Da die Streaming-Anbieter stetig neue Filme, Serien und Dokus in ihre Kataloge aufnehmen, kann man schon mal den Überblick verlieren. Abhilfe schaffen unsere regelmäßigen Film-, Doku- und Serien-Tipps auf Netflix. Darunter finden sich persönliche Lieblingsfilme, vergessene Klassiker und jüngere Blockbuster, die ihr mit gültigem Abo ohne Zusatzkosten schauen könnt.
Folgende drei Filme möchten unsere Autor*innen euch diesmal wärmstens empfehlen:
Björn Schneider empfiehlt: "Chihiros Reise ins Zauberland" (2001)
„Chihiros Reise ins Zauberland“ vom legendären Animationsstudio Ghibli lädt sowohl Kinder als auch Erwachsene zum Träumen und Nachdenken ein. Es ist bis heute der meistprämierte Zeichentrickfilm aller Zeiten (u. a. Oscar, Goldener Bär), der 25 Jahre nach Erscheinen zum Wiederentdecken einlädt.
Die Geschichte handelt von der zehnjährige Chihiro, die mit ihren Eltern in eine mysteriöse Geisterwelt gerät. Als die Eltern zur Strafe für ihre Gier in Schweine verwandelt werden, muss das schüchterne Mädchen über sich hinauswachsen.
„Chihiro“ ist ein Werk grenzenloser Phantasie und Kreativität, das mit Detailfülle, Verspieltheit und visuellem Ideenreichtum begeistert. Der zwölfte abendfüllende Ghibli-Film erzählt von universellen Themen wie Familie, Verlust und Identität und setzt sich kritisch mit Materialismus und Umweltzerstörung auseinander.
Sidney Schering empfiehlt: "Baby Driver" (2017)
Seit seiner Kindheit hat Fluchtwagenfahrer Baby (Ansel Elgort) einen Tinnitus, den er auszublenden versucht, indem er ständig über Kopfhörer Musik hört. Die Melodien und Rhythmen seiner Lieblingslieder sind ihm derart in Fleisch und Blut übergegangen, dass sein ganzes Leben in einem flotten Takt abzulaufen scheint, weshalb ihn in seinem Job niemand das Wasser reichen kann.
Daher drängt ihn Gangsterboss Doc (Kevin Spacey) immer wieder zu neuen Einsätzen, etwa mit Buddy (Jon Hamm), Darling (Eiza Gonzalez), Griff (Jon Bernthal) und Bats (Jamie Foxx). Als sich Baby in die Kellnerin Debora (Lily James) verliebt, will er aussteigen – aber Doc nimmt das nicht hin ...
Im temporeichen, witzigen Actioner „Baby Driver“ tobt sich „Hot Fuzz“-Regisseur Edgar Wright voll aus: Die Verfolgungsjagden sind perfekt auf unvergessliche, schmissige Songs abgestimmt, selbst alltägliche Szenen haben einen musikalischen Flow. Elgort war nie sympathischer und lässiger als in diesem fesch choreografierten Film, Hamm und Gonzalez sind richtig cool, Foxx und Bernthal punkten mit schroffem Witz und Spacey suhlt sich in der Rolle des eloquent-süffisanten, miesen Gangsterbosses.
Kurzum: „Baby Driver“ ist ein audiovisuell astrein durchkomponiertes Erlebnis – und macht mächtig Laune!
Sophie Foertsch empfiehlt: Überredung (2022)
Wer den modernen, fast schon poppigen Ansatz des Netflix-Hits „Bridgerton“ liebt, wird mit „Überredung“, einer Adaption des gleichnamigen Jane Austen Romans, eine stilistische Verwandte finden. Der Film interpretiert den klassischen Regency-Stoff mit zeitgemäßem Esprit und einer Prise Ironie neu.
Anne Elliot (Dakota Johnson) lebt mit ihrer versnobten Familie am Rande des Bankrotts und ist eine unangepasste Frau mit ebenso unangepassten Gefühlen. Als Frederick Wentworth (Cosmo Jarvis) – der schneidige Mann, den sie einst auf Drängen ihrer Familie gehen ließ – wieder in ihr Leben tritt, muss Anne sich entscheiden, ob sie die Vergangenheit hinter sich lassen oder auf ihr Herz hören will, wenn es um zweite Chancen geht.
Hinweis: Beim vorliegenden Text handelt es sich um eine Zusammenstellung von Streaming-Tipps, die schon zuvor in verschiedenen Artikeln auf FILMSTARTS erschienen sind.