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    Paul Schrader: "Taxi Driver"-Remake von Martin Scorsese und Lars von Trier ist eine "schreckliche Idee"
    Von Markus Trutt — 18.02.2014 um 18:45

    Etwa vier Jahre ist es mittlerweile her, dass erstmals Gerüchte laut wurden, die Regie-Legenden Martin Scorsese und Lars von Trier könnten sich gemeinsam an ein Remake von Scorseses Film-Klassiker "Taxi Driver" wagen. Nach einigem Hin und Her in der Folgezeit zeigt sich aktuell vor allem einer ganz und gar nicht begeistert von dem Projekt: "Taxi Driver"-Drehbuchautor Paul Schrader.

    Die Filmwelt staunte nicht schlecht, als 2010 bekannt wurde, dass Oscar-Preisträger Martin Scorsese ("Departed") und das dänische Regie-Enfant-terrible Lars von Trier ("Nymph()maniac") Gespräche über ein geplantes gemeinsames Projekt geführt haben sollen. Gerüchten zufolge sollte es sich dabei gar um eine Neuverfilmung von Scorseses frühem Meisterwerk "Taxi Driver" aus dem Jahr 1976 handeln. Der Film hätte wohl im Stile von Lars von Triers dokumentarischem Werk "The Five Obstructions" realisiert werden sollen, in dem der Däne seinen Landsmann Jørgen Leth dazu auffordert, seinen Kurzfilm "The Perfect Human" nach Vorgaben von Triers in fünf verschiedenen Anläufen noch einmal zu drehen.


    Nachdem es lange Zeit ruhig um das potentielle "Taxi Driver"-Remake geworden ist, meldete sich nun Paul Schrader, der Drehbuchautor des Originals, in einem aktuellen Interview mit The Independent zu dem Thema wenig wohlwollend zu Wort. In seinen Augen sei das Vorhaben eine "schreckliche Idee" gewesen. "Taxi Driver" sei für ihn ein einzigartiger Film, der definitiv unangetastet bleiben sollte. Dafür hätten er und Scorsese in den vergangenen Jahren bei zwischenzeitlich aufkommenden Plänen für eine Videospielumsetzung des Stoffes und ein unter anderem von Hauptdarsteller Robert De Niro gewünschtes Sequel auch stets energisch dagegen gekämpft. Daher sei es laut Schrader für Scorsese eigentlich auch nie wirklich infrage gekommen, noch einmal Hand an seinen Kult-Klassiker "Taxi Driver" anzulegen.


    Derzeit haben sowohl Martin Scorsese als auch Lars von Trier ohnehin noch alle Hände voll zu tun. Während von Trier mit der Vermarktung seines zweiteiligen Erotik-Dramas "Nymph()maniac" (Kinostarts am 20. Februar und 3. April 2014) beschäftigt ist, geht Scorsese am 2. März 2014 mit fünf Nominierungen für seinen aktuellen Film "The Wolf Of Wall Street" ins Rennen um die Oscars, um sich anschließend verstärkt seinem lange geplanten Historien-Drama "Silence" zu widmen.

    Paul Schrader hat zuletzt vor allem mit seinem von uns mit einer 4-Sterne-Kritik bedachten Erotik-Thriller "The Canyons" von sich reden gemacht, der mit einer DVD-Veröffentlichung am 17. März 2014 schließlich auch seinen Weg nach Deutschland findet. Nachfolgend könnt ihr euch noch einmal den deutschen Trailer zum kontrovers diskutierten Film mit Lindsay Lohan und Porno-Star James Deen anschauen:

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