Michael Douglas erinnert sich an seinen Vater Kirk Douglas: "Ich wäre freundlicher zu dir gewesen, wenn ich gewusst hätte, wie weit du es einmal bringen würdest"
von Michael Bendix
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Michael Douglas hatte lange Zeit ein schwieriges Verhältnis zu seinem berühmten Vater. Besonders ein Satz, den Kirk Douglas ihm nach seinem Oscar-Gewinn gesagt hat, verfolgt ihn bis heute.

Touchstone

Mit dem Begriff „Nepo Baby“ werden seit einigen Jahren die Kinder prominenter Eltern bezeichnet, die quasi in die Unterhaltungsbranche hineingeboren werden und denen es folglich leichter fällt als den meisten anderen, sich eine Karriere aufzubauen und Einfluss zu gewinnen. Eines der bekanntesten Beispiel dafür ist sicherlich Michael Douglas, der am 25. September 1944 als Sohn von Diana Dill und Kirk Douglas geboren wurde.

Während Dill bereits kleine Auftritte in Filmen wie George Cukors „Die ganze Wahrheit“ hatte, sollte auch ihr Mann wenig später eine Schauspiel-Laufbahn einschlagen – und zu einer der größten Hollywood-Legenden überhaupt aufsteigen. Besonders durch die Titelrolle in Stanley Kubricks Monumental-Epos „Spartacus“ erlangte er große Berühmtheit, für seinen Durchbruchsfilm „Zwischen Frauen und Seilen“ (1949) sowie die beiden von Vincente Minnelli inszenierten „Stadt der Illusionen“ (1952) und „Vincent Van Gogh – Ein Leben in Leidenschaft“ (1955) erhielt er jeweils eine Oscar-Nominierung. Als Michael Douglas Ende der 1960er-Jahre selbst Schauspiel-Ambitionen entwickelte, war Kirk Douglas längst ein Weltstar.

Michael Douglas und Kirk Douglas hatten ein schwieriges Verhältnis

Nun mag es zwar sein, dass der Ruhm seines Seniors ihm die Türen geöffnet hat – das heißt aber nicht, dass es für Michael Douglas immer einfach gewesen wäre. So blickte der heute 82-Jährige zwar voller Bewunderung zu seinem Vater auf, doch die hohen Erwartungen, die mit seinem Familiennamen verbunden waren, machten ihm zu schaffen. So nehmen familiäre Konflikte in seinen kürzlich erschienenen Memoiren „One Helluva Ride“ durchaus viel Raum ein.

Darin erinnert sich Douglas auch an einen Satz, den sein Vater 1988 zu ihm gesagt hat – und der sich offensichtlich tief bei ihm einbrannte. In jenem Jahr erhielt Michael für seine ikonische Darstellung des Börsenhais Gordon Gekko in „Wall Street“ nämlich einen Oscar als Bester Hauptdarsteller.

Kirk wandte sich anschließend mit folgenden Worten an seinen Sprössling: „Weißt du, ich wäre freundlicher zu dir gewesen, wenn ich gewusst hätte, wie weit du es einmal bringen würdest.“ Ein Satz, der das gesamte Dilemma dieser Vater-Sohn-Beziehung auf den Punkt bringt – denn was sich zunächst wie ein beiläufiger Scherz anhören mag, zeigt in Wahrheit, dass sich Michael Douglas die Anerkennung seiner Familie erst hart verdienen musste.

„Ich sah Papa als Superman“, schreibt er somit auch. „Er war unglaublich dynamisch. Er war stark. Er hatte eine enorme Willenskraft.“ Zugleich litt er stark unter ihm – und räumte sogar ein, dass er seine Erinnerungen nicht hätte niederschreiben können, solange sein Vater noch lebte. „Es war für mich sehr unangenehm, über die ersten Jahre und seine körperlichen Übergriffe zu sprechen“, so Michael Douglas. Es habe damals schlichtweg als normal gegolten, seine Kinder zu schlagen.

Erst viele Jahre später sei es ihm möglich gewesen, seinem 2020 im hohen Alter von 103 Jahren verstorbenen Vater näherzukommen und ihm zu verzeihen, heißt es in dem Buch. Dabei hat Michael einige seiner Traumata sicherlich an seine eigenen Kinder weitergegeben. Denn auch zu seinem Sohn Cameron Douglas hatte er lange Zeit kein einfaches Verhältnis, wie ihr im folgenden Artikel nachlesen könnt:

Michael Douglas' Sohn saß 7 Jahre im Gefängnis: "Mein Vater ließ mich auf seinen Partys Joints an die Gäste verteilen"

Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer spanischen Schwesternseite Espinof.com erschienen.

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Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.
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