Er wurde 103 Jahre alt, hat in über 90 Filmen mitgespielt und war für 3 Oscars nominiert: Sein Sohn zählt heute ebenfalls zu den größten Hollywood-Legenden aller Zeiten!

Mit einer fast 100 Projekte umfassenden Filmografie hat sich Kirk Douglas den Status einer Hollywood-Legende erarbeitet. Auch nach seinem Tod im Jahr 2020 ist sein Name noch in der Traumfabrik präsent, denn sein Sohn Michael ist nicht minder bekannt.

MGM

Einige Namen sind untrennbar mit Hollywood verbunden und werden es vermutlich auch immer sein. So etwa auch Kirk Douglas, der 1916 geboren wurde, das Filmgeschäft rasant eroberte und bis ins hohe Alter aktiv war. Doch nicht nur der 2020 verstorbene Schauspieler selbst, sondern auch sein Sohn Michael Douglas ist zur Hollywood-Legende geworden.

Als der junge Kirk am 9. Dezember 1916 das Licht der Welt erblickte, liefen noch nicht einmal Tonfilme in den Kinos. Dass er einmal zum Hollywood-Star aufsteigen würde, konnte damals also noch niemand erahnen. Zum ersten Mal in Kontakt mit der Schauspielerei kam er – wie so viele andere Filmschauspieler auch – durch das Theater: Ein Stipendium für die American Academy of Dramatic Arts führte ihn an den Broadway.

Seine erste Filmrolle verdankte er Lauren Bacall

Aber Theater heißt noch lange nicht, dass man auch Fuß im Filmbusiness fassen kann. Den Sprung nach Hollywood verdankte der „Spartacus“-Darsteller seiner einstigen Mitschülerin Lauren Bacall, die sich ebenfalls einen Namen in Hollywood gemacht hat und insbesondere neben Humphrey Bogart durch Filme wie „Haben und Nichthaben“ (1944) oder „Tote schlafen fest“ (1946) zur Diva der Traumfabrik aufgestiegen ist.

Sie war es damals, die Douglas dem Produzenten Hal B. Wallis empfahl, der unter anderem den zeitlosen Klassiker „Casablanca“ (1942) mitproduziert hatte, und ihm so zu seiner ersten Filmrolle in „Die seltsame Liebe der Martha Ivers“ (1946) verhalf. Damit konnte er die Kritiker und Kritikerinnen von sich überzeugen.

Ab Ende der 1940er eroberte Kirk Douglas Hollywood

In den Folgejahren war er kontinuierlich auf der Kinoleinwand zu sehen und erhielt für „Zwischen Frauen und Seilen“ (1949) seine erste Oscar-Nominierung. Während er zu Beginn seiner Karriere noch oft den Schurken verkörperte, wandelte sich sein Image ab den 1950er-Jahren hin zum waghalsigen Helden: Ob als Seemann und Meisterharpunier Ned Land in der Literaturverfilmung „20.000 Meilen unter dem Meer“ (1954) oder als griechischer Heros Odysseus in „Die Fahrten des Odysseus“ (1954) – Kirk Douglas spielte innerhalb von nur fünf Jahren zwölfmal den Protagonisten.

Seine größte und bekannteste Rolle nahm er aber wahrscheinlich in Stanley Kubricks Monumentalfilm „Spartacus“ (1960) ein. Er verkörperte nicht nur die Titelrolle des gleichnamigen Gladiators und Sklaven, sondern war auch als Produzent an Bord.

Kirk Douglas verhalf seinem Sohn zu seinem ersten Oscar

Anfang der 1960er-Jahre erwarb Kirk Douglas die Filmrechte an Ken Keseys Roman „Einer flog über das Kuckucksnest“, der im Jahr 1975 filmisch adaptiert und zu einem der größten Klassiker der Filmgeschichte werden sollte. Eigentlich wollte er den Part des rebellischen McMurphy, der letztlich an Jack Nicholson ging, selbst übernehmen – immerhin hatte er diesen schon 1963 in einer Broadway-Theaterfassung verkörpert. Doch als der Film endlich realisiert wurde, galt er bereits als zu alt für die Rolle.

Einer flog über das Kuckucksnest
Einer flog über das Kuckucksnest
Starttermin 18. März 1976 | 2 Std. 14 Min.
Von Milos Forman
Mit Jack Nicholson, Louise Fletcher, William Redfield
User-Wertung
4,6
Filmstarts
5,0

Schließlich überlies Kirk Douglas seinem Sohn Michael die Filmrechte, der „Einer flog über das Kuckucksnest“ zum vollen Erfolg machte. Nach Frank Capras „Es geschah in einer Nacht“ (1935) war die Tragikomödie erst der zweite Film, der die Big Five der Oscars – die fünf wichtigsten Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“, „Bestes adaptiertes Drehbuch“, „Bester Hauptdarsteller“ und „Beste Hauptdarstellerin“ – gewinnen konnte. Somit konnte sich Michael Douglas 1976 seinen ersten Academy Award ins Regal stellen.

Im Gegensatz zu seinem Vater konnte Michael den Oscar gleich zweimal gewinnen

Damit war der heute 81-Jährige seinem Vater schon damals einen Schritt voraus – noch vor seinem endgültigen Durchbruch mit „Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten“ (1984) und „Wall Street“ (1987), der ihm den Oscar als bester Hauptdarsteller einbrachte. Kirk Douglas wurde zwar dreimal für seine schauspielerischen Leistungen für den Goldjungen nominiert („Zwischen Frauen und Seilen“, „Stadt der Illusionen“, Vincent van Gogh – Ein Leben in Leidenschaft“), konnte ihn allerdings nie gewinnen.

Eine Legende der Traumfabrik war er dennoch: Bereits 1960 erhielt er einen Stern auf dem Walk of Fame, 1996 folgte der Ehren-Oscar für sein Lebenswerk. Als Kirk Douglas am 5. Februar 2020 im biblischen Alter von 103 Jahren starb, hinterließ er ein beeindruckendes Erbe von mehr als 90 Filmen.

Sein Sohn hatte übrigens einst die Chance, in einem weltweiten Milliarden-Erfolg mitzuwirken, entschied sich jedoch dagegen. Welchen Megahit er sausen ließ, lest ihr hier:

"Hätte mir mehr Geld eingebracht als jeder andere Film": Michael Douglas bereut bis heute, dass er diesen Milliarden-Hit abgelehnt hat

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Melina Albandopulos
Melina Albandopulos
-Freie Autorin
Mit Disney begann ihre Liebe zu Filmen. Auf der nicht kürzer werdenden To-Watch-List befindet sich aber alles – von Musical bis Western.
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