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    "Batman"-Mastermind ermahnt Fans: Gebt Robert Pattinson eine Chance!
    Von Christian Fußy — 28.06.2019 um 13:00

    Der „Batman“-Produzent und DC-Veteran Michael Uslan sprach auf der CCXP COLOGNE über seinen außergewöhnlichen Werdegang und über die zwingende Notwendigkeit, auch vermeintlichen Außenseitern eine Chance zu geben. Zum Beispiel Robert Pattinson!

    Universum Film / Warner Bros.

    Michael Uslan bezeichnet sich selbst gern als „Batmans Batman“, als Beschützer des Dunklen Ritters, der sich verschworen hat, die Integrität des Franchise zu bewahren und dennoch neue und abwegig klingende Ideen von außen zuzulassen. Uslan, der an allen bisherigen „Batman“-Filmen seit 1989 als Produzent beteiligt war, plauderte auf der CCXP Cologne mit Moderator Steven Gätjen über seine Anfänge als College-Professor, wo er als allererster Dozent schon in den 70er Jahren einen Kurs zum Thema Comics gab, über seinen Einstieg bei DC, darüber, wie er als junger Mann Mitte 20 die Rechte an der Figur Batman erwarb und vor allem darüber, wie wichtig es sei, vermeintlichen Freaks und Außenseitern eine Chance zu geben.

    Die anfängliche Ablehnung der Fans gegenüber neuen Ideen und außergewöhnlichen Besetzungsentscheidungen, die sich in Uslans Erfahrung durch die gesamte „Batman“-Historie ziehe, amüsiere ihn gewaltig. Auf eine Frage aus dem Publikum, was er davon halte, dass Ex-„Twilight“-Superstar Robert Pattinson als neuer Batman in Matt Reeves' Kinofilm „The Batman“ besetzt wurde, reagierte Uslan mit einem Abriss, welchen Entscheidungen vergangener „Batman“-Filmemacher die Fans auch ablehnend gegenüberstanden.

    Ein "schwuler Cowboy" als Joker

    So seien die Fans auf die Barrikaden gegangen, als der damals als Comedian bekannte Michael Keaton den Zuschlag für die Rolle der Fledermaus bekam. Bei Heath Ledgers Verpflichtung als Joker habe man gesagt: „Wie kann man nur einen schwulen Cowboy als den Joker anheuern“ und auch die Wahl von Ben Affleck, der als älterer, desillusionierter Batman angekündigt wurde, wurde im Internet von vielen Seiten feindlich aufgenommen.

    Historisch habe es sich aber immer ausgezahlt, den Außenseitern eine Chance zu geben. So wusste Uslan beispielsweise gleich, dass Tim Burton der richtige Mann war für den ersten, ernsthaften Versuch, Batman in all seiner Gloria auf die Kinoleinwand zu bringen, obwohl dieser noch nie ein „Batman“-Comicbuch gelesen hatte. Uslan versorgte den Filmemacher, von dessen „Pee Wees irre Abenteuer“ er persönlich begeistert war, mit dem nötigen Lesestoff und war sich sicher, als Burton nach der Lektüre klarstellte, dass die Figur Batman auf keinen Fall der Mittelpunkt der Handlung sein dürfe, sondern es darum gehe, dem Publikum einen glaubwürdigen Bruce Wayne zu präsentieren.

    "Urteilt nicht voreilig!"

    Von diesem Moment an sei Uslan auch immer „der größte Cheerleader“ der diversen Filmemacher gewesen, die sich an einer Adaption der von ihm geliebten Comics versucht haben. Ob Christopher Nolan oder Matt Reeves, es gehe immer um die Vision des Filmemachers und darum, ihm diese zu ermöglichen. Die erste Regel für die Fans solle seiner Meinung nach lauten: „Urteilt nicht voreilig. […] Seht den Film und urteilt dann so hart ihr könnt (judge the hell out of it)“

    Matt Reeves „The Batman“ läuft am 25. Juni 2021 in den US-Kinos an, ein deutscher Starttermin steht noch aus. Die CCXP läuft noch bis Sonntag, 30. Juni. Wir begleiten das Event als Medienpartner redaktionell und in unserem Livestream, in dem auch die Stars zum Gespräch vorbeischauen. Den Zeitplan sowie einen Link zum Stream findet ihr hier.

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