weltweiten Kinokassen. Der erfolgreichste Film, der jemals mit einem R-Rating in die Kinos kam – das konnte sich durchaus sehen lassen.

Doch jetzt zeigen neue Zahlen, dass selbst ein derartiger Rekord-Erfolg viel weniger Gewinn abwirft, als man vielleicht glauben würde…

"Deadpool & Wolverine" kostete über 550 Millionen Dollar

Grundsätzlich gilt in der Branche die Faustregel, dass Filme das Doppelte bis 2,5-Fache ihrer Kosten einspielen müssen, um den Break-Even-Point zu erreichen und somit in den schwarzen Zahlen zu landen. Ein beträchtlicher Teil der Einnahmen geht schließlich an die Kinobetreiber, und auch die Kosten für internationale Werbekampagnen dürfen nicht unterschätzt werden. Dass ein Film wie „Deadpool & Wolverine“ bereits vor Kinostart praktisch allgegenwärtig ist, kostet eine Stange Geld.

Dass der „Deadpool“-Film mit Ryan Reynolds und Hugh Jackman ein Erfolg war, lässt sich zwar weiterhin nicht abstreiten. Doch ein aktueller Bericht enthüllt, dass tatsächlich viel mehr Geld in das Projekt investiert wurde, als man zunächst dachte – wodurch natürlich auch der Profit schmilzt. Wie Forbes nun bestätigt, hat die Produktion von „Deadpool & Wolverine“ 556,8 Millionen Dollar verschlungen – was ihn zu einem der teuersten Filme der Geschichte macht.

Gut, da der Film größtenteils in den Pinewood Studios in Großbritannien gedreht wurde, erhielt Disney immerhin Steuergutschriften in Höhe von 110,7 Millionen Dollar. Dennoch sind die Nettoausgaben enorm. Und folgenschwer, wie eine Rechnung von Forbes darlegt: Nimmt man an, dass 50 Prozent der Kinoeinnahmen – also ungefähr 670 Millionen Dollar – bei den Betreibern und 50 Prozent bei Disney landeten, würde das nach Abzug der Ausgaben bedeuten, dass der Film gerade einmal 223,9 Millionen Dollar Gewinn erwirtschaftete – wobei das Marketingbudget darin noch gar nicht berücksichtigt ist! Irgendwie ist das natürlich immer noch ein großer Batzen Geld, in Anbetracht des Milliarden-Einspiels aber irgendwie eben auch nicht.

Am Ende dürfte es viele Gründe für die explodierenden Kosten gegeben haben. Nicht unwesentlich könnten so etwa die großen Streiks von Schauspieler*innen und Drehbuchautor*innen im Jahr 2023 gewesen sein, die die Produktion vorübergehend zum Erliegen brachten. Doch nicht nur hat Regisseur Shawn Levy jene Zeit genutzt, um neue Szenen zu entwickeln, die halt auch mit Mehrkosten verbunden waren. Auch standen hunderte Mitarbeiter*innen in Bereitschaft, direkt wieder loszulegen, sobald dies wieder möglich war. So mussten Mieten für Filmstudios und Ausrüstung weiterhin gezahlt werden, obwohl diese – zumindest für einige Zeit – gar nicht im Einsatz waren.

An der Popularität des Merc with a Mouth ändert das aber freilich nichts. Und wohl nicht an den Plänen, schon bald einen vierten Film folgen zu lassen:

"Es wird großartig": Ryan Reynolds kündigt neuen "Deadpool"-Film an!

Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Berührt und fasziniert zu werden, aber auch etwas über sich selbst lernen – das bedeutete Kino schon immer für Daniel. Darum machte der einstige Sozialarbeiter am Ende seine Leidenschaft auch zum Beruf.
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