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    Es ging um Leben und Tod: Diese "Kingsman: The Secret Service"-Szene war nicht gespielt!
    Von Daniel Fabian — 10.06.2019 um 13:15

    ProSieben zeigt Matthew Vaughns „Kingsman: The Secret Service“ am heutigen Pfingstmontag um 20.15 Uhr. Wir werfen einen Blick auf eine der gefährlichsten Szenen im Film, deren Dreh beinahe fatale Folgen hatte…

    Twentieth Century Fox

    Kingsman: The Secret Service“ von Regisseur und Comic-Enthusiast Matthew Vaughn („X-Men: Erste Entscheidung”, „Kick-Ass“) ist nicht bloß eine Comic-Verfilmung, sondern gleichzeitig auch ein unglaublich spaßiger Spionage-Hommage-Action-Kracher. Das liegt nicht zuletzt an den kreativen, spektakulären und teils absolut wahnwitzigen Actionszenen, die einerseits zwar comichaft übertrieben, andererseits aber dann doch so intensiv sind, als wären sie real. Und tatsächlich hätte es in einer DER Szenen des Films für die Darsteller sowie die Crew am Set kaum echter werden können: Denn durch eine Computer-Fehlfunktion kam es für alle zu einem Schockmoment, in dem letztlich aber nur Equipment und keine Menschen zu Schaden kamen.

    Für alle, die „Kingsman: The Secret Service“ noch nicht kennen und deswegen keine Details über eine einzelne Szene erfahren möchten (auch wenn sich diese bereits sehr früh im Film abspielt), sei hiermit eine Spoiler-Warnung ausgesprochen!

    Diese Szene ist nicht gespielt

    Einer der Tests, die die Nachwuchs-Agenten im Zuge ihrer Ausbildung absolvieren müssen, besteht darin, in einer Extremsituation kühlen Kopf zu bewahren. Konkret wird dabei der Schlafraum der Truppe nachts plötzlich mit Wasser befüllt. Ihre Aufgabe: überleben. Während der Raum im Film dadurch in Windeseile kleiner wird und die Luftzufuhr so abgeschnitten wird, war die geplante Vorgehensweise am Set natürlich eine andere. Ursprünglich sollte der speziell angefertigte Raum nach und nach in ein Schwimmbecken gesenkt werden, um so auch das Timing der Dialoge koordinieren zu können. Die Schauspieler wussten: Erst 120 Zentimeter, dann folgt Text und bei 180 Zentimeter kommt dann der nächste Dialog. Doch Regisseur Vaughn erinnert sich: „Der Computer hatte einen Fehler. Ich sagte ‚Action‘ und plötzlich sank das ganze Ding siebeneinhalb Meter nach unten.“

    Twentieth Century Fox
    Die Unterwasserszene in "Kingsman: The Secret Service" - ganz ohne CGI

    Es sei eine absolut schreckliche Erfahrung gewesen – und das ausgerechnet am ersten Drehtag. „Die Angst, die du in den Gesichtern der Kids siehst – das ist nicht gespielt. Sie hatten unglaubliche Angst“, so Vaughn. Man habe das Computerproblem zwar beheben können, die Furcht habe den Dreh der Sequenz aber natürlich weiterhin begleitet.

    In jener Szene kamen keinerlei Effekte aus dem Computer zum Einsatz. Alles ist echt, was die Umsetzung natürlich zusätzlich erschwerte, da die Darsteller unter Wasser jeweils genau im richtigen Moment das Richtige tun mussten. „Wir haben all unsere Kameras und den Sound bei dem Vorfall verloren“, erinnert sich der Regisseur. Wer noch nicht im Wasser war, sprang sofort hinein um die Darsteller in Sicherheit zu bringen.

    "Kingsman 3" und Prequel auf dem Weg

    Letztlich ging alles gut: „Kingsman: The Secret Service“ wurde zum Kassenschlager, der bei Kritikern und Publikum gleichermaßen gut ankam und schließlich den Grundstein für ein umfassendes Franchise legte. Nach „Kingsman 2: The Golden Circle“, der 2017 in die Kinos kam, arbeitet man derzeit gleich an zwei weiteren Projekten: Während das Prequel „The Great Game“ (Kinostart: 13. Februar 2020) von der Entstehung der Kingsman-Organisation zum Beginn des 20. Jahrhunderts erzählt, soll die Geschichte um Eggsy (Taron Egerton) und Harry (Colin Firth) in „Kingsman 3“, der noch keinen offiziellen Starttermin hat, zu Ende erzählt werden.

    "Kingsman" auf ProSieben geschnitten

    Wer nun Lust hat, das abgedrehte Agenten-Spektakel und vor allem die Unterwasser-Szene zu sehen, bekommt heute um 20.15 Uhr auf ProSieben die Möglichkeit dazu. Aufgrund seiner FSK-16-Freigabe darf der Film zur Prime Time allerdings nur in der gekürzten Fassung laufen. Ganze 59 mal wurde die Schere angesetzt, sodass in der TV-Ausstrahlung gleich mehrere Minuten fehlen. Alternativ gibt es den Film allerdings auch auf Netflix zu sehen – und zwar in voller Länge.

     

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