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    "Die Bestimmung"-Finale im Fernsehen statt Kino: Regisseur Neil Burger findet es "traurig"
    Von Annemarie Havran — 19.10.2016 um 09:27

    Dass Lionsgate die Entscheidung getroffen hat, die Fortführung des „Die Bestimmung“-Franchise ins Fernsehen zu verlagern, macht die Beteiligten wie Miles Teller und Shailene Woodley nicht gerade glücklich. Nun äußerte sich auch Regisseur Neil Burger.

    SND
    Als Regisseur Neil Burger 2014 die Romanverfilmung „Die Bestimmung – Divergent“ inszenierte, war die Welt für das Sci-Fi-Franchise noch in Ordnung: Das Young-Adult-Abenteuer spielte weltweit 289 Millionen US-Dollar ein. Es folgten jeweils im Jahresabstand die Fortsetzungen „Die Bestimmung – Insurgent“ und „Die Bestimmung – Allegiant“ von Robert Schwentke und das Zuschauerinteresse nahm sukzessive ab. Bis das produzierende Studio Lionsgate nun die Notbremse zog und entschied, die Pläne für das Finale „Die Bestimmung – Ascendant“, der unter der Regie von Lee Toland Krieger ebenfalls fürs Kino entstehen sollte, über Bord zu werfen und das Franchise ins Fernsehen zu verlagern. Aktuell ist davon auszugehen, dass ein TV-Film und eine Spin-off-Serie geplant sind. Dass es so weit gekommen ist, bezeichnete Neil Burger nun als „traurig“.

    Der Regisseur, der den Auftaktfilm „Divergent“ inszenierte, sprach mit dem Hollywood Reporter über die mögliche Franchise-Fortsetzung im TV und kommentierte die Pläne von Lionsgate: „Ich denke, es ist traurig. Ich habe erst kürzlich wegen einer anderen Sache mit den Leuten von Lionsgate gesprochen. Sie haben sich selbst durch verschiedene Umstände in ein schwieriges Dilemma gebracht.“ Was genau sie in dieses Dilemma gebracht hat, hätten die Verantwortlichen laut Burger sogar erkannt: „Ich glaube nicht, dass sie immer noch denken, das letzte [Buch von Veronica Roth] hätte in zwei [Filme] aufgeteilt werden müssen. Wenn sie das nicht gemacht hätten, würden sie nun viel besser dastehen. Aber ich bin sicher, zum damaligen Zeitpunkt waren sie einfach begeistert und sahen darin Potential.“

    Tatsächlich ist es gerade im Jugendbuch-Bereich nicht unüblich, bei Verfilmungen das finale Buch der Reihe in zwei Filme aufzuteilen. Bei „Die Bestimmung“ folgte man also einfach nur einem Trend, der auch schon bei „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1 und 2“, „Twilight: Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht Teil 1 und 2“ und „Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1 und 2“ zumindest das Gesamtergebnis betreffend erfolgreich umgesetzt wurde.

    Doch der Plan, aus den drei Romanen von Veronica Roth vier Kinofilme zu machen, scheiterte zu dem Zeitpunkt, als der dritte Teil „Allegiant“ sowohl bei Kritikern als auch an den Kinokassen durchfiel. Weltweit wurden etwa 179 Millionen Dollar eingespielt. Besonders unerfreulich ist die Entwicklung für die Darsteller wie Shailene Woodley und Miles Teller, die sich bereits wenig begeistert zu der Aussicht auf ein Mitwirken an einer TV-Produktion äußerten. Burger erklärte, er habe auch schon mit einigen der Darsteller über das Thema gesprochen: „Es ist einfach zu schade, weil ich diese Schauspieler liebe und sie waren immer sehr loyal dem Franchise gegenüber.“ Noch immer würden alle Beteiligten versuchen herauszufinden, wie es nun weitergehen soll.

    Tatsächlich ist zum jetzigen Zeitpunkt immer noch der deutsche Kinostarttermin am 15. Juni 2017 für „Die Bestimmung – Ascendant“ gesetzt. Doch dass dieser noch wahrgenommen wird, ist inzwischen mehr als unwahrscheinlich.




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